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Sicherheitsprobleme bei Google Plus: Warum schwieg Google monatelang?
DPA

Nach einer Datenpanne schließt Google sein Netzwerk Google Plus. Der Konzern weiß schon lange von dem Problem, verriet aber nichts. Nun gibt es Vorwürfe: Google hätte die Nutzer früher informieren müssen.

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felix_hauck 09.10.2018, 15:57
1.

Das Tolle ist, dass ich bei der Einführung von Google + damals gezwungen wurde dort einen Account zu erstellen, um Youtube weiter wie gewohnt nutzen zu können.

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urbanism 09.10.2018, 16:48
2. warum schwieg Google?

warum schwieg Google? Aus dem selben Grund wie alle Börsennotierten Konzerne Schweigen wenn große Fehler passieren oder Betrogen wird. Nämlich die Angst vor dem Kursverlust der eigene Aktie und den entsprechenden Reaktionen der Großaktionäre.

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peterka60 09.10.2018, 18:19
3. Und jetzt?

Ich verstehe nicht, warum hier wieder ein solches Theater gemacht wird. Jeder weiss doch seit vielen Jahren, Das wir "gläsern" sind von dem Moment an, in dem wir uns bei sozialen Medien anmelden, wissen wohl alle. Ich habe nichts zu verstecken. Ich habe einen Facebook-Account, den ich alle 3 Monate einmal anschaue, einen Google plus - Account, den ich noch nie angeschaut habe, einen Twitter-Account, den ich nicht nutze. WhatsApp, Line usw. brauche ich wenn ich im Ausland bin. Skype, weil ich aus Asien oder anderen Kontinenten halt leichter kontaktiert werden und Meetings machen kann. Und das alles seit vielen, vielen Jahren. Noch nie hatte ich das Gefühl, dass ich beobachtet werde.

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quark2@mailinator.com 09.10.2018, 19:14
4.

Ich finde ja Googles Begründung für die Verheimlichung so toll ... "weil es sonst sofort intensives Interesse von regulatorischen Behörden gegeben hätte". Das ist schon verdammt frech und sollte unter Strafvereitelung fallen. Wir sagen niemandem, daß unsere Kessel explodieren, sonst kommt noch jemand auf die Idee, uns Inspektionen und Grenzwerte zu setzen. Schon klar, warum der Laden sein Motto "Tue nichts Böses" mehr oder weniger getilgt hat. Das war nur nützlich, solange man noch nicht groß genug war :-(. So langsam brauchen wir das Standard-Oil-Verfahren für die großen Computer- und Internetkonzerne.

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Markus Frei 09.10.2018, 19:28
5. Unterschied

Der Vergleich mit dem Facebook-Skandal hinkt schon gewaltig. Hier geht es um das mögliche Ausnutzen eines technischen Fehlers, Facebook hat die Nutzerdaten ja vorsätzlich von sich aus verscherbelt. In der IT weis man ganz genau das es kein "sicheres" System gibt. Fehler, "Lücken" oder Bugs sind an der Tagesordnung und damit geht man erst an die Öffentlichkeit wenn man das Problem gelöst hat.

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Jugendlicher 09.10.2018, 20:04
6. Ich halte es in diesem Fall....

.... mit dem Tagesspiegel. Auch hier ist wieder "Cambridge Analytica" im Spiel. (Cambridge Analytica ist ein 2014 von der britischen SCL Group gegründetes Datenanalyse-Unternehmen, das im Mai 2018 Insolvenz anmeldete. Wikipedia)
Zitat : CA definierte 32 Persönlichkeits-Typen und versuchte gezielt, die ängstlichen und besorgten, in ihrer Wahlentscheidung schwankenden Bürger in den Schlüsselstaaten mit Facebook-Botschaften zu beeinflussen. Zitat Ende.
Diesen wirft natürlich ein neues Bild auf. Wer hat die US Wahl beeinflusst ?? Fragen über Fragen.
Quelle : https://www.tagesspiegel.de/medien/die-affaere-um-cambridge-analytica-post-von-trump/23161904.html

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ed.u.cator 09.10.2018, 20:15
7.

Prima! Jede Social Müll Seite, die heruntergefahren wird, ist ein Gewinn für die Menschheit im Allgemeinen und für nicht-sinnentleerte Kommunikation zwischen Menschen im Speziellen.

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quark2@mailinator.com 09.10.2018, 20:20
8.

Zitat von Markus Frei
Der Vergleich mit dem Facebook-Skandal hinkt schon gewaltig. Hier geht es um das mögliche Ausnutzen eines technischen Fehlers, Facebook hat die Nutzerdaten ja vorsätzlich von sich aus verscherbelt. In der IT weis man ganz genau das es kein "sicheres" System gibt. Fehler, "Lücken" oder Bugs sind an der Tagesordnung und damit geht man erst an die Öffentlichkeit wenn man das Problem gelöst hat.
Man sollte aber dann an die Öffentlichkeit gehen, wenn es für die Kunden optimal ist. D.h. die Kunden sollten wissen, daß die Plattform angreifbar ist, damit sie ihr Zeug in Sicherheit bringen können. Hier gab es zwar keine absichtliche Weitergabe der Daten, aber eine absichtliche Verheimlichung, um der staatlichen Aufsicht zu entgehen, wie Google ja offen geschrieben hat. Falsche Motivation.

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GoaSkin 10.10.2018, 01:23
9. das wird den meisten Leuten völlig egal sein

Für die meisten Menschen ist Google das digitale Sozialamt, dass viele tolle Dienste völlig kostenlos bereit stellt. Aber nicht nur in Bezug auf Google denkt keiner mehr darüber nach, warum er jegliche Daten aller Art ins Internet hoch lädt. Ob Cloud-Dienste, Smarthome-Lösungen oder Web-Applikationen. "Ist ja alles so toll", denkt sich selbst der eine oder andere IT-Chef eines größeren Unternehmens.

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