Forum: Netzwelt
Netzpolitik im Wahlprogramm: Das Dauertrauerspiel
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Was Union und SPD netzpolitisch für nach der Wahl versprechen, klingt zum Teil ganz gut. Nur steht vieles im krassen Gegensatz zu dem, was die Regierungsparteien in den letzten vier Jahren gemacht haben.

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urbanism 26.07.2017, 16:04
1. Hütchenspieler Mentalität

Wahrscheinlich lassen sich diese Auffälligkeiten auch beliebig auf das übrige Wahlprogramm anwenden. Das Wahlprogramm ist schon lange keine "to do" Liste mehr für die etablierten Parteien, sondern eher eine Hütchenspieler Mentalität, bei dem Augenscheinlich der Wähler der Gewinner ist, dieser am Ende aber doch die Zeche zahlt!! Hauptsache man weiterhin seinen Einflussreichen Posten im Bundestag, nur das zählt für die meisten Politiker!!

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aysnvaust 26.07.2017, 16:05
2. Ist eine leider zutreffende Zustandsaufnahme...

...und daran wird sich auch nichts ändern, solange diese verschnarchte Generation am politischen Ruder bleibt. Die nachfolgende Generation (der auch ich angehöre), hat das Thema auch nicht zur Genüge durchdrungen und auch gar kein Interesse daran. Die auf uns folgende Generation ist insgesamt politisch komplett desinteressiert, wird da also auch nichts reißen. Mal sehen, wie unsere Enkel so drauf sind...

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Spiegelsicher 26.07.2017, 16:07
3. Ich finde das gut und wichtig, ...

... dass Lobo und SPON sich so engagiert für offene, transparente und verifizierbare Meinungsbildungsprozesse einsetzen. Es zeigt, dass hier in Deutschland nichts verschleiert und verdreht wird. Das ist gut so, alles andere wäre ja auch Finis Germaniae. Danke dafür!

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mac4me 26.07.2017, 16:09
4. Dieser Satz hat das Potenzial...

...zu meiner Signatur zu werden: "Wer falsche Statistiken in sein Regierungsprogramm schreibt, der macht einer von mir ausgedachten Untersuchung zufolge zu 72,9 Prozent auch falsche Politik."

Gefühlt zu 100 %, lieber Sascha Lobo.

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philipkdi 26.07.2017, 16:29
5. Wahlprogramme von heute...

...sind das Altpapier von morgen. Liest eh keiner, den Mist. Passend: Studie von Bertelsmann: 30% der Deutschen vertreten moderat populistische Positionen. Da fehlt der Satz ....und 100% der Parteien ebenfalls. Schade um die Druckerfarbe.

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spon_3627094 26.07.2017, 16:37
6. Faulheit!

Der Ausbau der digitalen Infrastruktur, die gesetzgeberische Durchdringung der virtuellen Welt, insbesondere die Weiterentwicklung des Rechtes auf Privatsphäre und des Datenschutzes sind Themenfelder, die von der bundesdeutschen Politik seit vielen Jahren schlicht ignoriert werden. Herr Lobo hats durch Aufzählung der merkelschen Lippenbekenntnisse eindrucksvoll belegt. Und weder in den zuständigen Ministerien, noch im Bundestag tut sich irgend etwas. Statt dessen gähnende Leere im Bundestag. Bis auf so'n paar Abstimmungsstatisten alle auf Urlaub. Auf Staatskosten. Auf Kosten der Steuerzahler. Auf unser aller Kosten. Und vor allem auf Kosten unserer gesellschaftlich dringend erforderlichen Entwicklung.

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triggero 26.07.2017, 16:37
7. toller Artikel

sehr gut recherchiert und gute Beispiele - verdeutlicht die Ohnmacht gegenüber nicht gehaltenen Wahlversprechen leider sehr gut.

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Margaretefan 26.07.2017, 17:06
8. Lieber...

... Sascha Lobo, dafür, dass das Ihr Kernthema ist, finde ich Ihre dieswöchige Kolumne sehr zurückhaltend. Irgendwie schade.

Als ich im Frühjahr quer durchs nicht sehr besiedelten Andalusien fuhr, fiel mir auf, dass ich nur ganz selten Mal kein LTE zur Verfügung hatte. Fahre ich quer durchs Recht dichtbesiedelte Deutschland, sieht's eher umgekehrt aus.
Und nun wollen die sogenannten Volksparteien die Bürger bis ins Jahr 2025 vertrösten und das auch noch positiv verkaufen...

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qwertreiber 26.07.2017, 17:17
9. Etwas flach

Naja, das geht besser, Herr Lobo. Das Niveau von Recherche und Darstellung passt sich dem der politischen Pamphlete an. Einfach nur Wahlprogramme auf so eine Art hin per STRG+F zu durchsuchen, ist vielleicht ein bißchen platt. Die Kniebeuge, die relevanten politischen Grundsatzpapiere dazu zu nehmen, war wohl zu mühsam? Oder stand da so viel Gutes drin, dass es den Artikel nicht mehr wert gewesen wäre. Und ja, noch viel zu tun, aber auch bitte journalistisch auf anderem Niveau.

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