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Online-Communitys: Was Netz-Nutzer wirklich wollen

Wollen Internet-Nutzer gruscheln? Im Netz neue Menschen treffen? Alles und jeden bewerten?* Eine Studie, die SPIEGEL ONLINE vorliegt, analysiert erstmals,*wie falsch*Online-Netzwerke*ihre Kunden bisweilen einschätzen - und was diese wirklich wollen.

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firstart 14.02.2008, 06:48
1. Blödsinnige Analyse

Das die Online und Offlinewelt zu 80% einer Trennung obliegt, kann wohl jeder nachvollziehen. Wer sich ein wenig in Foren etc. rumtreibt weiss welch schräge Typen dort unterwegs sind. Wer will die schon im Wohnzimmer sitzen haben.
Aber das Foren und Internetbenutzer Informationen suchen... na, wer hätte das nun wirklich gedacht. Welche neuer Ansatz.

Wurde diese Studie - mit Bindenweiseheiten des Webs - vom Studenten erstellt? Ich kann darin wirklich nichts finden, was nicht vor 10 Jahren auch schon klar war. Naja gut, die alten Compuserve Communities heissen jetzt wohl anders und
aus privaten Websites bei Puretec und 1000 anderen Anbietern ist nun mySpace geworden.

Ich finde es immer wieder witzig, wie im Internet ständig das Rad neu erfunden wird.

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xtorbati 14.02.2008, 07:12
2. Was ich brauche

Ich habe seit 2002 einen DSL-Anschluss , kann also sagen, dass ich zu den frühen Nutzern einer DSL Flatrate gehöre. Neben der Nutzung anfangs spannender (illegaler) Tauschbörsen wie morpheus, die dann von Kazzaa innerhalb weniger Wochen überholt wurden. Einer der Gründer v. Morpeus, das damals auf jedem 2 PC war, gründete eine identische Tauschbörse, selbst die Oberfläche blieb gleich, nur der Name wurde geändert, "Kazaa" hat Morpeus in kurzer Zeit von Position 1 in die Bedeutungslosigkeit katapultiert. Heute schon Web-Geschichte. Ich habe meinen TV und meinen CD-Player ausgemustert, der PC ist Fernseher, CD/MP3 usw-Player in Einem. 2003 kam die eigene Webseite, damals mußte man noch etwas html und vor allem Flash beherrschen, um etwas kreatives zu machen. Aber das wurde schnell langweilig. Ich bin bei ca. 10 sog Onlineportalen angemeldet, habe 3 versch. Passwörter, um nicht durcheinander zu kommen, nach Wichtigkeit getrennt. Täglich nutzen tue ich das Netz als Tageszeitungsersatz. Spiegel.online ist seit Anfang an meine Startseite, um etwas nachzuschlagen oder zu recherchieren nutze ich aus Bequemlichkeit meistens die Google-Toolbar in meinem Firefox. Natürlich nutze ich auch andere Suchmaschinen, wenn es um wichtige Themen, meistens beruflich geht. Pageranking ist eine Methode, aber eben nicht die Einzige. Ansonsten, (ich habe die letzten Tage mal bewußter darauf geachtet,) habe ich zu den meisten Freunden und Bekannten regelmäßigen Mailkontakt. Wenn ich eine Meinung veröffentlichen will, dann tue ich es meistens im online-Forum des Spiegel. Ansonsten bleibt das online-Banking, und viel Zeit, um Winwows immer am laufen zu halten. Es ist seit XP besser geworden. Der Sprung von 3.11 zu Win 95 war anfangs für mich beruflich eine mittlere Katastrophe, kein Dateimanager mehr, (bis heute nicht, ich empfehle den Win-Commander) kein echtes dos, und die bluescreens nahmen erheblich zu. (schwerer Aufnahmefehler) Newsletter landen bis auf die Sonderangebote des Supermarkes in meiner Straße im Spamfilter. Der immer wieder fast identische Regitrierungsablauf hält mich schon von weiteren Portalen ab. Eines habe ich immer vernachlässigt : die Sicherheit. Jetzt bin ich selbst zum 1.mal Opfer. Ein mir unbekanntes Unternehmen hat 5.-€ von meinem Konto abgebucht. Auf deren (hitflip) Startseite steht groß : Keine Kosten, Keine Vertragsbindung,
u.ä. Gestern ahben sie sogar gemahnt. Lehrgeld.

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andrejdelany 14.02.2008, 08:25
3. Keine persönliche Ansprache oder gar Werbung...

Ich könnte den Artikel unterschreiben, wenn der letzte Absatz nicht wäre. Was ich ganz bestimmt nicht will, ist eine persönliche Ansprache der Portal-Betreiber. Da stellen sich bei mir alle Haare auf.

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xtc170371 14.02.2008, 08:44
4. Ein Schritt Richtung Wahrheit

Endlich mal eine Studie die ansatzweise das beweist, was ich persönlich schon lange denke. Wenn ich mein eigenes Surf-Verhalten betrachte finde ich mich hier wieder. Vor allem das "Überangebot" an vielen gleichen Dingen trägt meiner Meinung eher dazu bei das man ganz weg bleibt. Vieles im Internet (vor allem Werbung) wird völlig überschätzt und auch monetät völlig überzogen bewertet. Irgendwann gibt es den Bigbang ..... kein Mensch braucht diese Mengen an unsinnigen Communities

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heinz ijottkah 14.02.2008, 08:58
5. Völlig falsche Einschätzung

1. Individuelle Nutzerwünsche benötigen eine Vielzahl von Angeboten, damit jeder das findet was er sucht. Was bedeutet, dass er etwas findet was ihm nah ist.
Verabschieden Sie sich vom Wunsch nach dem höchsten Marktanteil einer Applikation. Es gibt DIE Sonnabendabend-Familiensendung nicht mehr - im Internet wird es Sie nie geben.

2. Kontakte über Quartärmedien sind nicht vom gleicher Qualität wie die im 'realen' Leben (eigentlich ist ja alles real). Sie sind von höherer Qualität, man berührt sich in einem speziellen Thema, meist nie direkt. Dennoch ist es ein Kontakt (zB über Inhalte).
Verabschieden Sie sich vom Glauben, dass 'reale' Kontake alles seien. Sie sind ein Teil, die anderen sind viel hochwertiger.

3. Verabschieden Sie sich von dem Wunsch, diese Studie je lesen zu wollen, um womöglich wichtige Informationen zu erhalten (insofern sie dem entspricht, was bei Spiegelonline veröffentlicht wurde). Außer (bekannten) Usability Informationen dürfte Sie kaum einen Wert besitzen.

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URicken 14.02.2008, 09:05
6. Big Bang 2.0

Zitat von xtc170371
Irgendwann gibt es den Bigbang ..... kein Mensch braucht diese Mengen an unsinnigen Communities
Dieser "Big Bang" ist ja schon im Jahre 2000 erfolgt. Diesmal erfolgt halt "Big Bang 2.0". Das wird auch bei 3.0 und 4.0 Reloaded wieder der Fall sein.
Das Internet hat sicherlich sehr vieles leichter gemacht (Information at your fingertips, Recherchen, Preisvergleiche und Wissendatenbanken) aber es ist, was die Nutzer draus machen. Ich für meinen Teil kann die ewigen Werbebanner (auch hier) einfach nicht mehr sehen; EBay ist für mich ein Ramschladen da die Identität durch die ganzen EBay-Kaufhäuser verloren hat; vor Google habe ich auf Grund seiner Dominanz Angst (ausserdem finde ich es unerträglich, dass bei jedem JAVA-Upgrade immer wieder die Google-Spione "Toolbar, etc" mit auf das System wollen).

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Zuul 14.02.2008, 09:16
7. Egal

Das ist keine Überraschung. Trotzdem scheinen diverse solcher Plattformen ganz gut davon zu leben - und immerhin können Sie für viel Geld an Firmen verkauft werden, die daran glauben, dass alle diese tollen Funktionen erwünscht sind.

Für die Internet-Unternehmen ist es zwar Pech, dass sie sich eine Kundschaft von zahlungsunwilligen Kostenlos-Fans herangezüchtet haben - aber mal ehrlich: letztlich zählen für alle finanziell Beteiligten möglichst gut "gemachte" Nutzerstatistiken (man kann Accounts nicht löschen!) - das Geld fließt zwischen Werbenden und Beworbenen, der einzele User ist völlig uninteressant.

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Cancun 14.02.2008, 09:17
8. Old news?

Klingt mir so als hätte man sich vieles davon denken können, wenn man mal so vor acht bis zehn Jahren ein wenig bei Philip Greenspun nachgelesen hätte.

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Zuul 14.02.2008, 09:24
9. Häh?

Zitat von heinz ijottkah
Verabschieden Sie sich vom Glauben, dass 'reale' Kontake alles seien. Sie sind ein Teil, die anderen sind viel hochwertiger.
Mit Verlaub: das kann nur heißen, dass Ihre persönlichen "realen" Kontakte weniger "wert" seien, als Ihre .. sie wissen schon.

"Viel hochwertiger"? - können Sie das mal ausführen? Trifft sich da Kant´s reiner Verstand im Äther, oder was?

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