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Musik am Arbeitsplatz: Zehn Klangwelten für mehr Produktivität
t3n

Musik am Arbeitsplatz erhöht die Produktivität - versprechen diverse Online-Dienste. Das Magazin "t3n" hat zehn Angebote ausprobiert, die Naturgeräusche, Kaffeehaus-Atmosphäre und spezielle Entspannungsmusik anbieten.

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visitor_2007 22.11.2015, 10:43
1. Die Spreu und der Weizen..

Wenn ich etwas hochkonzentriert erledigen will oder muß, ist genau diese Aktivität dominierend - alles Drumherum lenkt ab und beeinträchtigt den Fokus.

Wenn jemand nun meint, mit Musik gelänge diese Leistung besser, dann hat sie/er wohl noch nie in diesem Modus gearbeitet.

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Alter Freiheitler 22.11.2015, 11:16
2. Kaffehaus-Geraeusche

Man sollte das ganze Privatleben als Klangkulisse anbieten, dann muessten die Sklaven garnicht mehr nach hause und koennten die Produktivitaet ins Unermessliche steigern. Noch mehr Autos, Smartphones, Espressomaschinen und Klamotten...kein Wunder, das eine deutsche Zeitung den IS als d i e Jugendrevolte beschreibt.

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eelay 22.11.2015, 11:19
3.

Ich weiß ja nicht wo sie arbeiten aber in meinem Großraumbüro kann ich mit Musik wesentlich besser konzentrieren als ohne. Mit der richtigen Musik.
Nicht jeder hat absolute Stille zur Verfügung beim arbeiten.

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salomohn 22.11.2015, 11:40
4. Raumakustik

Der positive Effekt dieser Hintergrundbeschallung beruht nicht so sehr auf der Qualität der Soundfiles oder dem Geschmack des Hörers. Die Regen-oder Kaffeehausgeräusche senken die Sprachverständlichkeit. Man hört die Umgebung somit nicht mehr differenziert, sondern als diffusen Klangteppich. Das steigert die Konzentrationsfähigkeit. Nennt man im Fachjargon auch "Soundmasking". Die "Webworker" und zahlreichen Drehbuchschreiber, die mit ihren Macs bei Starbucks und Co. herumsitzen, suchen wohl eher die Aufmerksamkeit anderer Gäste. Das hat vermutlich nicht viel mit der Akustik zu tun.

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suelzer 22.11.2015, 11:50
5.

@ Beitrag 1: Das ist alles Gewohnheitssache. Fahren Sie mal nach China: da kreischt immer volle Lautstärke ein Radio oder ein TV-Gerät, und anstatt es leiser zu drehen, wird es über brüllt, wenn fünf Leute gleichzeitig telefonieren und vier andere sich gegenseitig über schreien. Und von der Straße der Lärm von Hunderten Zweittakt-Motorrollern. Und die Leute können trotzdem produktiv arbeiten und sich auf das Wesentliche fokussieren.

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Chaosfee 22.11.2015, 12:15
6.

Zitat von salomohn
Der positive Effekt dieser Hintergrundbeschallung beruht nicht so sehr auf der Qualität der Soundfiles oder dem Geschmack des Hörers. Die Regen-oder Kaffeehausgeräusche senken die Sprachverständlichkeit. Man hört die Umgebung somit nicht mehr differenziert, sondern als diffusen Klangteppich. Das steigert die Konzentrationsfähigkeit. Nennt man im Fachjargon auch "Soundmasking". Die "Webworker" und zahlreichen Drehbuchschreiber, die mit ihren Macs bei Starbucks und Co. herumsitzen, suchen wohl eher die Aufmerksamkeit anderer Gäste. Das hat vermutlich nicht viel mit der Akustik zu tun.
So etwas ähnliches erlebe ich auch. Ich kann am besten bei Regenwetter arbeiten.
Auch leise Intrumentalmusik wirkt für mich anregend. Totale Stille wiederum halte ich nur wenige Stunden aus, zumal diese Stille oft mit plötzlichen Geräuschen wie Telefonaten, Gesprächen und Straßenlärm gestört wird. Dann lieber einen leichten permanenten Klangteppich, der einen Teil der Umgebungsgeräusche filtert.

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yournamehere 22.11.2015, 13:03
7.

Noisli buggt bei mir rum: Sounds werden nicht abgespielt obwohl ausgewählt oder sind abgehackt. Als Alternative empfehle ich http://naturesoundsfor.me

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Furchensumpf 22.11.2015, 13:43
8.

Zitat von visitor_2007
Wenn ich etwas hochkonzentriert erledigen will oder muß, ist genau diese Aktivität dominierend - alles Drumherum lenkt ab und beeinträchtigt den Fokus. Wenn jemand nun meint, mit Musik gelänge diese Leistung besser, dann hat sie/er wohl noch nie in diesem Modus gearbeitet.
Wie schön dass Sie für mich wissen womit / in welchem Modus ich am besten arbeiten kann.

Kleiner Tipp: Nicht von sich auf andere schließen!

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albert schulz 22.11.2015, 18:20
9. so ist es wohl

Zitat von visitor_2007
Wenn ich etwas hochkonzentriert erledigen will oder muß, ist genau diese Aktivität dominierend - alles Drumherum lenkt ab und beeinträchtigt den Fokus. Wenn jemand nun meint, mit Musik gelänge diese Leistung besser, dann hat sie/er wohl noch nie in diesem Modus gearbeitet.
Ich habe zahlreiche Büros kennengelernt, in denen irgendeine leise Hintergrundmusik spielte. In diesen Büros waren Routinearbeiten die Regel, die Langeweile regierte. Außerdem scheint das Proletariat die Musikbeschallung als pädagogische Dauerberieselung einzusetzen, damit die armen Kinderchen sich nicht allein und verlassen vorkommen. Lärm ist also gewohnter Lebensbestandteil für diese Herzchen.

Mich stört es, wie das Gedudel auf Weihnachtsmärkten oder in Kaufhäusern, ich brauche es nicht, zumindest sehe ich nicht den geringsten positiven Effekt. Natürlich kann ich auch einen Preßlufthammer direkt neben mir gedanklich ausschalten, aber das kostet mich Kraft und ich sehe nicht den geringsten Sinn darin. Konzentriert arbeitende Wissenschaftler oder leitende Angestellte habe ich jedenfalls noch nie beim Hören von Dudelmusik gleichweder Provenienz beobachten dürfen, auch nicht bei klassischer Musik, die zusätzlich eine gewisse Konzentration erzwingt, was Schlagertexte nicht tun, egal ob sie verständlich sind oder nicht.

Ich könnte wetten, daß jeder vor einem Arbeitsgericht Recht bekommt, der diese Form der Unterhaltung als psychischen Terror abgestellt wissen will, zumindest hierzulande.

Ich gehe übrigens gern nach dem Einkaufen zwei Bierchen trinken, und in den Kneipen läuft immer mehr oder weniger geschmackvolle Schlagermusik. Es gibt eine ganz klar definierbare Lautstärke, ab der diese Hintergrundbeschallung auch freizeitlich als unangenehm empfunden wird, egal wie harmonisch sie ist, mal abgesehen von den Gesprächsamplituden, wobei ich gern zugebe, daß es Stücke gibt, die ich nur mit Kopfhörer genießen kann, um nicht das ganze Stadtviertel auf die Barrikaden zu zwingen, die Sechste von Beethoven etwa oder den Red River Rock. Dabei pflege ich aber nicht zu arbeiten, geschweige denn zu denken.

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