Forum: Netzwelt
Klage in den USA: Bose-App späht angeblich Hörverhalten der Kunden aus
REUTERS

Die Software hört mit: Bose will offenbar genau wissen, welche Lieder die Kunden hören. Ein Nutzer hat den Konzern nun verklagt und will für Kopfhörer-Käufer Schadenersatz in Millionenhöhe herausschlagen.

Seite 1 von 3
observerlbg 21.04.2017, 09:32
0. Und?

Welche App ruft denn nicht zu hause an? Meint der Kläger bei Bose mehr rausschlagen zu können, weil sich Bose nicht so gute Anwälte wie Apple, Google ect. leisten kann? Naja, man kanns ja mal versuchen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mantrid 21.04.2017, 09:36
1. Datengier fördert Handeslbilanzüberschuss

Wenn die Werbefritzen mit den Daten viel Geld verdienen und Produkte unter das Volk bringen können, müsste AmiLand doch einen gigantischen Handeslbilanzüberschuss haben! Hat es aber nicht. Ich will mich nicht ausspionieren lassen und verzichte deswegen nach Möglichkeit solche Produkte. So sorgt die Datengier dafür, dass ich einen Beitrag zum deutschen Handeslbilanzüberschuss leiste.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Volker_41 21.04.2017, 09:37
2. Schreck lass nach...

...woher sollen die Empfehlungen in der Musik-Software denn sonst stammen, die vermutlich die meisten Nutzer bereits dankend annehmen. Vielleicht sollte der Kläger sein eigenes Urteilsvermögen hinterfragen. Es gibt aber auch sehr wenige autarke Systeme am Markt, die ohne Bluetooth und WLAN funken. Da "hört" dann keiner mit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
huz6789 21.04.2017, 09:37
3. Wer Apps vertraut

Ich finde die Klage richtig und kann nur hoffen, dass Bose kräftig dafür bluten muss. Die Konzerne können und wollen sich der Versuchung des Datendiebstahls nicht entziehen. Als "Mehrwert" getarnte Spähsoftware wird für schamloses Ausspähen genutzt.

Wenn man im Freundes- oder Kollegenkreis darüber diskutiert, trifft man oft auf eine unglaubliche Sorglosigkeit. Man könnte auch sagen: Dummheit. Weil aus Bequemlichkeit vergessen wird, dass Wissen = Macht ist.

Aber die Leute werden auch weiter Bose kaufen. Weil`s cool ist - oder so was. Uns do geht das Unheil weiter und Grenzen gibt es kein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
keksguru 21.04.2017, 10:39
4. denen gehört das Herz rausgerissen....

wirklich, Bose produziert sehr teure und sehr gute Geräte und das auch mit hohen Gewinnspannen. Zur Querfinanzierung oder gar Subventionierung ist Bose nicht drauf angewiesen, Daten der Kunden weiterzuverkaufen, nein das ist eher die Gier noch das letzte Quentichen aus den Kunden herauszupressen was noch möglich ist. Anders als bei Alexa und Cortana ist dem Nutzer nicht bewußt daß er damit einen Teil seines Privatlebens veröffentlicht, und anders als etwa bei Einschaltquoten-Testern (die dafür Geld kriegen) versucht man das vom Bose-Kunden nebenbei abzuzweigen. Allerdings ist die Rechtsposition eines Kunden bezüglich der Privatsphäre in den USA deutlich schwächer als in Deutschland - hier ist eine Datenschutzinformation verbindlich vorgeschrieben. Andererseits ist die Lösung absolut simpel - der Bose Kopfhörer kann auch mit Bordmitteln benutzt werden, nur sind dann Zusatzfeatures wie Noise cancelling nicht schaltbar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
_konservativer 21.04.2017, 10:48
5.

Zitat von konstrukteur
die Art und Weise wie unser "Freunde" die Amerikaner , Profit auf Kosten deutscher Konzerne und Arbeitnehmer sowie Anteilseigner macht, ist unerträglich. Abgesehen davon das Google und Apple die Datensammlung und Weitergsbe zum Geschäftsmodell entwickelt .....
Ich verstehe Ihren Beitrag nicht. Er macht nur Sinn, wenn Sie davon ausgehen, dass Bose ein deutsches Unternehmen ist. Auch wenn der Name etwas anderes vermuten lässt, handelt es sich dennoch um ein US-Amerikanisches Unternehmen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mcbrayne 21.04.2017, 10:51
6. online activity

Es werden Daten über das "Gerät" und dessen Internet-Aktivitäten gesammelt. Das kann natürlich nur die Frequenz der Updates von Bose-App und Firmware der Kopfhörer/Lautsprecher sein - oder sehr viel mehr. Am Ende muss der Kläger erstmal nachweisen, dass tatsächlich Informationen zum Konsum von Inhalten oder andere nicht-technische Daten im Zusammenhang mit der App oder der Kopfhörer/Lautsprecher effektiv übermittelt wurden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Lauternjunge 21.04.2017, 10:53
7. @Konstrukteur

Bose ist in etwa so deutsch wie z.B. Apple oder Google!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Robeuten_II 21.04.2017, 11:17
8. was Bohse heißt, kling böse meist!

Zitat von observerlbg
Welche App ruft denn nicht zu hause an? Meint der Kläger bei Bose mehr rausschlagen zu können, weil sich Bose nicht so gute Anwälte wie Apple, Google ect. leisten kann? Naja, man kanns ja mal versuchen.
Öhem, wer sich ein wenig mit der unrühmlichen Geschichte von B. auseinandersetzt, weiß, daß die dreimal so viele Anwälte wie Entwicklungsingenieure beschäftigen, da die Lautsprecher auf vollkommen falschen Annahmen basieren, und von absolut minderster Qualität sind. (nein, bloß, weil z.B. ein Streichorchester keine Punktschallquelle ist, muß nicht der LS den Schall total diffus überall hin tröten; die Rauminformation wird nicht durch den LS "vor Ort" neu erzeugt - wie auch, ohne Information über den ursprüngliche Raum? - sonder ist mehr (Mehrkanal) oder weniger (Stereo) gut im Originalsignal kodiert, und sollte durch idealerweise Punktschallquellen wiedergegeben werden)
Die Qualität der Lärmunterdrückung hingegen ist ziemlich gut, wenngleich ich Maß-in-ears vorziehe, die noch besser dämpfen, ohne schon dafür Energie zu verbrauchen. Habe mich dennoch von den Dingern getrennt, da a) zu dumpf abgestimmt ("amerikanisch" halt) und b) ohne Akku nicht betreibbar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 3