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So nutzen Sie Ihren alten Windows-PC mit Linux weiter
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Ältere Computer taugen oft problemlos zum Surfen im Internet, aber alte Betriebssysteme wie Windows XP sind ein Sicherheitsrisiko. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit einem genügsamen Linux-Betriebssystem alte Hardware frisch machen.

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br0iler 12.11.2014, 17:57
1. Mint mit Cinnamon ist wohl der einfachste Umstieg von Windows

Gnome3 oder Unity sind für Windowsumsteiger eher ungeeignet, da hier ein völlig anderes Konzept verfolgt wird.
KDE hat auch einen anderen Ansatz, ist aber für Windowsumsteiger schnell erlernbar.
Wie schon gesagt ein WinXP bzw. Win7 User wird mit Cinnamon-Desktop die wenigsten Probleme haben. Mate ist ähnlich, aber Cinnamon ist schöner und komfortabler. XFCE ist wirklich nur für sehr langsame/alte Rechner und sieht deshalb auch etwas altbacken aus.
Wer sich dafür interessiert, kann sich bei Youtube jede Menge Videos ansehen. Einfach "Linux Cinnamon" öder sowas in der Art eingeben.

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fpwinter 12.11.2014, 18:04
2. Mein altes XP pro...

... ist 13 Jahre problemlos gelaufen, einfach, weil mein Rechner nie am Netz war. Nun habe ich einen neuen alten Rechner mit dem gleichen alten XP, und der wird auch laufen, bis die Festplatte stirbt, ohne je am Netz gewesen zu sein. Und für meine Arbeit habe ich alle Anwendungen, die ich brauche. So einfach kann das sein...

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matokla 12.11.2014, 18:08
3. Schöner Artikel....

Die wichtigsten Linux-Geschmacksrichtungen werden relativ wertfrei nebeneinander gestellt. Das kommt in der NichtFachpresse eher selten vor.
Nur den Passus mit sinngemäss 'Fedora ist nichts für Anfänger - wirkt kompliziert' verstehe ich nicht ganz. Das hätte ich jetzt im Artikel eher bei Debian vermutet, das ja doch konservativer daher kommt, als die beiden großen Flavors Opensuse und Fedora.

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loddar1961 12.11.2014, 18:11
4. Sehr blauäugig

Die Idee mit dem Weiterverwenden der alten, aber funktionstüchtigen Hardware hatte mein Vater (80) ebenfalls. Ich habe ihm dringendst davon abgeraten - und er hat sich letztlich einen preiswerten neuen PC von HP gekauft, mit Windows 8.1 - und meine Befürchtungen hinsichtlich Linux bewahrheiteten sich sofort: 5 Anrufe täglich "Wie geht...?" "Wo ist..." - aber nach 2 Wochen hatte er sich reingefunden, weil eben unter Windows 8 mit nachinstalliertem Startmenü vieles doch ungefähr so wie unter XP funktioniert - ich würde aber sicher die Wette gewinnen, dass ich noch jetzt, 1/2 Jahr später immer noch jeden Tag ein paar Anrufe der oa. Themen bekäme. Und dass er sich inzwischen trotz aller Mühe einen neuen PC gekauft hätte, der obendrein nur noch 1/3 des Stroms verbraucht wie der alte.

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weltverkehrt 12.11.2014, 18:18
5.

Wer sein Windows drauflassen will, sollte sich vorab auf nervenaufreibende Fehlerbehebung einstellen. Ich habe (als vorher seltener Linuxnutzer) in den letzten Monaten ca. 5 Installationen gemacht, darunter Ubuntu und Kubuntu auf Vaio-Laptop von 2003, weiterer von 2009 Mint, aktuellem Laptop Mint und Desktop-PC sowohl Mint als auch vorher Ubuntu. Nur zwei Mal hat die Installation des Bootloaders auf Anhieb geklappt, so dass man eines der Betriebssystem starten konnte, und zwar einmal bei Ubuntu und einmal bei Mint. Bei Mint wurde dies im Installationsprozess am Ende freundlicherweise angekündigt, so konnte man im Internet nochmal Hilfe für die Konsole suchen. Allerdings über Grub2 in der Konsole war die Installation weder von Live-CD des selben Betriebssystems möglich, noch von manch anderen - oder es mangelte an Fähigkeiten/Wissen meinerseits. Abhilfe schaffte nur eine Rescue-Distribution (weiß gerade nicht mehr welche), wobei ich mehrere durchprobierte (Gparted, Parted Magic, Grub2Disk,...). Man sollte also sicherheitshalber lieber gleich einen zweiten Stick mit Rescue-Distro fertig machen - eine womit die Platte mit defektem Bootloader direkt im Menü repariert werden kann oder diese trotzdem gebootet werden kann.

Davon abgesehen sollte man vielleicht noch erwähnen, dass sehr alte Rechner oft kein Booten von USB ermöglichen und eine Installation von CD schon mal Nerven abverlangt, nicht nur wegen der Dauer, sondern weil man schonmal CD/DVD für die Tonne brennt und längst nicht jede ISO-Datei auf jedem Rechner läuft - weiß der Teufel, wieso. War bei mir jedenfalls so. Wer aber die Nerven hat, wird mit Linux wenig vermissen.

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lagermeister17 12.11.2014, 18:35
6. Warum nicht Lubuntu?

Lubuntu ist noch ressourcensparender als Xubuntu mit seinem XFCE-Desktop. Ich benutze nur Lubuntu (letzte Langzeitversion, also 14.04) und bin damit bestens bedient.

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BeatDaddy 12.11.2014, 18:41
7. Was für ein Quark...

für jeden Mist ist Geld da, aber ein paar Euro für ein neues Windows nicht...Hauptsache, immer krampfhaft anders sein...weil Windows und Microsoft ja soooo böse sind und alle nur abziehen und kontrollieren wollen...

Ich kann mich noch gut an OS/2 erinnern, vor allem an die Leute, die das propagiert haben. Nach einem Jahr hat unsere Firma 50.000€ ausgegeben und der "Kack" hat nicht funktioniert. Linux ist etwas für Freaks, die mehr Zeit als Geld haben...

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Afrojüdischer_Sozi-Sinti 12.11.2014, 18:42
8. schöner Artikel

In meinem Freundes und Bekanntenkreis haben auch nur jene Probleme, die ohnehin Probleme im Umgang mit Computern hat. Der Rest kommt gut bis eher besser mit entsprechenden Linux Distros klar. Nur bei Zockern ist es noch leider schwierig. Und bei allen Berufsgruppen (irgendwas mit Medien und Design) denen mit Ausbildungsbeginn dieses oder jenes Programm als unerlässlich gepedigt wird, anstatt mal grundlegendes über Software, Dateiformate und simpler Logik zu vermitteln.

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monoman 12.11.2014, 18:46
9. Vorsicht beim Schaffen unumkehrbarer Tatsachen!

Zusätzliche Linuxinstallation zu Windows auf dem gleichen Rechner ist auf jeden Fall empfehlenswert. Man kann dann Linux fürs Internet nutzen, hat aber bei Bedarf (etwa die geliebten alten Spiele) immer noch sein XP zur Verfügung. Leider ist das im Bericht erwähnte Überschreiben des originalen Bootloaders nur schwer wieder rückgängig zu machen. Man kann also das zusätzlich installierte Linux nicht mal eben so wieder löschen, man kann nicht mal die Grösse der Linuxpartition nachträglich ändern (also hier gleich etwas grosszügiger sein). Von daher ist auf jeden Fall ausgiebiges Probieren der verschiedenen Linuxvarianten empfehlenswert (auf DVD brennen und Rechner damit hochfahren). Linux Mint ist wohl augenblicklich die Variante, die sich am Windows-ähnlichsten anfühlt und gleich alle Codecs für DVD- oder MP3-Wiedergabe etc. mit an Bord hat. Wenn der Rechner so alt ist, dass man kein DVD-Laufwerk hat und auch nicht vom USB-Stick starten kann, dann bliebe als Option noch Lubuntu (Light Ubuntu), recht Ressourcen schonend und auf eine CD passend. Hat man sich entschieden, dann startet man einfach das gewählte Linux von DVD, USB-Stick (oder CD) und wird dann bequem durch den Installationsprozess geführt. Hier kann man die Parallelinstallation auswählen (Windows bleibt auf dem Rechner erhalten) und auch die Grösse für die Linuxinstallation (wiegesagt, hier nicht knausern). Alles keine Raketenwissenschaft.

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