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Projekt Dragonfly : Abgeordnete fordern Einblick in Googles China-Pläne
REUTERS

Medienberichten zufolge will Google mit einer zensierten Such-App zurück auf den chinesischen Markt. Der Plan sorgt für Verstimmungen bei Menschenrechtlern und US-Politikern, aber auch innerhalb des Unternehmens.

killing.time 14.09.2018, 10:44
1. Google muss sich wie jeder andere an lokale Gesetze halten

wenn es irgendwo Geschäfte machen will. Google will in Europa Geschäfte machen, dann muss es sich an die europäische Zensur (aka 'Recht auf Vergessen', aka 'Uploadfilter') halten. Google will in China Geschäfte machen, dann muss es sich an die dortige Zensur halten. Sie können sich natürlich auch aus einem Markt zurück ziehen. So wie 2010 aus China oder mit Streetview aus Deutschland, um die Privatsphäre der deutschen Gartenzwerge zu schützen. Aber wem ist dadurch geholfen?

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quark2@mailinator.com 14.09.2018, 10:49
2.

Das mit dem logischen Denken muß wirklich schwer sein. Wenn Google in China nicht präsent ist, entsteht dort ein starker Rivale, d.h. es macht geschäftlich Sinn. Auf der anderen Seite wird eine alternative Suchmaschine vermutlich besser sein, als gar keine alternative Suchmaschine. D.h. wenn Google nicht nach China geht, haben die Chinesen auch nicht mehr Informationsmöglichkeiten. D.h. auch vom Politischen her ist es eher von Vorteil, wenn man präsent ist. Zumindest bindet man Überwachungskapazität des chinesischen Staates. Man kann ständig versuchen, die Wände auszubeulen. Also bleibt die Symbolik. Ich sehe unter jeder zweiten Googlesuche die Mitteilung, daß einige Suchergebnisse wegen xyz unterdrückt wurden. Was mich ärgert. Aber ich bin nicht ärgerlich auf Google, sondern auf die Gesetzgeber, die mich daran hindern, mich frei zu informieren. Ich bin sicher, daß das in China genauso ist.

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Beat Adler 14.09.2018, 13:31
3. Mitarbeiter von GAFA begehren auf. Es gibt also noch Hoffnung ;-)

Mitarbeiter von GAFA begehren auf. Es gibt also noch Hoffnung ;-)
GAFA (Google, Apple, Facebook, Amazon) regiert nicht "nur" die USA, sondern die Welt. Milliarden begehen Daten-Strp-Tease bei GAFA, kehren ihr Innerstes nach Aussen, selbst hoechst Intimes! Es wird immer einfacher diese Milliarden zu beeinflussen, zu kontrollieren, zu zwingen, das zu tun, was GAFA will. Wer will noch Demokratie, eine Freiheitlich-Rechststaatliche mit Gewaltentrennung dazu mit freien Medien als Kontrollinstanz, wenn er/sie GAFA als Ersatz hat?

Man/frau kombiniere die schwedische Technologie elektronische Chips in die Hand einzupflanzen mit der chinesischen Technologie der Gesichtserkennung zusammen mit dem chinesischen Sozialpunktesystem fuers Wohlverhalten, diesmal nicht "nur" gegenueber der alleinseligmachenden, kommunistischen Einheitspartei in Beijing, sondern gegenueber GAFA der Weltregierung?
Das ist keine Science Fiction. Das ist Realitaet!

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mariomeyer 14.09.2018, 16:01
4. @quark2@mailinator.com

Sie schreiben:"Was mich ärgert. Aber ich bin nicht ärgerlich auf Google, sondern auf die Gesetzgeber, die mich daran hindern, mich frei zu informieren. Ich bin sicher, daß das in China genauso ist". Ich könnte mir vorstellen, dass es da schon Unterschiede hinsichtlich der Motivation für "Zensur" (nennen wir das mal so) gibt. Zumindest kann ich mir nur schwer vorstellen, dass europäische Regierungen das Internet und dessen Nutzer überwachen, weil sie Angst haben, dass sich sonst die Bevölkerung gegen sie erhebt. Aber klar, ich mag mich irren. Grundsätzlich finde ich jedoch, dass man solche Quervergleiche unterlassen sollte, weil sie a. schwierig und b. oft relativierend / erklärend / entschuldigend sind, obwohl es nichts zu relativieren / erklären / entschuldigen gibt.

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Igelnatz 15.09.2018, 16:49
5. dankbare Kritik

und zweierlei Maß. Wenn man hier Google kritisiert - warum kritisiert man dann nicht alle, die mit China Geschäfte machen, ach warum nicht gleich alle, die mit allen anderen Ländern mit eingeschränkten Menschenrechten Geschäfte machen. Das wäre doch nur konsequent. Oder nicht? Lieber auf sich selbst schauen und das was man so kauft und benutzt.

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