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Neuseeland: Kim Dotcom scheitert mit Berufungsantrag gegen Auslieferung an die USA
AFP

Kim Dotcom hat eine juristische Schlappe erlitten. Ein neuseeländisches Berufungsgericht bestätigte: Der 44-Jährige darf an die USA ausgeliefert werden. Der Internetunternehmer will die Entscheidung anfechten.

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oschn 05.07.2018, 08:46
1. Segelturn nach Deutschland

Zum Glück gibt es eine durchgehende Seeverbindung von NZ nach D. So könnte er vielleicht auf deutschen Boden fliehen und wäre zumindest freier, als in einem US-Knast.

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observerlbg 05.07.2018, 08:50
2. Vorsicht!

Neuseeland wandelt auf dünnen Eis bezüglich guter Beziehungen zur USA. Das sitzt gerade ein Präsident, der empfindlich reagiert, wenn die Interessen der USA nicht hinreichend gewürdigt werde. Aber mal grundsätzlich: wer macht solche Dealer wie Kim Schmitz eigentlich zu Millionäre? Ja, das Internet ist ja so herrlich anonym, da übernehmen wir ja keinerlei Verantwortung mehr.

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amertexos 05.07.2018, 09:03
3. Das Ende eines Selbstdarstellers?

Der 2x fach in der BRD vorbestrafte Kim Schmitz Dotcom hat das große Glück, dass er ( noch) über finanzielle Mittel verfügt, um sich nochmals gegen die drohende Auslieferung zu wehren. Jedoch sieht es so aus, als wäre sein Fluchtweg nun zu Ende, da die Beschwerde vor dem obersten Court Neuseelands keine neuen Erkenntnisse zum Fall bringen werden, sonst wären diese schon von Kim vorgetragen worden. Also können nur nachgewiesene Verfahrensfehler des Gerichtes das Urteil zu Fall bringen. Das funktioniert übrigens ähnlich wie in der BRD. Würde Kim ausgeliefert, wovon man wohl zur Zeit ausgehen muss, erheben die örtlichen Strafverfolgungsbehörden Anklage vor Gericht und ihn erwarten möglicherweise bis 20 Jahre Haft neben der bestehenden Schadenersatzforderungen.

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Oberleerer 05.07.2018, 09:13
4.

Er soll mal gesagt haben, daß er noch nie in den USA war und nie irgendwelche Geschäfte mit denen tätigte, aber sein ganzes Tun die letzten Jahre darauf ausgerichtet ist, nicht dorthin ausgeliefert zu werden.

Die Hausdurchsuchung hat wohl offenbar auch keine Folgen. Damals wurden die Rechner direkt an die US-Behörden übergeben, was illegal ist. Die Auswertungen haben von NZ-Behörden zu erfolgen und nach NZ-Recht und nur die Ergebnisse werden übermittelt, sollte sich der Verdacht bestätigen.

Die Juristenwelt hat aber ihre eigenen Methoden. Die prozessieren so lange, bis das ergaunerte Vermögen in den Händen der Anwälte ist, dann hat jeder seinen Teil. Kim in Freiheit, die Kläger haben die Abschreckung und die Gewissheit, daß die Bereicherung nicht funktionierte und die Anwälte haben ihr Brot.

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fredlieb 05.07.2018, 09:21
5. Kann man amerikanische Jurisdiktion noch ernst nehmen?

Moment mal - müsste dann nicht auch Mark Zuckerberg in Deutschland inhaftiert werden wegen Nazi-Propaganda auf Facebook? Und sind nicht wegen Uber weltweit tausenden Taxiunternehmen die Umsätze eingebrochen? Also müsste doch Travis Kalanick sofort eingebuchtet werden. Oder nicht? Ist schon interessant: Sobald irgendwo auf der Welt irgendein findiger Unternehmer wie Kim Schmitz einer etablierten amerikanischen Industrie Wettbewerb macht, wird sofort der Prozess gemacht ("Schadet der nationalen Sicherheit"). Siehe auch Compliance Vorwürfe gegen die deutschen Vorzeigeindustrien (VW, Siemens, Daimler, Bilfinger, ThyssenKrupp, etc.). Ich kann die Clowns jenseits des Atlantiks nicht mehr ernst nehmen.

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vaikl 05.07.2018, 09:22
6. Ääähm,..

Zitat von observerlbg
Neuseeland wandelt auf dünnen Eis bezüglich guter Beziehungen zur USA. Das sitzt gerade ein Präsident, der empfindlich reagiert, wenn die Interessen der USA nicht hinreichend gewürdigt werde. Aber mal grundsätzlich: wer macht solche Dealer wie Kim Schmitz eigentlich zu Millionäre? Ja, das Internet ist ja so herrlich anonym, da übernehmen wir ja keinerlei Verantwortung mehr.
....der Auslieferungsantrag wurde *von den USA* wegen Urheberrechtsvergehen 2012 gestellt, Neuseeland hat diesem nach langen Gerichtsverhandlungen in 2015 stattgegeben. Warum sollten die USA nun, nach der rechtskräftigen Bestätigung der Auslieferung, Probleme mit *ihren* Interessen haben und was hat das bitte mit Beziehungen zu Neuseeland zu tun???

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cosmose 05.07.2018, 09:27
7.

"Ermittler werfen Dotcom vor, mit der inzwischen geschlossenen Tauschbörse Megaupload die Film- und Musikbranche um Einnahmen von einer halben Milliarde Dollar gebracht zu haben."

1. Megaupload war keine "Tauschbörse". Charakteristisch für eine Tauschbörse ist, dass man beim Download auch direkt die bereits heruntergeladenen Daten wieder zum Download für andere zur Verfügung stellt. Megaupload war ein simpler Dateihoster ohne Indexierung. Man musste also den genauen Link kennen, um Dateien herunterladen zu können.

2. Megaupload ist nicht mal annähernd tot, sondern lebt als mega.nz weiter und erfreut sich auch weiterhin großer Beliebtheit.

3. Sind die Ermittler sicher, dass es nur eine halbe Milliarde war? Bestimmt waren das sogar mehrere Fantastilliarden, die der am Hungertuch nagenden Filmindustrie durch die Lappen gegangen sind.

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mpigerl 05.07.2018, 09:27
8. Warum bleibt der in NZ sitzen?

Wie der erste Poster schon schrieb ... wenn der noch 1 oder 2 Millionen auf dem Konto hat, sollte er sich wirklich nach einer Segelyacht + Skipper umschauen und sich auf den Weg nach Deutschland machen. Hier würde ihm wenigstens nicht die auslieferung drohen ... Ich glaube, in Neuseeland hat er inzwischen verloren.

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ronald1952 05.07.2018, 09:30
9. Kim Dotcom mag ja

ein Schlitzohriger Gauner sein, aber in die USA sollte man Ihn nicht ausliefern.Nicht das der gute nicht mal ein wenig die Gefängnisluft kosten sollte ,daß hat Er sich schon verdieht, aber in den USA wird es keine gerechtigkeit für den Mann geben. Die USA kenn nur eines in Ihren ganzen Prozessen und Justiz, Rache das ist das einzige um was es in den USA geht. Außerdem sollte man niemanden in ein Land ausliefern das noch die Todesstrafe praktiziert. Das ganze sollte in Neuseeland verhandelt werden und falls Er dort Schuldig gesprochen wird auch seine Strafe absitzen.Heißt es doch nicht umsonst "Die Welt will betrogen sein, darum sei sie betrogen. Zitat wird von Thuanus (1556).
Nur Ausliefern, daß sollte man wirklich nicht.
schönen Tag noch,

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