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"State of Mind": Unmenschliches Berlin
Daedalic

"State of Mind" ist ein kluges Spiel über Menschen und Androiden. Mit dieser Themenwahl ist die kleine Entwicklerfirma allerdings nicht allein - und muss sich gegen große Studios behaupten. Kann es im Vergleich bestehen?

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M.steitz 15.08.2018, 16:29
1. Ein Spiel. Oder darf es ein bisschen mehr sein.

Die einen wollen zum spielen anregen, die anderen zum Diskurs.
Die einen verkaufen Spiele, die anderen eben nicht.

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metastabil 15.08.2018, 17:09
2. "Groß" und "Klein"

Bis Ende 2016 waren Quantic Dreams und Daedalic vergleichbar groß, beide hatten um die 150 Mitarbeiter und Umsätze um die 10 Millionen Euro. Jedoch ist das Spielprinzip von "Detroit: Become Human" für Quantic Dream vertrautes Terrain - das Studio ist schon seit über zehn Jahren auf interaktive Filme spezialisiert, während Daedalic sich mit "State of Mind" auf eher unbekanntes Terrain wagt - Daedalic ist sehr viel mehr für seine Point-and-Click-Adventures bekannt.
Ich würde die linearere Erzählweise und die eventuell weniger herausfordernden Spielelemente nicht hauptsächlich auf geringere Kapazitäten schieben, sondern viel mehr darauf, dass Quantic Dream aufgrund ihrer Spezialisierung schlicht mehr Erfahrung haben, wie verzweigte Geschichten erzählt werden können, und welche Spielelemente dabei gut funktionieren.

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arr68 15.08.2018, 17:30
3. aha Cyberpunk und Androiden

das hat der Redakteur wohl sauber recherchiert... In Cberpunk geht es um genau den anderen Weg. Wie viel Technik kann sich ein Mensch einbauen, bis er nicht mehr Mensch ist? Humanoide Roboter mit KI spielen da eine weit untergeordnete Rolle.

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bloub 15.08.2018, 17:59
4.

klar kann daedalic bestehen, weil auch die grossen studios im normalfall eher schrott als kunst produzieren.

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ErikMeier 16.08.2018, 00:02
5.

Zitat von bloub
klar kann daedalic bestehen, weil auch die grossen studios im normalfall eher schrott als kunst produzieren.
Mit Kunst kann man aber leider in der Computerspielebranche nicht viel Geld verdienen. Unterhaltung ist das was zählt. Auch wenn sie schon damit recht haben das bei den großen Studios immer mehr mist dabei ist. Ich denke es wird immer schwerer als kleines Studio zu bestehen. Spiele werden immer komplexer in der Produktion und langweilige Indie Titel überschwemmen mittlerweile den Markt. Sich da zu behaupten ohne Finanzielles Polster schränkt einen schon ziemlich ein.

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andi5lebt 16.08.2018, 00:15
6. Asimovs I, robot is älter als 10 Jahre

Und hat eine merkwürdig undystopische Sicht auf ein Zeitalter der möglichen Robotdominierung. Diametral entgegengesetzt zum gleichnamigen Film übrigens.
In Sachen Spielen war Detroid: Become Human ein möchtgern verkopfter Langweiler. Was ich von State of mind bisher gesehen habe sah deutlich interessanter aus.

Mit ihrem Vorgänger Long Journey home hatten sie leider das Pech als einziger von vielen (indie) Devs, die es verdient hätten, für einen absurd hohen Schwierigkeitsgrad abgestraft zu werden. Und alle (erfolgreichen) Korrekturversuch kamen zu spät.

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dr.eldontyrell 16.08.2018, 07:52
7. Ähhm jein,

Zitat von arr68
das hat der Redakteur wohl sauber recherchiert... In Cberpunk geht es um genau den anderen Weg. Wie viel Technik kann sich ein Mensch einbauen, bis er nicht mehr Mensch ist? Humanoide Roboter mit KI spielen da eine weit untergeordnete Rolle.
im Cyberpunk geht es auch andersherum darum, ab wann eine künstliche Lebensform (ob KI oder Android/Replikant) als lebendig gilt. Als Beispiele wären zu nennen Blade Runner (Replikanten), Ghost in the Shell (Androide), Neuromancer (KIs), etc.
Natürlich aber auch die von Ihnen genannte Entmenschlichung, auch im gesellschaftlichen Bereich.
Zum Thema: Ich freue mich ehrlich gesagt auf alle drei Spiele, jedes zeigt eine andere Facette des Cyberpunk.

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Leser161 16.08.2018, 07:52
8. Es fehlt der Appetitmacher

Es fehlt der Appetitmacher. Eigene Vergangenheit erforschen, dem gehassten XY dann doch irgendwie näher als gedacht, das gab es schon alles in anderen Geschichten.

Es fehlt der Hinweis darauf, was diese Geschichte jetzt besonders macht.

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Ignorant00 16.08.2018, 09:02
9. Komplett andere Konzepte

Zitat von metastabil
Bis Ende 2016 waren Quantic Dreams und Daedalic vergleichbar groß, beide hatten um die 150 Mitarbeiter und Umsätze um die 10 Millionen Euro. Jedoch ist das Spielprinzip von "Detroit: Become Human" für Quantic Dream vertrautes Terrain - das Studio ist schon seit über zehn Jahren auf interaktive Filme spezialisiert, während Daedalic sich mit "State of Mind" auf eher unbekanntes ......
Ich gebe dir recht: Quantic Dream ist ein absoluter Spezialist, in dem was sie tun!

Das mit dem gleich groß ist aber ein Vergleich Äpfel vs. Birnen: Die eine Firma hat in 19 Jahren 5 Spiele entwickelt, alle mit dem genau gleichen Konzept: Da sind 150 Mitarbeiter 5 Jahre auf ein Produkt fokussiert. In der Zeit hat Daedalic 13 Spiele entwickelt, mit demselben Umsatz und derselben Mitarbeiterzahl (deine Zahlen) auf den Markt gebracht. Daher kostet das eine Spiel auch 60 € und das andere 30 €.

Ich mag die Konzepte interaktiver Filme (und viel mehr sind beide Spiele wohl nicht) eigentlich nicht, aber da ich die Thematik sehr spannend finde habe Detroit: Bceome Human gespielt und fand es toll! Super stimmige Welt, interessante Charaktere und mehr Storylines, als in den Telltales (wo ich keine wirklichen dauerhaften Entscheidungen erkennen kann).
Da ich das Setting super finde habe ich auch State of Mind vorbestellt und werde am Wochenende mal anfangen zu zocken...

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