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Marktbeherrschende Stellung: Bundeskartellamt will Facebooks Daten-Sammlung eindämmen
imago/ Becker&Bredel

Facebook missbrauche seine marktbeherrschende Stellung und muss das Sammeln von Nutzerdaten über andere Dienste und Seiten ändern. Das hat das Bundeskartellamt entschieden. Das Unternehmen will sich juristisch wehren.

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multimusicman 07.02.2019, 10:35
1. Zeit wird es !

Und es ist klar, dass diese Datenkrake sich mit allen Mitteln wehrt, dass es eingeschränkt wird das Mitteilungsbedürfnis vieler Menschen zu so viel Geld wie möglich zu machen.
Dessen Zenith ist längst überschritten.
Der Konzern gehört zerschlagen.

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sven2016 07.02.2019, 10:46
2. Facebook hat vor der Übernahme

von Instagram und WhatsApp von sich aus zugesagt, die Benutzerdaten nicht zusammenzuführen.

Aber nie beabsichtigt, das einzuhalten und kurz danach die Daten konsolidiert.

Selber Schuld, wenn man sich für unangreifbar hält.

Die Wahlmöglichkeit ist sicher richtig, auch wenn der Nutzerkreis bestimmt kaum Interesse an Datenschutz haben dürfte.

Facebook nutzen vorwiegend die RTL2-Nutzer heute noch. Denen ist Alles egal, Hauptsache Aufmerksamkeit erregen.

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alfredo24 07.02.2019, 10:54
3. Teurer Unsinn.

Auch noch das Bundeskartellamt macht die Nutzungsbedingungen bzw. Datenschutzrichtlinien immer noch größer und noch komplizierter und wird deshalb immer weniger gelesen. Wer soll denn das noch lesen und verstehen. Die Menschen, die Facebook wirklich nutzen wollen, erkennen alles an, ob unser Bundeskartellamt noch mehr Vorschriften einbaut oder nicht. Allen Beteiligten (Facebook und Nutzer) bringt es nichts. Es verursacht nur Kosten, die am Ende jeder bezahlen muss. Bezahlen muss es jeder, weil hier wieder Kosten entstehen und irgendwie wieder verdient werden müssen. So möchte beispielsweise ein deutsches Unternehmen auf Facebook werben. Facebook muss durch die höheren Kosten, durch unser Bundeskartellamt, mehr für die Werbung verlangen. Unser deutsches Unternehmen, das auf Facebook wirbt, hat höhere Kosten. Die höheren Kosten durch die Werbung des deutschen Unternehmens müssen diese zusätzlichen Kosten wieder verdienen. Wir, die Kunden, müssen deshalb für das Produkt, welches das deutsche Unternehmen anbietet, mehr bezahlen. Somit bezahlen wir für alle unsinnigen kostenverursachenden Aufwendungen. Die Politik mit ihren Organen hat offenbar Spaß daran und rechtfertigt so ihr berufliches Dasein.

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pulverkurt 07.02.2019, 11:02
4. Re: Zeit wird es

Zitat von multimusicman
Und es ist klar, dass diese Datenkrake sich mit allen Mitteln wehrt, dass es eingeschränkt wird das Mitteilungsbedürfnis vieler Menschen zu so viel Geld wie möglich zu machen. Dessen Zenith ist längst überschritten. Der Konzern gehört zerschlagen.
Was Sie hier über Facebook schreiben wird Facebook sich merken. Und Ihrer Person zuordnen können, falls das nicht jetzt schon geschehen ist. Was Facebook dann mit dieser Information anstellt ist eine andere Frage.

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kenzino 07.02.2019, 11:02
5. Haha!

"Die Entscheidung des Bundeskartellamts aber wendet das Wettbewerbsrecht in verfehlter Weise an, indem es Sonderanforderungen aufstellt, die nur für ein einziges Unternehmen gelten sollen." - Äh, hallo Facebook, jemand zu Hause? Genau das ist eine wichtige Aufgabe des Kartellamts im Umgang mit Monopolisten.

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foerster.chriss 07.02.2019, 11:07
6. Haha, selten so gelacht. Ich schmeiß mich weg.

Das wird in ein Update über den App-Store kurz verpackt: "Stimmen Sie den neuen Nutzungsbedingungen zu?", und dann kommt ein 30 seitiges Dokument zum Weiterlesen, die Nutzer lesen so was eh nicht. Die würden darüber auch ihrer eigenen Hinrichtung zustimmen. Wenn jemand es tatsächlich liest, und widerspricht, kann der Nutzer eben nicht mehr Instagram oder WhatsApp nutzen.

Es müsste ein klares Opt-in-Verfahren geben, ohne irgendwelche Sanktionen in irgendeiner Form.
Es müsste in wenigen Zeilen klar sein, worum es geht.
Man müsste dem jederzeit widersprechen können und man müsste die Nutzer einmal jährlich darüber informieren, wo und wann ihre Daten verwendet werden, und sie um eine weitere Zustimmung bitte, ohne irgendwelche Sanktionen in irgendeiner Form.
Und bei bestimmten Diensten, die besonders verbreitet sind, sollte es schlicht verboten werden. Genauso wie Facebook niemals Instagram oder WhatsApp hätte übernehmen dürfen.

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dr_gb 07.02.2019, 11:12
7. FB kann nicht streng genug kontrolliert werden.

Argumentation dafür, FB ohne Wenn und Aber bis ins Detail zu kontrollieren hat FB überzeugend öffentlich selbst präsentiert mit hinreichend schwerwiegenden Verfehlungen.
Wenngleich das Gute wohl ist, dass reichlich Juristen ernährt werden so, von FB.
Allerdings weniger amüsant ist -- erst nicht zu unterschätzen -- die System-imanente Gefahr in und durch FB. Auch bereits mehr hinreichend expliziert worden.

Jedes einzelne "Update" von FB müsste durch eine forensische IT.
Goo und FB 'tun' sich da nichts, beide gleichermaßen nicht vertrauenswürdig.

Es wird irgendwann einmal Realtität werden, das mit dem vollständigen Re-Engineering bzw Source-Code-Leaking (M$oft kann diesbezüglich über eigene Erfahrungen aus den 90'igern berichten). In App-Codes wird dann manifestiert sein, was denn dann wohl leider auch juristisch zu spät als historischer Rückblick auf ein fatales Versagen gegenüber zu Informations-gierigen und Massen-Manipulation-fördernden Methoden und Techniken in Händen extrem fragwürdiger Figuren übrig bleibt.

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econogy 07.02.2019, 11:16
8. Die Lösung

drängt sich doch auf:
"Daraus ergibt sich die Frage, ob Facebook missbräuchlich handelt, indem die Firma Nutzer vor die Wahl stellt, die Datensammlung auch über Drittquellen zu akzeptieren, oder auf die Nutzung des marktbeherrschenden Dienstes zu verzichten."
Dies beschreibt ein wirtschaftliches Tauschgeschäft, das üblicherweise (gesetzlich!) umsatzsteuerpflichtig ist.
Tauschgeschäfte werden üblicherweise vom FinA geschätzt, das kann man anhand der bekannten Werbe-Umsätze der Portale wie Facebook, Twitter etc und rechnet das auf den Nutzer pro Monat um.
Die daraus errechnete Umsatz- bzw. Mehrwertsteuer wird pauschaliert und mit der Providerrechnung des Internet-Zugangs vom Nutzer, der ja den Nutzungsvorteil hat, eingezogen.
Wegen der in der Pauschalierung liegenden Vermutung muß der Nutzer den Gegenbeweis führen können, indem er eine Bescheinigung der relevanten Portale darüber beibringt, dass er dort keine Daten zur Verfügung stellt, -um dann eine Steuererstattung zu bekommen. Zu einer solchen Bescheiniging ist der Portalanbieter zu verpflichten.
Die Nutzer werden dann erheblichen Druck ausüben, dem die Betreiber nicht werden ausweichen können.
Die Portalbetreiber dürften daraus verpflichtet sein, den Umfang der Datennutzung offenzulegen.
Es werden sich neue Möglichkeiten und auch neue Märkte eröffnen zB für Anbieter, die ohne die Datenverwertung auskommen.
Dem Nutzer wird die wirtschaftliche Bedeutung seiner Nutzung deutlich werden und sich bewußter entscheiden, es wird ihm klar werden, dass er sich nicht in einem Gratisumfeld bewegt und er seine Daten zur Bezahlung preisgibt.
Die Annahme, in der Gegenleistungsvereinbarung liege der Mißbrauch einer marktbeherrschenden Stellung, ist dagegen ein fraglicher Vorstoß.

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christoph_schlobies 07.02.2019, 11:20
9.

Das wurde aber Zeit .Zu Google möchte ich auf die maps aufmerksam machen.Es ist fast nicht möglich ,zu anderen Karten zu gelangen-man landet fAST immer bei google-maps -und die sind tw regelrecht unbrauchbar.So sind oft Bus- oder Bahnlinien nicht eingezeichnet -dazu wird mit einem so mattem Grau gearbeitet,dass man kaum etwas erkennen kann.-
Es ist mE offensichtlich,wie hier der Wettbewerb fast völlig unterdrückt wird.

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