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Medien in Trump-Zeiten: Berichterstattung und Haltung kann man nicht trennen
MICHAEL REYNOLDS/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Donald Trumps Handeln ist absurdes Theater. Medien berichten darüber aber oft, als sei es ernstzunehmendes politisches Gebaren. Dabei kann man über manche Dinge nicht neutral und objektiv berichten.

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lokisflatmate 18.07.2018, 15:22
1. Danke.

Mich frustriert es schon seit Beginn dieser "Präsidentschaft", dass von den Medien - selbst den Trump-kritischen - zu wenig bzw. garnkein Klartext geredet wird. Die Normalisierung dieses Zustands wird damit selbst von Trump-Gegner unterstützt.

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tuckfrump 18.07.2018, 15:31
2. Dankeschön

Super Beitrag! Kann dem Ganzen nur zustimmen. Absolut unverständlich, wie einer der mächtigsten Männer der Welt so dreist und offensichtlich lügen kann und die Menschen das einfach so hinnehmen.
Finde die Wortwahl in dem Artikel erfrischend ehrlich, bitte mehr davon!

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cat69 18.07.2018, 15:31
3. Vorgefasst und eigentlich egal

Donal Trump wurde gewählt wie er ist und was er in die Welt posaunte. Das setzt er nun auf seine Weise um. Die täglichen Empörungen sind überflüssig. Impeachment funktioniert nicht in Deutschland.

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scoopx 18.07.2018, 15:31
4. Waiting for Donold

Samuel Beckett würde sich freuen, daß seine Welt in die sogenannte Realität getreten ist. Was ist das für eine Realität? Die Medienrealität. Es gibt noch einen Schriftsteller, der sich einen Ast lachen würde, nämlich Evelyn Waugh, von dessen Romantitel "Scoop" mein Nick abgeleitet ist. Noch dazu heißt Putin Wladimir mit Vornamen, aber Trump leider nicht Estragon. Also warten wir auf Donold.

Absichtlich absurd ist der politische Ableger der Satirezeitschrift "Titanic", die "Partei". Sie hat dieser Tage ein Tshirt herausgebracht mit der dreizeilige Aufschrift "Truck Fonald Dump".

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held_der_arbeit! 18.07.2018, 15:38
5. D'accord

Sie haben gut zusammengefasst, was mich schon seit Trumps Amtseinführung an der Berichterstattung stört. Sie normalisiert - scheinbar zwangsläufig - sein Verhalten, und sei es auch noch so dreist oder absurd. Am Käsemondbeispiel wird das besonders schön deutlich. Wenn Trump lügt muss man das auch so benennen und nicht als "alternative Fakten" adeln

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Filsbachlerche 18.07.2018, 15:40
6. Käsemond-Satire

Herr Lobo, Ihre "Käsemond"-Satire bringt es auf den Punkt.

Verantwortungsvoller Journalismus darf sich nicht hinter Verniedlichungen verstecken. Man muß die Dinge beim Namen benennen.

Sie tun es mit überdeutlichen Worten und das ist auch angebracht.
Herzlichen Dank dafür!

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peter-mich.schmidt 18.07.2018, 15:42
7. Genial klar

Was für ein gescheiter, kritischer Kommentar! Es ist großartig, in diesen Zeiten einmal Klartext zu lesen. Wir alle müssen Position beziehen gegen Lügen, Verdrehungen und anderen Schwachsinn der Populisten vom Schlage Trump, Seehofer und Gauland. Rechtspopulisten und Rechtsextremisten missverstehen unsere liberale Demokratie bewusst als Schwäche, in der man fröhlich alles verdrehen kann. Klare Kante, klare Worte und klare Haltung können helfen.

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Elrond 18.07.2018, 15:43
8. Vielen Dank Herr Lobo für diesen Artikel

Wouldgate oder Wouldn´tgate ist längst präsent und man darf nicht aufhören, das gravierende, beispiellose Fehlverhalten dieses Präsidenten deutlich zu benennen. Seit Helsinki ist für mich der Gipfel des Unerträglichen erreicht. Solche Verhaltensweisen darf man keinem Politiker, keiner Politikerin durchgehen lassen. Das darf nicht ohne Folgen bleiben. Der Versuch, Normalität herzustellen, wo man keine Normalität mehr herstellt werden kann, ist das, was ich bislang so nicht benennen konnte. Deswegen herzlichen Dank für diesen Bericht. Alle Relativierungsversuche haben nur eins zum Ziel, das Verhalten dieses Präsidenten als "normal" zu bezeichnen. Es ist aber bisher nie dagewesen, desaströs, zerstörerisch, verräterisch, absurd, eines Präsidenten nicht würdig.

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k.k.laake 18.07.2018, 15:46
9. Zustimmung

Es stimmt echt. Als ich Trumps Statement gelesen habe, es sei ein Versprecher gewesen musste ich lachen. So unverfroren kann man doch nicht sein. Ich habe erwartet, dass die Medien ihn in Stücke reissen. Statt dessen wird das einfach so hingenommen. Trump kann tun und lassen was er will und die Medien berichten darüber als sei so ein Verhalten völlig normal.
Leider verhalten sich unsere Politiker dann auch genau so.
Wie Untertanen.

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