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Online-Inhalte: EU-Staaten einigen sich auf Urheberrechtsreform
DPA

Online-Firmen müssen ihre Inhalte wohl in Zukunft daraufhin überprüfen, ob gegen Urheberrechte verstoßen worden ist. Die EU-Staaten verständigten sich nun auf einen Kompromiss. Ausgenommen sind Kleinunternehmen.

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Bakturs 09.02.2019, 14:16
1. Und was ist mit neuen Firmen?

KEINE Filterung müssen Unternehmen vornehmen, die u. a. mindestens schon 3 Jahre bestehen. Wenn ich also gerade starte mit meinem 1-Mann Unternehmen, 5 Nutzer habe und 500 Euro Umsatz habe, werde ich mit Großunternehmen gleichgestellt, weil ich noch keine 3 Jahre am Markt bestehe? ?

Und im 4. Jahr entfällt dann die Prüfung wieder. ?

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spmc-12355639674612 09.02.2019, 15:25
2. Ähm ...

Zitat von Bakturs
KEINE Filterung müssen Unternehmen vornehmen, die u. a. mindestens schon 3 Jahre bestehen. Wenn ich also gerade starte mit meinem 1-Mann Unternehmen, 5 Nutzer habe und 500 Euro Umsatz habe, werde ich mit Großunternehmen gleichgestellt, weil ich noch keine 3 Jahre am Markt bestehe? ? Und im 4. Jahr entfällt dann die Prüfung wieder. ?
Sollten Sie vielleicht noch einmal den Artikel etwas genauer durchlesen?

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Dia 09.02.2019, 15:41
3. hä?

Das heisst dann im Klartext, das es keine neue europäischen Unternehmen mehr geben wird. Welcher Depp hat sich das ausgedacht? Klingt start nach Lobbyismus. Solche Filter Kosten locker einen 2 stelligen Millionenbetrag+hohe Personalkosten. Welches neue Unternehmen kann sich das innerhalb 3 Jahre leisten?
Und wenn ich grad so drüber nachdenke würde das doch auch für praktisch alle bestehenden nichtkomerziellen Foren gelten. Dürfen die dann alle dichtmachen? Dann könnte man dem WWW ja direkt den Stecker ziehen.

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three-horses 09.02.2019, 15:50
4. Wie Kinder behandelt.

In Vergleich mit einem Staubsauger kommt auch hier nur "reine" Luft
raus. Wie man in einem Filter/DB die gesammelte Werke der Erde unterbringen will, um diese zu prüfen und wie man "1234" von einem
"Kunstwerk" unterscheiden kann...tja YT...wie das gutenberg.org gegen Germany so YT & Company gegen EU. Macht es zu. Wir, die Bürger der EU, brauchen kein Internet, die Irren/Guten hier, reichen als Unterhaltung.

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marctgfg 09.02.2019, 16:20
5. Todesstoß fürs Internet

Also werden dann Unternehmen die Plattformen anbieten für 100, 1000 oder 10000 User, aber schon länger als 3 Jahre am Markt sind genauso behandelt wie FB und YouTube? Wie absurd!

Und wie soll sichergestellt werden, dass die selben Inhalte nicht erneut eingestellt werden? Das technisch automatisiert zu machen bedeutet eine Programmierleistung (falls überhaupt möglich) die allenfalls für Mega-Unternehmen leistbar ist. Alle anderen werden in extrem personal- und kostenaufwändige Vorabzensur gezwungen.

In anderen Worten: Das ist eine Regelung die nur vorgibt die großen Plattformen zur Räson zu zwingen, in diese in Wirklichkeit aber vor kleineren Konkurrenten schützt.

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Bakturs 09.02.2019, 17:03
6. Text-Änderung

Zitat von spmc-12355639674612
Sollten Sie vielleicht noch einmal den Artikel etwas genauer durchlesen?
"Sie müssen jünger als drei Jahre sein,"

Der Satz ist neu. Der Stand bei der Veröffentlichung anders da. Da stand "Müssen mindestens seit drei Jahren bestehen" oder so ähnlich.

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st.esser 09.02.2019, 17:21
7. Irrsinn!

Wenn diese Regelung tatsächlich bedeutet, dass Firmen unabhängig von ihrer Größe nach 3 Jahren nicht mehr von der Pflicht zu Upload-Filtern ausgenommen sind, dann ist damit die Vorherrschaft der bereits dominierenden Unternehmen (u.a. Youtube, Facebook und Instagramm) für alle Zeiten festgeschrieben.

Kein noch so attraktives Start-up (das vielleicht den europäischen Datenschutz einhält) hätte auch nur dir geringste Chance, innerhalb von 3 Jahren so viel Umsatz zu erzielen, dass es sich eine Content-Filterung leisten kann.

Vielleicht entsteht dadurch aber auch ein Markt für das Out-Sourcing dieser Filter-Funktion (am ehesten könnten das die eben genannten Firmen leisten, die diese Firmen ohnehin haben müssen).

Damit würde dann auch der Inhalt der datenschutzkonformen Start-ups durch die Filter dieser Firmen geprüft, die damit alle Inhalte mitbekämen, womit jeder Ansatz von Datenschutz unterlaufen würden sowie ein erheblicher Teil des Umsatzes an die "Filter" abgegeben werden müsste.

In jedem Fall bedeutet es für die EU den Verlust von Chancen für die Entwicklung von weniger datenhungrigen Alternativen zu den etablierten US-Anbietern. (Wobei die Chancen derzeit ohnehin nicht gut stehen, aber vielleicht ändert sich das ja nach dem nächsten großen Daten-Skandal ...)

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bammbamm 09.02.2019, 17:41
8.

Dann werden halt irgendwelche Server woanders gemietet und der Unternehmenssitz verlegt. irgendwie haben unsere Führungspersönlichkeiten immernoch nicht geschnallt das das Internet global funktioniert. Facebook und Co haben doch nur europäische Zweigstellen zur Imagepflege. Für Youtube spielt es keine Rolle ob ich mir die Videos in den USA oder Europa anschaue, das hat schon bei der lächerlichen GEMA Sperre nicht funktioniert wenn der User nur ein klein wenig Ahnung hatte

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Nonvaio01 09.02.2019, 18:02
9. tja

mit Proxy kein problem. Hab nem freund in D letztens eine YT video geschickt.....er fragte was es denn war weil es in D geblockt ist......

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