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Sexistisches Schreiben eines Google-Mitarbeiters: Natürlich besser
REUTERS

Frauen sind aus biologischen Gründen schlechter für die Tech-Branche geeignet als Männer, schreibt ein Google-Mitarbeiter. Seine Argumentation geht aber nicht auf - und wäre besser im Google-Intranet versandet.

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perspective 08.08.2017, 13:50
1. Memo einmal selbst lesen

Das Memo ist inzwischen als PDF mit allen Links und Abbildung online verfügbar, z.B. unter https://assets.documentcloud.org/documents/3914586/Googles-Ideological-Echo-Chamber.pdf Es lohnt sich, den Text selbst einmal zu lesen. Insbesondere weil in vielen Artikeln Aussagen verzerrt oder übergeneralisierend wiedergegeben werden.

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Tin O'Force 08.08.2017, 13:52
2.

Man kann in der Frage ja unterschiedlicher Meinung sein, so wie die viele Erziehungswissenschaftler oder GenderStudiesMenschen es über die Jahrhunderte waren, aber einen Mitarbeiter rauswerfen, weil er eine Meinung vertritt, die durchaus mit Zahlen zu untermauern ist, rauszuwerfen, zeigt nur wieder, wie weit man in Sachen political correctness gekommen ist. Man kann die heutige Kultur einfach unmöglich ernst nehmen, zu verdreht, zu hysterisch.

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sknopf 08.08.2017, 13:57
3. Das Problem ist...

... dass sich Frauen im Durchschnitt leider schlichtweg nicht für Informatik interessieren. Zu abstrakt, zu wenig persönlich, etc. sind die Gründe, die angegeben werden.

Nun kann man sagen, dass sich Frauen nicht für Informatik interessieren, weil davon weggedrängt werden. Aber was sind Frauen dann? Willenlose Pudel? Wenn Frauen halt einfach keinen Bock haben Informatik zu studieren, trotz aller Mädchentage an den technischen Hochschulen, ja, was sollen wir dann tun? Sie per Quote dazu zwingen obwohl sie lieber Kunsthistorik studieren?

Ohne das (mathematisch anspruchsvolle) Informatikstudium zu absolvieren ist es nunmal einfach schwierig in die Techbranche zu kommen, abgesehen von wenigen Nischen wie Grafikdesign. Und da der Nachschub an Informatikerinnen dünn ist, macht es auch keinen Sinn der Branche schlechte Frauenquoten vorzuwerfen. Die sind mangels ausgebildeter Frauen schlicht nicht zu ändern.

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mrotz 08.08.2017, 14:01
4.

Leider hat er recht und wird aus politischer Ideologie/Opportunismus heraus entlassen....

mfg

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genewolfe 08.08.2017, 14:01
5. Die ganz große Keule

Bin mir nicht sicher, ob die Autorin des Kommentars wirklich gelesen hat, was der Google Mitarbeiter geschrieben hat. Der stellt nur vorsichtig die Frage, ob die Ziele richtig sind. Müssen unbedingt 50% Frauen in der S o f t w a r e e n t w i c k l u n g tätig sein ?
Nach meiner Erfahrung - als Softwareentwickler - ist das tatsächlich ein Bereich der Frauen s t a t i s t i s c h betrachtet nicht liegt. (Vielleicht haben sie einfach keine Lust darauf ?!).
Er postet das in dem firmeninteren Diskussionsform für das Thema und wird postwendend entlassen. Meinungsfreiheit ? Wissenschaftlichkeit ? Aufklärung ? Demokratie ?
All dieses funktioniert nicht ohne freie Diskussion. Wenn man Menschen anderer Meinung einfach nur gesellschaftlich tötet ist auch die Gesellschaft tot die dieses tut.
Ein trauriger Tag für google ...

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zeichenkette 08.08.2017, 14:02
6. Das ist eine typisch blinde Diskussion

"Frauen sind im Durchschnitt 1,65m groß, Männer 1,80m. Ein bestimmter Job verlangt eine Mindestgröße von 1,70m, also darf man dafür nur Männer einstellen, denn Frauen sind nicht so groß". Das ist diese ständige Bevormundung von Individuen anhand von Merkmalen, die eine einfach erkennbare Gruppe hat, der sie zufällig angehören (wie z.B. Geschlecht). Und genau das ist ein Fehler, den sehr häufig Leute machen, die zu unzulässig starken Vereinfachungen tendieren. In diesem Zusammenhang nennt man das auch "Sexismus", in anderen "Rassismus".

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lucas 08.08.2017, 14:08
7.

Zitat von Tin O'Force
Man kann in der Frage ja unterschiedlicher Meinung sein, so wie die viele Erziehungswissenschaftler oder GenderStudiesMenschen es über die Jahrhunderte waren, aber einen Mitarbeiter rauswerfen, weil er eine Meinung vertritt, die durchaus mit Zahlen zu untermauern ist, rauszuwerfen, zeigt nur wieder, wie weit man in Sachen political correctness gekommen ist. Man kann die heutige Kultur einfach unmöglich ernst nehmen, zu verdreht, zu hysterisch.
Die Zahlen werden Sie uns sicher noch liefern, oder?

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Profdoc1 08.08.2017, 14:09
8. Tja, ....

Idioten gibt's halt überall. Gerade die Nerdbranche ist davon überproportional betroffen. Deshalb verwundern weder die Zahlen noch das Verhalten. Die Computerbranche hat i.d.R. ein 'Frauenproblem'. Dabei sind es gerade die spezifischen Eigenschaften in denen Frauen stark sind, die der Branche helfen würden. Die Autorin wirft zu Recht ein, dass sich das Branchenverhalten ändern muss, sonst wird die Branche unter ihren Möglichkeiten bleiben. Das ist korrekt.
Schöne Grüße,
- ein Mann -

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herr.ribert 08.08.2017, 14:11
9. Wissenschaftliche Sichtweise

Es gibt mittlerweile eine Stellungnahme von vier relativ bekannten Psychologen diverser Ausrichtungen, die der Autorin des Spiegel-Artikels in vermutlich allen vorgebrachten Punkten widersprechen. Mich würde hier eine Stellungnahme Seitens der Redaktion interessieren, da die "Fakten" nunmal doch andere zu sein scheinen.

Quellen (quillette ist momentan down, daher der link ins archiv):
http://quillette.com/2017/08/07/google-memo-four-scientists-respond

https://web.archive.org/web/20170808013732/http://quillette.com/2017/08/07/google-memo-four-scientists-respond/

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