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StreamOn-Option: Verbraucherschützer fordern Verbot von Telekom-Flatrate

Mit einem neuen Datentarif will die Telekom Kunden endloses Streaming ermöglichen, zum Beispiel auf YouTube und Netflix. Langfristig sei das Modell aber gefährlich für Kunden, warnen Verbraucherschützer.

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ihawk 26.05.2017, 15:00
1. Wem gehört was

Der Internet-Benutzer hat mit den Anschlussgebühren das Internet aufgebaut. Diese Tatsache wird von der Industrie notorisch verschwiegen. Darüberhinaus haben die Netzbetreiber Milliarden-Zuschüsse aus diversen Staatshaushalten bekommen. Nun ist das Internet aufgebaut und Großkonzerne machen sich daran, sich das Internet unter den Nagel zu reißen.
"Fake News" ist nur ein Segment der unterstützenden Propaganda.
Ich denke, es bedarf einer klaren und unmissverständlichen Stellungnahme der Politik, diesen wohl geplanten Raubzug zu verhindern.

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Sonnenschein11 26.05.2017, 15:24
2.

Zitat von ihawk
Der Internet-Benutzer hat mit den Anschlussgebühren das Internet aufgebaut. Diese Tatsache wird von der Industrie notorisch verschwiegen. Darüberhinaus haben die Netzbetreiber Milliarden-Zuschüsse aus diversen Staatshaushalten bekommen. Nun ist das Internet aufgebaut und Großkonzerne machen sich daran, sich das Internet unter den Nagel .....
Du hast einen Denkfehler. das www wurde von dem US Militär entwickelt und aufgebaut. Sprich, die Basis ist US Amerikanisch.
einige Jahre später wurde das www den Unis und div. Konzern zugänglich gemacht. Wieder ein paar Jahre später, konnten dann normale Bürger das www ernst nutzen.
Ich habe z.B. 1988 das erste mal mich noch zu unverschämten Preisen eingeloggt. 1992 habe ich in einem EDV Institut angefangen und habe dort das www erst richtig schätzen gelernt. Wir hatten damals eine 2MB/s Standleitung gehabt. Kaum vorzustellen, was das für eine Revolution der Datenverarbeitung darstellte.
Die Finanzierung erfolgte also zuerst vom Militär, später durch Spenden und Kabelanschlüsse von Unternehmen. Viele Jahre erst später wurde und konnten Privathaushalte eine Internetanbindung buchen.

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irgendwieanders 26.05.2017, 15:34
3. logischer Schritt

In Zeiten, wo Medien wie Bild und Ton immer mehr zum Kernbestandteil der Internetnutzung werden, macht es einfach nur Sinn, dass der Trend zu richtigen Flatrates geht.
Wenn die Telekom anfängt, bestimmte Services aus dem üblichen Datenvolumen rauszunehmen, wird es nicht lang dauern, bis andere Mobilfunkanbieter dazu übergehen, entweder ein ähnliches Modell anzubieten, oder wirkliche Datenflatrates, und nicht nur volumenbegrenzte Pseudoflatrates.
Nur keine Panik, Hüter des freien Internets, hier kann man sich wirklich darauf verlassen, dass der Markt es richtet....

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bacillus.maximus 26.05.2017, 15:42
4. Der Unsinn stirbt nie

Zitat von ihawk
Der Internet-Benutzer hat mit den Anschlussgebühren das Internet aufgebaut. Diese Tatsache wird von der Industrie notorisch verschwiegen. Darüberhinaus haben die Netzbetreiber Milliarden-Zuschüsse aus diversen Staatshaushalten ......
In Deutschland ist kein Cent jemals in den Netzausbau gegangen. Zu Zeiten der Post wurde mit den Gewinnen aus der "grauen" Telefonpost das Defizit der "gelben" Post ausgeglichen. Alles was darüber hinausging hat sich der jeweilige Finanzminister einverleibt, in der Regel einige Milliarden pro Jahr.
Die Telekom hat die Infrastruktur erhalten, zusammen mit der Pflicht der Versorgung nach Postreform. Dafür wurde unter anderem heimlich still und leise der Artikel im GG (imho 87 Absatz xy?) der die Grundversorgung betrifft gekappt und dem Volk erzählt daß der Markt schon alles richten wird. Wie wir jetzt prima sehen können tut er das nicht, niemand streitet sich darum dem letzten Kaff ein Kabel oder eine Richtfunkstrecke zu spendieren, da wird knallhart kalkuliert. Die Innovationszyklen werden immer schneller, die Anschaffung von Hardware zur Reparatur ist ein kaum mehr kalkulierbares Risiko. Wir reden von Baugruppen die im Ernstfall schnell zur Hand sein sollen aber mal eben 22.000 Euro kosten, da gehen dann gerade mal 144 Kunden dran.

Als die Mauer fiel hat die Telekom auch keinen Pfennig für den Aufbau einer Infrastruktur bekommen sondern etwa 50 Milliarden Kredit aufgenommen.
Für jede UMTS-Lizenz wurden nochmals Milliarden vom Staat kassiert.

In Südkorea sieht es genau andersrum aus, da hat der Staat vor zwei Jahrzehnten auf der Suche nach einer Vision für morgen entschieden unfassbare Mengen Geld ins Netz zu pumpen, daher auch deren Ausbau und deren Preise.

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bacillus.maximus 26.05.2017, 15:47
5. Ein jahr vor Beginn des www schon darin eingeloggt?

Respekt. Dann war es gar nicht Berners Lee der das www begründet hat, denn der hat erst im April 1989 mit dem www angefangen.

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scooby11568 26.05.2017, 15:47
6. Ich frage mich, warum die Telekom

nicht einfach alles Flatrate macht, wenn die datenintensive Nutzung sowieso schon abgedeckt ist. Wieviel soll da noch kommen?

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keine-#-ahnung 26.05.2017, 15:52
7. Viel Lärm um nichts ...

... das betrifft lediglich den Internetzugriff via 3G und 4G. Da die Funkzellen ausschliesslich als shared media funktionieren und halt nur den traffic zulassen, den ihre Anbindung an den backbone zulässt, macht es durchaus Sinn, den traffic der Anwender einzuschränken - quasi sind die Nutzer einer Funkzelle eine "Solidargemeinschaft". Wer mehr traffic nutzen oder anbieten will, soll und muss dafür zahlen - sei es der Nutzer selbst oder ... der Anbieter von Inhalten.
Und wen das aufregt ... der legt sich einfach einen VDSL- oder ftth-Anschluss zu und jut ist, da gibt es keine Begrenzungen.

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Sonnenschein11 26.05.2017, 16:08
8. 1960 ging es übrigens los

Zitat von bacillus.maximus
Respekt. Dann war es gar nicht Berners Lee der das www begründet hat, denn der hat erst im April 1989 mit dem www angefangen.
Du meinst wohl was anderes ;)

https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Internets

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KlausP22 26.05.2017, 16:47
9.

Netzneutralität bedeutet nur, dass die IP Pakete vom Routing her gleich behandelt werden müssen. d.h. sie dürfen nicht gegenüber anderen Paketen bevorzugt oder benachteiligt werden, zB bei der Übertragungsgeschwindigkeit. Eine unterschiedliche Zählungsweise für Volumentarife beeinflusst die Pakete selber aber nicht und bei Erreichen der Drosselgrenze wird alles gedrosselt, auch die StreamOn Partner. Somit liegt kein Verstoß gegen die Netzneutralität vor.
Als Klagepunkte bleiben daher höchstens Kartellbildung, unlauterer Wettbewerb und ähnliches.
Da sich aber jeder Streaminganbieter daran beteiligen kann und dafür offenbar keine Durchleitungskosten zahlen muss, sondern nur bestimmte Übertragungsparameter einhalten muss, liegt offenbar keine Kartellbildung vor. Andere Mobilfunk Netzbetreiber könnten das gleiche machen, keiner wird daran gehindert.
...
Zweck des Ganzen ist es ja Mobilfunk Kunden die unbegrenzte mobile Nutzung von Streamingdiensten zu ermöglichen, ohne dabei die Mobilfunknetze zu überlasten, was ohne harte Einschränkungen sofort passieren würde. Das soll bei StreamOn halt dadurch erreicht werden, dass nur Streams mit geringer Handy-tauglicher Qualität (= wenig Datendurchsatz) nicht im Datenvolumen gezählt werden. Somit passen mehr gleichzeitige Streams ins Netz, ohne es zu überlasten.

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