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Lootboxen in Videospielen: Apple setzt ein Zeichen gegen Verkaufsmasche
Electronic Arts/ Sönke Siemens

Künftig müssen Entwickler angeben, wie groß die Gewinnchancen bei kostenpflichtigen Überraschungsboxen in iOS-Spielen sind. Damit kommt Apple Behörden zuvor, die solche Maschen strenger regulieren wollen.

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Onkel Drops 22.12.2017, 17:44
1. na dann nur nicht in die megabeworbenen F2P sehen...

bei F2P "free to play" ist "pay to be" das Erfolgsrezept schlecht hin! booster, in Games Lotterien, extra Boxen und was es sonst noch gibt. und dieses existiert seid Jahrzehnten. willkommen im schmuddeligen Internet, Verbraucher/Datenschutz in der Serengeti? mein Internetanbieter schützt mich mit 6mbit auch vor noch mehr Werbung, geschweige den stabilem Spielspaß online. 16mbit Lotto mit etwas Glück volle Leitung mit etwas Pech halt weniger.

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Bürger Icks 22.12.2017, 18:37
2. Apple sollte ein Zeichen

gegen sich selber setzen, zum Beispiel wegen der Leistungsbremse bei älteren iPhones. Oder wegen seiner Steuermoral.

Und nicht davon ablenken indem man sich um die ach so wichtigen Lootboxen in spy-Phone Spielen kümmert, alles ja nur zum Nutzen und Vorteil des Apple-Kunden, gelle?

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valmel 22.12.2017, 19:41
3. Verbraucher sind schuld

Die könnten ganz leicht Zeichen setzen, indem sie solche Abzockspiele einfach nicht kaufen würden. Aber ne, es steht ja Star Wars daruf, da kauft man und beschwert sich dann lieber...

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CobCom 22.12.2017, 22:35
4.

Zitat von valmel
Die könnten ganz leicht Zeichen setzen, indem sie solche Abzockspiele einfach nicht kaufen würden. Aber ne, es steht ja Star Wars daruf, da kauft man und beschwert sich dann lieber...
Gerade deshalb sollte es Transparenz geben. Dann kann man Pay2Win besser erkennen und vermeiden. Es gibt ja auch Spiele, wo diese Extra-Inhalte rein kosmetisch sind, ohne Einfluss auf das Spielgeschehen.
Ich will schon wissen, ob da lecker Pferd in meiner Game-Lasagne ist ;-)

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tommix68 23.12.2017, 08:03
5. @2: spyPhone

Soso... das iPhone ist also ein spyPhone? Und ganz sicher hast Du auch belege dafür? Lass mich raten: Du nutzt ein Android-Handy, und natürlich spioniert Google dich nicht aus, weil Du ja dein Handy gerootet hast, den Bootloader umgehst und immer das aktuellste LineageOS draufspielst... richtig?

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diekiste233 23.12.2017, 09:03
6. Abwarten

Ich finde es etwas voreilig, davon zu sprechen, dass Apple "ein Zeichen setzt", denn es bleibt abzuwarten, ob Apple überhaupt auch nur einen Finger krumm macht, um diesen Passus praktisch umzusetzen. Es könnte sich hier nämlich nur um eine juristische Absicherung handeln, so nach dem Motto: "Wir sind nicht mehr verantwortlich, steht ja in der Vereinbarung und wenn Apps dagegen verstoßen, ist das nicht unsere Schuld!".

Außerdem kommt Apple auch nicht wirklich den Behörden zuvor, weil China schon vor einigen Monaten die Offenlegung der Gewinnchancen verpflichtend gemacht hat.

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Ralf Grim 23.12.2017, 10:37
7. Erstaunlich, dass die Politik nicht reagiert.

"Laut dem Hersteller handelt es sich aber nicht um Glücksspiel, da der Erfolg der Spieler nicht davon abhängig sei, sich Lootboxen zu kaufen."
Vom Besuch im Spielcasino stirbt man auch nicht.
Apple verhindert damit nichts. Es muss lediglich die Chancen auf Gewinn angegeben werden.
Ganz einfach:
Alle Titel mit entsprechenden Inhalten eine Altersfreigabe ab 18 vergeben und Gesetzgebung bezüglich der Definition "Glückspiel" nachbessern.

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St.Baphomet 23.12.2017, 10:47
8. Was Erwachsene tun

ist deren Sache.
Aber Kinder und Jugendliche in dieser Form abzuzocken ist einfach nur schäbig von den Herstellern dieser "Spiele".
Wie kontrollieren diese denn in der Realität den Jugendschutz?

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grabredner 23.12.2017, 12:30
9. Das erinnert mich …

… an einen Kunden den ich als Verkäufer in einem freien Apple-Laden mal hatte. Er wollte wissen warum auf seiner Kreditkartenabrechnung eine Abbuchung von 480 Euro von Apple erschienen ist. Und er erinnert sich, dass einen Monat zuvor schon mal fast 300 Euro abgebucht wurden. Er hat genügend Geld, das ist nicht das Problem. Aber er wollte wissen wofür das sei. Wir haben dann gemeinsam seinen Account bei Apple angesehen (Apple-ID) und dort auf die hinterlegten Rechnungen geschaut. Ein Spiel, das "In-App-Käufe" anbot hatte abgebucht. Ich erklärte ihm was In-App-Käufe sei, und ob er das Spiel kenne? Der Kunde sagte, sein Sohn spiele das, und er nutzt die Apple-ID von ihm. Ich schlug ihm vor die Zahlungsmethode von "Kreditkarte" auf "keine" zu setzen, dem Jungen App-Store-Gutscheine zu geben, und eine Familienfreigabe einzurichten. Er ist dann mit ein paar Gutscheinkarten a 25 Euro, und einer eingerichteten Familienfreigabe zu einem Gespräch mit seinem Sohn nach Hause gegangen.
Ich kann gut verstehen warum Spielehersteller sich weitere Einnahmequellen in Spielen ausdenken: Weil sie funktionieren. Aber es bleibt einem immer noch selber überlassen ob er sie nutzt oder zulässt.
Meine Tochter muss via Familienfreigabe jede App von mir genehmigen lassen. Ich bin extrem großzügig mit den Freigaben. Ich lasse sie auch schon mal unangenehme Erfahrungen sammeln. Bisher musste ich selten Apps ablehnen, aber dann immer mit einer Begründung. Und ich lasse niemals In-App-Käufe zu. Das war von vorne herein klar. Ausser eine App ist eine Demoversion, und wird durch einen in-App-Kauf freigeschaltet.

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