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"Red Dead Redemption II" durchgespielt: Öde Pferdehoden
Rockstar Games

Viel Inhalt, wenig Zusammenhalt: "Red Dead Redemption II" will mehr, als es einlösen kann. Das Wild-West-Spiel scheitert daran, ein Meisterwerk sein zu wollen. Allerdings mit Stil.

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VeritasChris83 09.11.2018, 15:44
1. Sehr einseitige Betrachtung...

Ich finde Red Dead Redemption 2 rund um gelungen. Ich bin zwar noch nicht ganz durch, aber ca. in der Mitte des 6. Kapitels und kann mir denke ich, dadurch eine Meinung erlauben. RDR2 ist langsam, ja. Aber das war nun einmal im Wilden Westen so. Oder können sie sich vorstellen wie Billy the Kid durch die Straßen rennt anstelle vom gewohnten oldschool Cowboy gang? Natürlich ist die Geschichte zerpflückt, es ist nun einmal ein Open World Spiel, wenn man da nicht stur Quest / Hauptmission nach Hauptmission spielt, ist das natürlich alles nicht nah beieinander. Ja, es werden viele kleine Geschichten erzählt, aber gerade das finde ich interessant und toll. Ich will gar nicht 1.000 lange Geschichten haben, das macht es nur komplizierter der langen Hauptstory zu folgen. Und die langen Wege spornen mich an zu entdecken, Jagen, noch gerade eine Nebenquest zu machen oder einfach die wunderbare Spielwelt zu genießen. Für mich ist RDR2 die Willkommene Abwechslung zu den ganzen teils gehetzt wirkenden Spielen. Ob es ein Meisterwerk ist? Keine Ahnung, aber es ist auf seine Art finde ich genau richtig.

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petzle 09.11.2018, 15:51
2. Stimmt...

Red Dead Redemption 2 muss ja blöde sein. Knapp 17 Mio. Käufer bisher haben sich geirrt. Hier ruckelt was, dort wirkt der Inhalt zu langweilig, da fehlt der rote Faden. Ok, es muss also immer knallen, etwas passieren, man muss unterhalten werden? Aha...Entschleunigung geht also heutzutage nicht mehr.
Ich persönlich finde eher die Nummer mit der Frauenrechtlerin ziemlich seltsam. Aber was den Autor hier dazu bewegt hat, so einen, sorry, Mimimi-Verriss zu schreiben, erschliesst sich mir nicht. Das Spiel bietet eine phantastische Spielwelt, Action und Abwechslung und auf der anderen Seite Entspannung und einfach nur Stauen und die Spielwelt.
Daher, erstmal entspannen und die nächsten Patches abwarten. Das Spiel muss ja nicht jedem Gefallen gefallen.

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pulverkurt 09.11.2018, 16:10
3. Interessant, mal eine kritische Review zu lesen...

... der ich aber nur zum Teil zustimmen kann. Die kritisierte Langsamheit tut dem Spiel gut. Dass soziale Probleme der Zeit nur angerissen werden? Ja, ein paar Geschichten in dieser Hinsicht wären konsequenter gewesen. Die paar angesprochenen Glitches? Geschenkt. Und ja, der Inventarzugriff ist manchmal etws sperrig. Aber das alles ändert nichts an dem grandiosen Gesamteindruck einer atmenden, lebendigen, dynamischen Spielwelt. Leere zwischen den Orten habe ich zum Glück nirgends gefunden, es gibt überall soviel zu entdecken. Überhaupt ist RDR2 ein Eldorado für Entdecker. Seit Skyrim hat es kein Spiel mehr geschafft, mich so in seiner Welt versinken zu lassen dass die Zeit einfach stehenzubleiben scheint und ich mich irgendwann spät abends zwingen muss, die Konsole auszuschalten um nicht am nächsten Tag bei der Arbeit völlig übermüdet zu sein. Überhaupt steckt in RDR2 viel mehr Skyrim als GTA. Ein Meisterwerk? Für mich jedenfalls locker unter den Top 10 aller Videospiele die jemals erschienen sind, und ich spiele seit 30 Jahren.

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lasterfahrer 09.11.2018, 16:15
4.

nachdem hier vor jahren in einem artikel zum erscheinen des ersten Red Dead Redemption teils gleich das ende mit gespoilert wurde, werde ich mir bestimmr nie wieder einen artikel über ein game auf spiegel online durchlesen. was das damals sollte kann ich bis heute nicht verstehen, das war einfach nur megadumm und dreist vom damaligem autor.

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spiegelwelt 09.11.2018, 16:34
5. Ist eben bei aller Pracht kein ZELDA

Vielleicht sollten die Entwickler mal bei Nintendo gucken gehen, wie man ein Opern-World-Spiel macht.

Supi-Supi-Grafik ist halt nicht alles.

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winterwoods 09.11.2018, 16:51
6. Der rote Faden eines Open-World-Games IST: ...

Für MICH ist der rote Faden eines Open-World-Games die Möglichkeit und das Bauen einer Base. Das ist der persönliche Ankerpunkt. Fehlt dieses Fundament ist ein Game für mich kein richtiges "Open World"-Game, sondern eher nur Grafik-Demo :o) Zu RDR2 kann ich selbst noch nichts sagen, ich habe es noch nicht gespielt. Will aber nur anmerken, dass zumindest die Gamestar-Redakteure doch sehr angetan sind, soweit ich mitbekommen habe.

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thorben78 09.11.2018, 17:24
7. Kritik zurecht

Ich muss dem Autor leider Recht geben. Ich bin ein riesengroßer Western Fan, ahbe Red Dead Redemptrion 1 zweimal durchgespielt und habe seit Jahren auf RDR II gewartet. Aber wie beim Vorgänger ist auch hier das direkte Umfeld etws "seelenlos". Das steht im totalen Kontrast zur sehr gelungenen Grafik.
Ein Grundproblem sehe ich in der kaum vorhandenen KI. Die Welt enthält kein wirkliches Leben, die Computer-Charakere sind blutleer. Man kann nicht mit ihnen reden oder sponatn eine Handlung aufbauen (außer Schlägereien). Un diese Leere passt nicht zur fotografisch realistischen Grafik. Man erwartet mehr - mehr Leben.

Ich hatte mal vor Jahren Skyrim gespielt. Hier fand ich das generell schon besser gelöst.

Trotzden ist es ein gutes Spiel, es macht weiterhin Spaß die Jobs zu lösen. Aber ein Meilenstein ist es definitiv nicht.

VG,
Thorben

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schizzlleee 09.11.2018, 17:39
8. Eine Spoilerwarnung im Titel hätte geholfen...

Da hat der Autor ganze Arbeit geleistet. Im ersten Satz das Ende zu verraten, kommt bei den Lesern eines Spieletests nicht sonderlich gut an.

Leider ist auch der Rest des Artikels nicht wirklich lesenswert. Da scheint jemand ein Call of Battlefortnitecreed im Wilden Westen erwartet zu haben und wurde enttäuscht, dass das Spiel "altmodisch" ist.

Bin dann Mal zocken. Howdy!

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tallinn1960 09.11.2018, 21:03
9. Früher war es ein klares "Buy"

wenn der Spiegel einen Film verrissen hat. Stimmt das auch für Videospiele? Schaun mer mal: ich habe die Story in RDR2 durch bis zum Abspann - und das die Geschichte so gar nicht packen will, kann ich für mich nicht bestätigen. Es ist der Epilog, der die Geschichte rund macht - und im Abspann dann noch bis zum Vorgänger weiterführt. Ja, das Spiel hat Längen - wenn man auf alle Schnellreise-Optionen verzichtet, denn da gibt es nicht nur eine, sondern gleich drei, zwei davon scheint der Autor gar nicht gesehen zu haben (Bahn, Postkutsche). Es lohnt sich aber, auf diese Option zu verzichten. Auch wenn RDR2 dann manchmal richtig chillig wird - über kurz oder lang passiert auf dem Weg immer was, man findet die Fährte von einem makellosen Tier, trifft skurrile Gestalten, findet Nebenmissionen, stolpert über einen auf einer Schatzkarte beschriebenen Ort... Man muss sich auch auf die zahlreichen vom Spiel im Lager eingestreuten Dialoge mit den Bandenmitgliedern einlassen, dann kommen einem alle Personen auch näher. Je nach Naturell (bei mir war es so) ist aber John Marston derjenige, an dessen Schicksal (um das sich Arthur so sorgt) man am meisten Anteil nimmt. Die Missionen selber sind schon liebevoll gestaltet, auch wenn man sich mitunter wie in einem interaktiven Film ala "Hard Rain" vorkommt. Den Vorgänger habe ich geliebt, mit RDR2 bin ich nicht ganz so zufrieden, aber dass hier ein Meisterwerk gescheitert sei, ist dann doch zu hart - allein der Soundtrack des Spiels ist ein Meisterwerk.

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