Forum: Netzwelt
Politische Werbung: Wahlkampf mit Brandbeschleuniger

Im US-Wahlkampf haben Politiker die Techniken der modernen Werbeindustrie missbraucht. In Deutschland dürfen wir das nicht zulassen. Die Parteien sollten sich jetzt selbst klare Regeln für ihre Werbung im Netz geben.

markrenton 13.04.2018, 16:41
1. O temporis O moris

Hätte der richtige gewonnen, hätte man gesagt, was für ein cleverer Einsatz moderner Medien, wahlkampf der zukunft etc. ... jetzt haben die etablierten politischen organisationen mal wieder einen medienwandel verpennt und anstatt den wettkampf anzunehmen wird geschmollt. Ich habe letztens noch MdB Helge lindg hören dürfen, der eingestanden hat, dass die SPD enormen nachholbedarf hat, was die nutzung von modernen medien betrifft - besonders im Vergleich zur AfD. Darum: die neuen möglichkeiten nutzen um gezielte informationsspitzen an wähler abzugebn um wirklich informieren. Politik wieder interessant und individuell zu machen ist per se kein verbrechen

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lachina 13.04.2018, 18:14
2. märchenhafter Wahlkampf

Das gezeigte Wahlplakat: Jesus und Satan beim Armdrücken, ist absolut faszinierend. Wurde das politisch wirklich ernst genommen? Ist vielleicht die Demokratie doch nicht die adequate Regierungsform für alle? Woher wusste man, wer von den Beiden Clinton ist? Ich finde, diese märchenhaften Inhalte geben ganz neue Impulse für Parteienwerbung: Rotkäppchen ( die Linke) und der böse Wolf ( Afd? FDP?). Dornrösschen (SPD) und der Prinz (CDU). Aschenputtel (Frau Merkel) , und die FDP als Hans im Glück.

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darthmax 13.04.2018, 23:25
3. Wahlwerbung

wird nun sehr unintelligent seit Jahrzehnten betrieben, mit geschönten Bildern, superintelligenten Sprüchen, die das Auge schmerzen lassen, was ist also falsch an zielgerichteter intelligenter Werbung. Wir haben gelernt, das wahlversprechen nicht ernst zu nehmen sind.
Die ganze Aufregung doch nur, weil der falsche gewonnen hat.

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phe70 16.04.2018, 12:48
4.

"Stattdessen brauchen wir klare Regeln und mehr Transparenz für politische Werbung im Netz"
Darüber sollen Leute befinden, die Entscheidungen aufgrund von Mutmaßungen statt Beweisen treffen und deren Grundlage von Vernunft Interessen von Lobbyisten und vermeintliche Wirtschaftlichkeit sind. Das dürfte spannend werden.
Für mich ist einfach nur die Frage, wer als erster das Potential nutzen wird. Wenn das dann nicht die ganzen Wohlstandsdebilen sind, who cares? ;)

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m-zmann 16.04.2018, 14:55
5. Werbung nervt, ist jedoch notwendig. Doch wie "missbraucht" man sie?

Spam-mails, aufploppende Fenster (auch als "Umfrage" getarnt) nerven, sind jedoch mit einem Klick rasch entfernt. Mich stören Werbeplakate wesentlich mehr: ich kann diese nicht wegklicken und obendrein leidet die Umwelt.

Dennoch ist Werbung wichtig. Sie zeigt mir, welche Konsummöglichkeiten ich habe und betont Unterschiede zur Konkurrenz.

Wirklich ernstnehmen kann ich jedoch Werbebotschaften jeder Art nicht. Weder esse ich Chappi für glänzendes Haar, noch habe ich dank OB schwimmen gelernt. Und das Wahlwerbung nun wirklich nicht einmal bis zur Wahl hält, sollte eigentlich Allgemeinwissen sein...

Durch Regelungen (vulgo "Verbote") da eingreifen zu wollen scheint mir sinnlos. Dann kommt die Werbung eben als "Polit-Magazin", "News" oder "Spielfilm" daher. Wie bisher.

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NauMax 17.04.2018, 16:38
6.

Zitat von darthmax
wird nun sehr unintelligent seit Jahrzehnten betrieben, mit geschönten Bildern, superintelligenten Sprüchen, die das Auge schmerzen lassen, was ist also falsch an zielgerichteter intelligenter Werbung. Wir haben gelernt, das wahlversprechen nicht ernst zu nehmen sind. Die ganze Aufregung doch nur, weil der falsche gewonnen hat.
Bitte sagen Sie nicht, dass das gezeigte Bild für Sie "intelligente" Wahlwerbung ist! In Deutschland wäre der Vergleich des politischen Gegners mit dem Teufel eine rechtswidrige Diffamierung und damit als Wahlkampfmittel verboten und für die Anmaßung, sich selbst als Jesus darzustellen, gäbe es von den Kirchenverbänden wohl gewaltig einen auf den Deckel!

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