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Internetzensur: China bremst offenbar WhatsApp aus
picture alliance / dpa

Schwerer Rückschlag für Facebook in China: Der vom Konzern aufgekaufte Messenger WhatsApp ist dort angeblich nicht mehr nutzbar. Der Dienst ist damit von einem der größten Märkte weltweit ausgesperrt.

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vipclip 26.09.2017, 10:32
1. Chinas "Meinungsfreiheit"

man stelle sich mal vor China wird 1. Weltmacht und zwingt der Welt ihre Vorstellung von Meinungsfreiheit auf, gruselig. China ist nun mal noch immer eine Diktatur, dort wurde die kommunistische Partei nie gestürzt oder abgesetzt.

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ingo_horst 26.09.2017, 10:37
2. Da haben Sie wohl Yuan gemeint

Diese sollen jeweils 500.000 (Yuan), umgerechnet etwa 64.000 Euro, betragen

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08-15b 26.09.2017, 10:47
3. Whatsapp in China?

Nutzt eh kaum einer, versprochen.
Wechat ist vielleicht besser Überwachbar, aber vom Funktionsumfang einfach spürbar weiter.

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quark2@mailinator.com 26.09.2017, 10:47
4.

Tja, China schützt seine Bürger wenigstens vor ausländischer Spionage. Wär schön, wenn Europa das auch könnte. Ja, ich weiß, China spioniert natürlich selbst. Ich gehe aber davon aus, daß dies hierzulande unter bestimmten Umständen auch passiert und das zumindest die Verkehrsdaten auch permanent ausgewertet werden, damit man was hat, womit man arbeiten kann. Aber wieso müssen wir den USA alles geben ? Egal ob Windows, Android oder iOs, die ganzen Router, Suchmaschinen, Facebook, Twitter, Amazon, eBay, usw. ... alles geht über den großen Teich. Das hat strategische Ausmaße angenommen. Jeder Nachwuchspolitiker oder -manager ist mittlerweile transparent. Ich bin dagegen, das so weiterlaufen zu lassen, auch wenn es den Einzelnen teilweise die Bequemlichkeit kostet.

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frenchie3 26.09.2017, 10:50
5. Auch wenn die Strafen monetär

im Portokassenbereich sein mag - sie sind eine bewährte Maßnahme um nach zwei, drei Vorfällen beispielsweise eine Schließung wegen Wiederholungstaten zu rechtfertigen. China ist und bleibt eine Diktatur - und sie kommt auch uns immer näher

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frankfurtbeat 26.09.2017, 10:53
6. letztendlich ...

letztendlich war dies zu erwarten zumal verschlüsselte Daten (Text/Sprachpakete/pics) ausgetauscht werden können. Aber weder facebook noch whatsapp sind Dienste welche überlebenswichtig sind womit sich das Problem bei Zuckerberg ergibt - der Chinese findet einen nationalen Anbieter und gut ist ...

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permissiveactionlink 26.09.2017, 11:12
7. Auch eine Möglichkeit !

Mit der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gängiger Messenger, die nahezu alle inzwischen auch verschlüsselte Telefonate unterstützen, ist jede staatliche Kontrollinstanz überfordert. Die verwendeten Blockchiffren sind nicht knackbar, wenn überhaupt, dann nur theoretisch, praktisch jedoch nicht. Das gilt noch mehr für den Austausch der Spruchschlüssel mit asymmetrischen Verfahren. In China hat man sich deshalb offenbar entschlossen, diese Messenger, die den staatlichen Diensten keine Hintertüren zum Angriff auf die Verschlüsselung bieten, praktisch unbrauchbar zu machen. Hierzulande gibt es einen anderen Ansatz : (Hoffentlich) verdachtsabhängig wird Mobilfunkteilnehmern, die man verdächtigt, schwere Straftaten zu begehen oder zu planen, eine Spähsoftware auf das Smartphone geladen, die die gesamte Kommunikation im entschlüsselten oder noch nicht verschlüsselten Zustand abfängt und unbemerkt an die Ermittlungsbehörden weiterleitet. Da wird also nichts entschlüsselt, und auch ein Diebstahl der Schlüssel findet nicht statt. Stattdessen fängt man die Klartextinformation direkt ab. Mit (aussichtsloser !) Kryptanalyse muss sich dann diesbezüglich niemand mehr beschäftigen. Die erzwungene Verwendung eines Klarnamens verhindert oder reduziert zweifellos deutlich die Hassbotschaften und -kommentare und auch sicher das Angebot jugendgefährdender Fotos und Videos, einerseits. Andererseits wird es dadurch für Oppositionelle schwierig und gefährlich, Gedanken zu äußern, die den Vorgaben der Partei widersprechen. Es geht also weniger um den Schutz der User und der pluralistischen Umgangsformen, als um den Schutz der Macht der kommunistischen Partei. Man fürchtet die enorme "subversive" Kraft der freien Meinungsäußerung.

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modemhamster 26.09.2017, 11:14
8. WhatsApp ist in China eh nicht populär

Das chinesische WeChat hat eine vielfach höhere Marktdurchdringung, und ist auch wegen der Bezahlfunktion beliebt. Die Chinesen lassen sich scheinbar lieber von Landsleuten als von Amerikanern überwachen.

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go2dive 26.09.2017, 11:45
9. @ quark2@mailinator.com

Niemand zwingt die User Google, Facebook und andere US Firmen zu nutzen, da es genug deutsche/europäische Pendants gibt. Z.B. StudiVz hat aber gerade den Dienst eingestellt, da nahezu alle Mitglieder zu Facebook abgewandert sind. Und nun? Soll man Facebook verbieten? Jeder kennt die AGB von denen beim Eintritt und somit weiß er auch, welche Daten abgegriffen werden. Er gibt sie also freiwillig.

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