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Online-Spiel "Fallout 76": Sinnsuche im Ödland
Bethesda

Das neue "Fallout 76" schickt den Spieler in den Online-Überlebenskampf. Unser Autor hat die Postapokalypse-Welt bereist - und sich mit anderen Gamern über ihre Erlebnisse ausgetauscht.

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metzelkater 20.11.2018, 06:25
1. Schuster, bleib bei deinen Leisten.

Die bisherigen Fallout Spiele waren alles reine Singleplayer Spiele mit einer riesigen Spielwelt voller Abenteuer und interessanten, vom Computer gesteuerten Personen und ihren Geschichten. Es gab verschiedene Fraktionen, denen man sich anschließen konnte und die oft untereinander in Konflikt standen. Von diesen Personen bekam man seine Aufgaben und Missionen und konnte so tief in die Geschichte eintauchen. Mit Fallout 76 hingegen wird ein reines Multiplayer Spiel geliefert, das viele der vorhandenen Fans vor den Kopf stößt. Die vom Computer gesteuerten Personen sind verschwunden, an ihre Stelle sind Spieler gestellt, die zum teil doppelt für das Spiel bezahlen müssen: Auf Konsolen fällt neben dem Preis des Spieles auch noch eine Multiplayer Abo Gebühr (Playstation Plus, XBOX Gold) an, damit überhaupt man im Multiplayer antreten kann.

Man weis natürlich nicht, was aus dem Spiel im Laufe der nächsten Jahre werden mag, aber ich denke es wird viel zeit vergehen, bis sich ein Besuch dort lohnt und es gibt keine Garantie, das sie geschichte von No Man's Sky wiederholt. Als großer Freund der Singleplayer Fallout Spiele werde ich bis auf Weiteres jedenfalls einen großen Bogen um Fallout 76 machen.

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jhea 20.11.2018, 08:22
2. Nunja...

was erwartet man?
Fallout 76 wollte kein Fallout mehr werden, sondern ein Battle Royal, wie Players Unknown Battlegrounds oder Fortnite...
Dabei vergessen natürlich die lustigen Devs, dass die Leute fallout spielen wollen und nicht Battle Royal.
Ich hab bisher jeden Fallout Titel den es gibt, die beiden lustigen isometrischen aus den 90ern, sowie 3 und 4... und ich vergöttere sie. (wobei 1 und 2 mehr als 3 und 4 ;) )

Wer die einschlägigen Foren liest, bemerkt schnell dass es viele so sehen wie ich.
Wenn ich dann nebenher gerade noch sehe dass die Neuauflage Spyro the Dragon mehr Exemplare verkauft hat als Fallout 76 kann ich nur sagen

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okrogl 20.11.2018, 08:44
3. Fallout MMO

Mit Microtransaktionen und der erste Patch mit wenigen Änderungen ist fast 50GB groß. Ich war immer ein großer Fan der Reihe, aber das Machwerk bleibt im Online-Regal.

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geisterle 20.11.2018, 09:31
4. Man kann ein Spiel auch schlecht reden...

Ich bin seit Fallout 1 ein begeisterter Fan der Reihe und nachdem Fallout 3 ein ziemlicher Umbruch und wie viele Bethesda Spiele erst eine Liebe auf den zweiten Blick war, habe ich auch in die 3D-Teile der Reihe inzwischen mehrere 100 Stunden gesteckt.

Ist Fallout 76 ein Rollenspiel mit toller Hauptquest, vielen bunten NPCs und epischem Ende gemäß Drehbuch? Nein. Will es auch gar nicht sein.

Fallout 76 ist auch kein PUBG oder Fortnite, wie immer gerne mal erwähnt wird.

Fallout 76 ist ein "Ark", "The Forest" oder "Conan Exiles". Und macht es das gut? Oh, Ja! Die wenigstens Survival Spiele schaffen es eine gute Balance zu schaffen und zu verhindern das Spieler zu Griefern werden (also anderen Spielern das Spiel zu vermiesen). Als Negativbeispiel sei hier nur das toxische Rust zu nennen. Und wer einmal versucht hat mit Freunden stabil in The Forest zu überleben, wir von Fallout 76 positiv überrascht sein. Es spielt sich wie der erste richtige Triple A-Survival Titel.

Sowohl alleine als auch als Team bin ich dank langem Wochenende inzwischen gut 50 Stunden im Ödland der Appalachen unterwegs und bis jetzt hat noch keine Enttäuschung eingesetzt.

Auch die Engine (obwohl nicht mehr die jüngste) macht ihren Job gut und die verstrahlten aber herbstlich blühenden Wälder sind genau so überzeugend und (post-apokalyptisch)schick wie die Schlacke-Landschaft im Norden oder der unheilvoll nachglimmende Tagebau im Süden der Karte. Die Aussage von grau und leblos vom Autor kann ich daher nicht ganz navchvollziehen. So lebendig wie die Appalachen, mit verstrahlten Eichhörnchen, Bienen und giftig leuchtenden Fröschen, war noch kein Fallout zuvor.

Und obwohl die NPCs fehlen, finden sich genügend Holo-Tapes die einem die Geschichte der fehlenden Menschen näherbringen. Und hier bin ich auch wieder begeistert, denn alle Geschichten die ich bis jetzt gehört habe sind viel trauriger, mitreißender und ernster als in den vergangenen Teilen. Ohne zu Spoilern empfehle ich hier z.B. das "Geständnis der Drogensüchtigen" südlich von Flatwood oder die Bänder im Whitesprings Hotel.

Aber auch der Humor der alten Teile ist mit den Cryptid-Holotapes noch da.

Ich gebe außerdem zu bedenken, dass man ja in den alten Teilen nach Abschluss der Handlung weiter gesammelt, gelootet und gelevelt hat. Irgendwo müssen die 100+ Stunden ja herkommen. Und hier ist Fallout 76 ein absolut würdiger und toller Nachfolger. Das Feeling ist also auf jeden Fall da.

Ich denke mal, dass viele Spieler der alten Teile sich trotzdem nicht mit dem Spiel richtig anfreunden werden können. Das ist Schade für diese Spieler, aber gut für uns Vault 76 Bewohner die das Ödland wieder einnehmen: Mehr Resourcen und Bauplätze für uns.

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jhea 20.11.2018, 09:31
5.

Zitat von jhea
was erwartet man? Fallout 76 wollte kein Fallout mehr werden, sondern ein Battle Royal, wie Players Unknown Battlegrounds oder Fortnite... Dabei vergessen natürlich die lustigen Devs, dass die Leute fallout spielen wollen und nicht Battle Royal. Ich hab bisher jeden Fallout Titel den es gibt, die beiden lustigen isometrischen aus den 90ern, sowie 3 und 4... und ich vergöttere sie. (wobei 1 und 2 mehr als 3 und 4 ;) ) Wer die einschlägigen Foren liest, bemerkt schnell dass es viele so sehen wie ich. Wenn ich dann nebenher gerade noch sehe dass die Neuauflage Spyro the Dragon mehr Exemplare verkauft hat als Fallout 76 kann ich nur sagen
Ei ei ei!
da hat er mir doch den letzten Teil des Satzes abgeschnitten.

bzgl Spyro bleibt nur zu sagen

I am not even mad!

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thalatox 20.11.2018, 09:35
6.

Zitat von metzelkater
Die bisherigen Fallout Spiele waren alles reine Singleplayer Spiele mit einer riesigen Spielwelt voller Abenteuer und interessanten, vom Computer gesteuerten Personen und ihren Geschichten. Es gab verschiedene Fraktionen, denen man sich anschließen konnte und die oft untereinander in Konflikt standen. Von diesen Personen bekam man seine Aufgaben und Missionen und konnte so tief in die Geschichte eintauchen. Mit Fallout 76 hingegen wird ein reines Multiplayer Spiel geliefert, das viele der vorhandenen Fans vor den Kopf stößt. Die vom Computer gesteuerten Personen sind verschwunden, an ihre Stelle sind Spieler gestellt, die zum teil doppelt für das Spiel bezahlen müssen: Auf Konsolen fällt neben dem Preis des Spieles auch noch eine Multiplayer Abo Gebühr (Playstation Plus, XBOX Gold) an, damit überhaupt man im Multiplayer antreten kann. Man weis natürlich nicht, was aus dem Spiel im Laufe der nächsten Jahre werden mag, aber ich denke es wird viel zeit vergehen, bis sich ein Besuch dort lohnt und es gibt keine Garantie, das sie geschichte von No Man's Sky wiederholt. Als großer Freund der Singleplayer Fallout Spiele werde ich bis auf Weiteres jedenfalls einen großen Bogen um Fallout 76 machen.
Was genau ist denn an diesem Fallout mit PuBG oder Fortnite zu vergleichen? Trotz Sandbox-Multiplayer kann man das bsolut nicht mit einander vergleichen, ausser, man hat weder PubG noch Fallout76 gespielt...

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geisterle 20.11.2018, 09:37
7. Noch ein kleines Erlebnis aus dem Spiel...

Hab mich gestern mit viel zu niedrigem Level durch die Asche-Gegend im Süden (in der Nähe von Lewisburg) geschlichen. Nebel. Aufgehende Sonne im Rücken. Auf einmal seh' ich einen riesigen Schatten - einen Nebengespenst gleich - über den nächsten Berghang huschen. Leichte Erinnerung an eine bestimmte Folge von Game of Thrones und eine sehr unglückliche Karawane von Lannister-Soldaten wird wach. Dreh mich um. Ein Scorchbeast am Horizont, direkt aus der Sonne. Ach, das kommt doch sicher nicht zu mir. Aber ich schleich mal vorsichtig weiter. 2 Minuten später lauf ich so schnell es geht und hüpfe in einen alten, ausgebrannten Eisenbahnwagen und verstecke mich mit 2% Leben und 80% Rads bis das Viech weg ist.
Und von der Freundin die mit mir sonst immer die Gegend erkundet, hör' ich später nur ein beleidigtes "Und gerade da war ich war nicht dabei." :-(
Hat sich schon gelohnt der Kauf. :-D

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geisterle 20.11.2018, 09:50
8. Zu ungewolltem PVP und Microtransaktionen

Der Autor schreibt in der Fotostrecke, dass er sich aus Versehen einen Wanted Status eingefangen hat. Das kann man im Menü mit dem "Pazifismus-Modus" verhindern.

Das V.A.T.S. ist Anfangs ungewohnt, aber möchte ich in hektischen Situation auch nicht mehr missen. In den älteren Teilen war das zwar wirklich besser und taktischer, aber da konnte die Welt halt auch noch "angehalten" werden.

Und zu den Microtransaktionen: Man kann sich die Währung im Spiel verdienen und mit den Dailies und Weeklies auch in einem Maße, dass ich noch nicht die Not sehe jemals dafür Geld ausgeben zu müssen. Wenn andere Spiele (z.B. ESO oder Overwatch) das auch so gut balanciert hätten, hätten Microtransaktionen nie so einen schlechten Ruf bekommen. (Und zumindest bis jetzt sind es nur kosmetische Sachen. Also kein Pay-To-Win.)

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dirk.resuehr 20.11.2018, 10:18
9. Der Austausch

im Internet wäre ein Thema für Ihren Herrn Lobo, der sich ständig über die mangelhafte Leistung desselben beschwert. Hier sind die Verursacher: Die Spielfaxe. Genau die verhindern die sinnvolle kommerzielle Nutzung durch Überlastung der Netze. Überhaupt ein wichtiges Thema: Sinnvolle Nutzung des Internet!

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