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Nach Wahlsoftware-Debakel: Aktivisten fordern Transparenz bei staatlicher Software

CC BY-SA 2.0 fsfe.org IT-Sicherheitsexperten haben schwere Lücken in einer Wahlsoftware für die Bundestagswahl gefunden. 26 Organisationen fordern nun, dass der Staat etwas radikal ändert.

Moewi 13.09.2017, 12:36
1.

Die einzige Aussage, die der "Wahlsoftware bei der Bundestagswahl"-Grafik entnommen werden kann, ist, dass sie in ALLEN Wahlkreisen zum Einsatz kommt. Vergleicht man NRW (tiefblau, 64 Wahlkreise) und Bremen (hellblau, 2 Wahlkreise) als Extrema mit der Anzahl der überhaupt zur Verfügung stehenden Wahlkreise, so ergibt sich das nur mässig überraschende Bild von NRW mit 64 und Bremen mit 2 Wahlkreisen. Alle anderen Bundesländer sind ebenfalls lediglich entsprechend der Anzahl ihrer Wahlkreise eingefärbt. Aber wo liegt dann der Informationsgehalt?

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grommeck 13.09.2017, 12:53
2. Dieser Staat und transparent - schon lustig!

Im Zeitalter der absoluten Kontrolle und möglichen Bezpitzelung der Bürger unter dem Deckmantel der s.g. Terrorabwehr soll der Staat Transparenz zeigen? Gleichzeitig werden an die PCs der Bürger Viren verteilt, Informationen aus Meldeämtern an Konzerne verschachert usw. usw. Wie naiv einige Menschen doch immer noch sind....

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Geographus 13.09.2017, 14:02
3. ...

"Security by Obscurity" ist eben in den aller seltensten Fällen eine gute Idee.

Meist hat dies zum Hintergrund das man entweder verschleiern will, wie unausgereift eine Software in Wahrheit ist und das man dafür auch noch das Geld der Kunden/Steuerzahler verschwendet hat, oder man will dadurch eingebaute Hintertüren vor der Entdeckung bewahren.

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Hans58 13.09.2017, 14:14
4.

Ich finde die Forderung gut.
Dann können endlich auch die Hobby-Hacker und sonstige nicht so versierte IT-Bgeisterte noch mehr Unfug anstellen.

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Georg_Alexander 13.09.2017, 15:18
5. Warum die Ironie?

Zitat von Hans58
Ich finde die Forderung gut. Dann können endlich auch die Hobby-Hacker und sonstige nicht so versierte IT-Bgeisterte noch mehr Unfug anstellen.
Dass gerade Transparenz und die Offenlegung des Quellcodes ein Sicherheitsgewinn ist, ist doch nach kurzer Überlegung verständlich, oder nicht?
Dass ein Programm auch genau dasjenige ist, welches es vorgibt zu sein, ist technisch bereits umgesetzt. Wer also misstrauisch ist, könnte den veröffentlichten Quellcode einfach nachvollziehen und darauf vertrauen, dass die Algorithmen genau so im Programm hinterlegt sind.
Je simpler der Code, je transparenter die Kommunikationswege, desto schwieriger wird es für Manipulatoren, dem 'einfachen Bürger' ein X für ein U vorzumachen. Das ist schließlich der Vorteil von dem System Pappwahlkabine mit Bleistift und Zettel, sowie Pappurne und öffentlicher Zählung der Zettel.
Wenn ein technisches Hilfsmittel bei der Wahl diese Transparenz gewährt, könnte ich Vertrauen gewinnen - aber soweit ist es leider noch nicht.

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hman2 13.09.2017, 15:37
6.

Zitat von Hans58
Ich finde die Forderung gut. Dann können endlich auch die Hobby-Hacker und sonstige nicht so versierte IT-Bgeisterte noch mehr Unfug anstellen.
Eine Software, die schon von Hobby-Hackern und "nicht so versierten IT-Bgeisterten" gehackt werden kann, ist Schrott und gehört entsorgt und nicht eingesetzt!

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Hans58 14.09.2017, 12:38
7.

Zitat von Georg_Alexander
Dass gerade Transparenz und die Offenlegung des Quellcodes ein Sicherheitsgewinn ist, ist doch nach kurzer Überlegung verständlich, oder nicht?
Auch nach langer Überlegung nicht verständlich..... andernfalls hätte ich meinen Beitrag nicht geschrieben.....

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Hans58 14.09.2017, 12:39
8.

Zitat von hman2
Eine Software, die schon von Hobby-Hackern und "nicht so versierten IT-Bgeisterten" gehackt werden kann, ist Schrott und gehört entsorgt und nicht eingesetzt!
Ja, von der Sorte Software soll es bereits welche geben.....

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