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Hackerangriff: Der allerletzte Warnschuss
SASCHA STEINBACH/EPA-EFE/REX

Wie Millionen andere Menschen zuvor sind Politiker, Prominente und Journalisten nun Opfer eines digitalen Angriffs geworden. Politisch braucht es jetzt keinen Feuerlöscher - sondern besseren Brandschutz für alle. Ein Gastbeitrag von Konstantin von Notz und Malte Spitz

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HuFu 06.01.2019, 21:53
1. Der Staat wird vor allem eines tun...

nach MEHR Überwachung rufen! Die VDS wird wieder ins Spiel kommen, vermehrt die Uploadfiltersache...ja noch gar mehr, die IP-Sache, die man vor Jahren schon einführen wollte....
Nein, der deutsche Staat wird genau gar nix lernen! Soviel ist mal sicher!

btw. warum könnte es nicht gar ein Agent Provocateur gewesen sein, um genau solche Dinge wie oben erwähnt ins Ziel zu bringen?

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juliaz 06.01.2019, 21:55
2. Was auch dringend benötigt wird:

Zusätzlich muß unbedingt die digitale Aufklärung stattfinden. Leute glauben, dass ihre Daten in der Cloud sicher sind, dass sie ja "nichts zu verbergen" haben und dass Facebook es schon gut mit ihnen meint. Digitaler "Brandschutz" muß in der Schule genauso unterrichtet wie von den großen Medien immer und immer wieder aufgegriffen werden, um die Leute auf die eigenen Schwachstellen hinzuweisen. "Ich benutz ja nur e-Mail und sonst nix" ist keine Ausrede, wenn das E-Mail-Konto ausgelesen und anderer Leute Mailadressen und Informationen rausgeholt werden! Datenhygiene und Passwortdisziplin sind nichts, was nur "junge Leute" beherrschen müssen.

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fanasy 06.01.2019, 21:58
3. da sind sie wieder,

die Schlagworte proaktiv, Kehrtwende und Packen wir es an. Wir müssen, müssen, müssen und sollten, bräuchten, wollen. Und in zwei Jahren bei der BT-Wahl ist das wieder vergessen und bis dahin nichts geschehen. Kenn ich alles, mach ich nicht mehr mit.

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Sueme 06.01.2019, 22:01
4.

Alles soweit korrekt, der Denkfehler beginnt aber wenn man glaubt das die Regierung daran interessiert wäre dass das Verschlüsselungsniveau steigt. Eher das Gegenteil ist der Fall, die Rufe innerhalb der Regierung Verschlüsselung zu schwächen und/oder Hintertüren einzubauen werden doch von Jahr zu Jahr mehr.

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Namenwählen 06.01.2019, 22:06
5. Ich weiß was besseres ...

Ich weiß noch was viel besseres, als diesen hier gefroderten "Brandschutz". Macht kein online-Banking, verbreitet euren privaten Quatsch nicht querbeet durch das Internet und lasst euch ibs. nicht beim Geschlechtsakt oder sonst wie nackt filmen oder fotografieren und geht wieder direkt einkaufen. Geht nicht? Ging früher prima und man musste euch schon die Post aus dem Briefkasten klauen, um euch zu "hacken".

Wer dagegen glaubt, es würde besser, könnte sicherer werden, der träumt. Die Hackerei hat noch nicht mal richtig angefangen. Die System werden immer komplexer die Maschinen immer schlauer. Am Ende werden sich die Computer gegenseitig selber hacken, ohne das wir noch begreifen, was da vor sich geht. Kommt hinzu, dass es zu allen Zeiten üblich war, sich so viel Information, wie möglich zu besorgen; bei Richelieu, der Stasi und jedem anderen historischen oder gegenwärtigen Geheimdienst. Außerdem sind zumeist keine IT-Fachleute und viele heute schon damit überfordert, ihren EDV-Kram auch nur halbwegs clean zu verwalten.

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Teodore 06.01.2019, 22:15
6. Verkehrt herum angefasst

Desinformation, Veröffentlichung privater Daten. Das ist eine ungeheure Bedrohung. Allerdings gibt es Beispiele dafür. Wikileaks, Footballleaks, der Staat kauft gestohlene Steuer-CDs mit privaten Daten Unbescholtener, die Panama Papers mit ihrer selektiven Information und der selbstgerechten moralischen Unterscheidung zwischen legal, aber nicht legitim: hier hat die Verwischung der Rechtsstaatlichkeit begonnen. Natürlich ist der jetzt bekannt gewordene Vorgang ungeheuerlich. Er offenbart aber auch ein heuchlerisches Messen mit zweierlei Maß. Ist ein bisschen so, als wäre eine bisher für das "Gute" eingesetzte Waffe verkehrt herum angefasst worden. So wie man ein Messer besser am Griff und nicht an der Klinge anfassen sollte. Die Lehre daraus? Ein Messer bleibt ein Messer.

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Theophanus 06.01.2019, 22:17
7. Auch der Artikel schießt wieder...

...meilenweit daneben. Noch mehr Auflagen für die datenverarbeiteten Betriebe, die jetzt schon mit derartiger Bürokratie überlastet sind?

Das Urproblem ist doch, dass hier jeder wild Angriffe auf alles und jeden fahren darf, ohne dafür auch nur im mindesten belangt zu werden. 90% des eMail-Verkehrs sind reine Spam. Warum kann man den Absendern nicht auf die Schliche kommen und den Typen das Handwerk legen?

Dafür braucht es internationale Zusammenarbeit, das ist mühseelig, aber machbar. So lange jeder so lange Angriife fahren kann, biss er mal durchkommt, so lange werden wir Skandale haben.

Pro-aktiv heißt für mich, digitale Angriffe weltweit unter Strafe zu stellen und konsequent zu verfolgen. Staaten die sich nicht daran halten oder nicht kooperieren werden im wahrsten Sinne des Wortes "abgehängt".

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jowi.krause 06.01.2019, 22:18
8. Selten so richtig auf den Punkt gebracht

Statt dem Überwachungsstaat, der im Grunde nichts anderes tut als diese "Hacker", brauchen wir individuelles Sicherheitsbewusstsein. Das ewige "ich habe nichts zu verbergen" muss aufhören, denn jeder ist zum Beispiel dafür verantwortlich, dass die Daten seiner Kontakte nicht in fremde Hände fallen.
Verschlüsselung der Kommunikation schmeckt den Überwachern nicht, ist aber unumgänglich. Surfen nur noch per VPN wäre eine weitere Maßnahme.
In dem Spannungsfeld zwischen individuellem Recht auf Schutz der Privatsphäre und dem Recht des Staates auf Verbrechensbekämpfung hat der angebliche Kampf gegen den Terrorismus uns alle zu gläsernen Bürgern gemacht. Das nutzen die Verbrecher.

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Teodore 06.01.2019, 22:21
9. Ach,

Zitat von juliaz
Zusätzlich muß unbedingt die digitale Aufklärung stattfinden. Leute glauben, dass ihre Daten in der Cloud sicher sind, dass sie ja "nichts zu verbergen" haben und dass Facebook es schon gut mit ihnen meint. Digitaler "Brandschutz" muß in der Schule genauso unterrichtet wie von den großen Medien immer und immer wieder aufgegriffen werden, um die Leute auf die eigenen Schwachstellen hinzuweisen. "Ich benutz ja nur e-Mail und sonst nix" ist keine Ausrede, wenn das E-Mail-Konto ausgelesen und anderer Leute Mailadressen und Informationen rausgeholt werden! Datenhygiene und Passwortdisziplin sind nichts, was nur "junge Leute" beherrschen müssen.
man hätte ja bisher glauben können, dass die Leute "nichts zu verbergen" haben, wenn es um diverse -leaks geht. Haben die jetzt betroffenen Politiker etc. etwas zu verbergen? Wir sind doch alle für absolute Transparenz. "The Circle" und so manch andere Illusion lassen grüßen.

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