Forum: Netzwelt
Terror und Datenwahn: Tiefgreifendes, strukturelles, multiples Staatsversagen
saschalobo.com

Auf den islamistischen Faschismus, dessen Wirken wir in Europa gerade erleben, wissen Politik und Behörden nur eine Antwort. Und die ist falsch. Das lässt sich mit ein paar sehr klaren Zahlen belegen.

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diekhus 30.03.2016, 20:02
180. Volltreffer

Wir haben für alles Gesetze, aber keiner kümmert sich drum.
Wenns brennt , werden neue Gesetze erlassen und , bitte zurück zum Anfang dieses Beitrages........
Dazu kommt dass die Justiz auch lustlos erscheint irgend einen Verbrecher so zu verurteilen, daß er die Verurteilung sinngemäss geniessen kann, Weit gefehlt.
U. Hoeness hat seine Knastzeit als Freigänger verbracht. Sehr beeindruckend .
Das gegenwärtige Asylgerichtsunwesen, dass Jahre lang verhandelt wird und am Ende ist eh alles für die Katz, weil selbst der durchschnittliche Asylbetrüger , doch ein Bleiberecht erhält. Wozu dann jahrelange , sinnlose , personalintensive Gerichtsverfahren ?
Es wird Zeit dass Gesetze endlich eingehalten werden, sonst überlässt der Staat das Thema an Pegida, Bürger in Wut , usw.

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joachim.adamek 30.03.2016, 20:19
181. Terrorforscher gegen von 30 Anschlägen aus, ...

die seit 2013 in der EU verhindert wurden. Es stimmt, der permanenten Überwachung dürften wir diesen Erfolg alleine nicht zu verdanken haben. Im Gegenteil, „die geglückten Anschläge“ zeigen immer wieder Defizite bei der Kooperation der Sicherheitsbehörden auf: Informationen wurden zurückbehalten oder nicht weitergeleitet. Es gibt Terrorakte, sofern sie von Einzeltätern ausgeübt werden, die meist unterhalb des Radars bleiben. Die grossen Terrorakte, und hier gilt es sich von einem Mythos zu befreien, sind in der Regel nicht „homegrown“ sondern das Ergebnis einer nicht immer klar erkennbaren Kooperation zwischen Attentätern & jihadistischen Netzwerken. Ohne Überwachung lassen sich diese noch schlechter verhindern. Die Kommunikation erfolgt nicht selten über spezielle, unbekannte Mittelsleute. (vgl. Guardian 160325: How Isis laid out ist plans to export Chaos to Europe)

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ford_mustang 30.03.2016, 20:20
182. Ihrem Artikel ...

ist Nichts hinzuzufügen.
Der gleiche Stuss sind die ganzen Überwachungskameras.
Die nutzen garnichts, wenn man zusammengeschlagen wird.
Da die Bildqualität dann auch meistens so gut ist wie auf meinem ersten Handy, kann man die Täter meistens garnicht identifizieren.

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agua 30.03.2016, 20:21
183. an #175 wiesenflitzer

Eine Überwachung verdächtiger Personen durch richterlichen Beschluss, ist aber etwas anderes, als die Bevölkerung durch generelle Massnahmen unter Generalverdacht zu stellen.
Die Täter von Paris und Brüssel waren bekannt und konnten trotzdem ihre Taten ausüben.

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"Armenhaus" 30.03.2016, 20:37
184. Wenn es ernst wird, versagen ...

"Tiefgreifendes europäisches Staatsversagen", seit
über einem Jahrzehnt und immer noch eine Baustelle.-
Altbekanntes aus der Halbherzigkeit und Gleichgültigkeit
unserer Politeliten - man beschützt sich ganz gut, fühlt
sich sicher, dem Bürger bleibt keine Wahl!
Mich wundert nur der hier verwendete Begriff
"Islamistischer Faschismus" - in Europa!!
So etwas vor 3 -4 Monaten geschrieben, wären die obersten, linken Sitten & Moralwächter auf einen losgegangen, die Zensur sowieso und natürlich wäre man mit dieser Begrifflichkeit
an den rechten Rand gedrängt worden.- seltsam woher
kommt auf einmal dieser Sinneswandel ...?

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frankdrebin 30.03.2016, 21:07
185.

Zitat von baer-ub
Zunächst einmal ist der Begriff "Faschismus" im Zusammenhang mit Islamisten deplaziert. Islamisten sind in erster Linie mal religiöse und keine politischen Fanatiker. Das macht die nicht weniger widerlich, aber in diese Schulblade gehören sie nun mal nicht. Zweitens geht mir dieses bigotte Geschwurbel moralischer Überlegenheit unserer Zivilisation so langsam auf den Sack. Das Flagschiff des Westens hat auf der Basis selbstkonstruierter Beweise vor den Augen und mit der stillschweigenden Billigung und aktiven Unterstützung seiner Verbündeten in den letzten 10 Jahren um Faktor 500 mehr Menschen im islamischen Raum umgebracht als der IS und alle Terroristen und tut es noch. Falls ernsthaft einer behaupten will, es sei moralischer eine Bombe per ferngelenkter Drohne in einer Menschenmenge zu plazieren als per Fanatiker, hat der doch wohl ein Rad ab. Dieses Verhalten des ach so zivilisierten Westens ist überhaupt erst eine der Ursachen für diesen dämlichen Dschihad, bei dem wie bei jedem verdammten Krieg, immer das Blut völlig unbeteiligter Leute an die Wände spritzt. Jetzt stellt der Autor richtig fest, dass den zuständigen Behörden die Täter bereits bekannt waren und zwar auch ohne all der schönen neuen Überwachungsmaßnahmen und schließt daraus diese seien ein Zeichen des Versagens und der Hilflosigkeit der Regierungen. Wie heißt das Wort, das man im Kopf hat aber nicht drauf kommt - Vakuum? Unsere Regierung ist nicht blöd und sicher nicht hilflos. Dieser ganze Terrormist ist doch nichts anderes als ein willkommener Anlaß endlich die Totalkontrolle seiner Bürger zu komplettieren und jeden aufkeimenden Wiederstand im Keim zu ersticken. Auch wenn ich sonst nichts von den Amis halte, in einem haben Sie recht: "Misstraue deinen Feinden aber mißtraue deiner Regierung noch viel mehr." Hier bereitet man sich sehr gezielt auf die kommenden Konflikte aufgrund der permanenten Umverteilung von arm nach reich vor. Ein paar tote Menschen mehr oder weniger sind denen doch völlig egal. Qui bono?
Ihre Behauptungen sind nachweislich falsch.
Angeblich wurden also im islamischen Raum um den Faktor 500 mehr Menschen durch "den Westen" umgebracht als durch IS und Ähnliche. In einem Bericht von Anfang des Jahres ist von ca. 19.000 getöteten Zivilisten alleine in den letzten zwei Jahren nur durch den IS die Rede. Also müsste der Westen 9,5 Millionen Menschen ermordet haben. Belegen Sie bitte diese Zahl, die natürlich noch viel zu niedrig ist, sobald man andere Akteure über einen längeren Zeitraum berücksichtigt.

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tränengas 30.03.2016, 21:20
186. Was ist ein Erfolg?

Zitat von niska
Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich will keinesfalls die Erfolge der anlassbezogegen Überwachung in Abrede stellen und halte diese selbst für extrem wichtig. Ich will die anlasslose Überwachung in Frage stellen, da diese offensichtlich zu viele Ressourcen von der Verfolgung bereits bekannter Täter abzieht und keine nachgewiesenen Erfolge erzielt. Und im Speziellen will ich die anlasslose VDS in Frage stellen, da diese erwiesenermaßen untauglich ist um Terroristen im Vorfeld zu erkennen und zu bekämpfen. Selbst bei der Verfolgung danach sind die Erfolge marginalst. Ich möchte, dass unsere Behörden mit wirkungsvollen Mitteln ausgestattet werden und nicht mit, auch noch teurem, Blendwerk.
Basis jeder Projektarbeit ist die Definition, wie das Ergebnis gemessen wird. Zur Beurteilung der Wirksamkeit der VDS muss deshalb geklärt werden, welche Parameter für das Ergebnis relevant sind und wie sehr sie sich ändern müssen, damit ein Erfolg festgestellt werden kann.

Lobo hat willkürlich seine eigenen Parameter gewählt, die nicht unbedingt die richtigen sind. Für die Diskussion des Sinnhaftigkeit der VDS müsste man deshalb die Initiatoren der VDS zunächst einmal dazu bringen offenzulegen, wie die Zielparameter und Größen eines Erfolgs der Maßnahme definiert sind. Wenn diese Angabe aus Geheimhaltungsgründen versagt wird, ist eine sinnvolle Diskussion der Frage öffentlich unmöglich.

Dann muss stattdessen geklärt werden, wie die Geheimdienste demokratisch so kontrolliert werden können, dass auch Lobo sinnhaften und rechtsstaatlichen Abläufen vertrauen kann. Wenn das auch nicht möglich ist, hat Lobo ein grundlegendes Vertrauensproblem mit dem Staat und die VDS-Frage ist nur ein Symptom.

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oli h 30.03.2016, 21:27
187. Seltsam

Ich gehöre auch zu den Menschen, die nichts zu verbergen haben und in deren Mailpostfach nichts für die Polizei relevantes zu finden ist. Also, warum muss die Regierung dann unbedingt da rumschnüffeln können? Generell tue ich mich schwer damit zu glauben, die Überwachung soll wegen der Terrorgefahr erhöht werden. Innenminister überwachen nun mal gerne, man sehe sich nur die unglaubliche Entwicklung von Otto Schily an.

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baer-ub 30.03.2016, 21:28
188. Jetzt kapiert es doch endlich einmal!

Terroranschläge von Leuten denen das eigene Leben scheissegal ist lassen sich nicht verhindern. Schon gar nicht, wenn die Drahtzieher was auf dem Kasten haben.

Ein Terrorist der ein Flugzeug angreifen will, geht doch nicht schwerbewaffnet durch die Kontrolle oder postet seine Anschlagsabsichten auf Facebook.

Wenn überhaupt, wäre sowas nur durch massive Infiltration und lückenlose Überwachung identifizierter, mutmaßlicher Täter und internationale Kooperation zu bewerkstelligen.

Dafür geben die aber kein Geld aus, sondern statt dessen für eine lückenlose Überwachung aller Bürger.

Die Maßnahmen dienen aber nur dazu 1. dem Bürger vorzugaukeln der Staat würde etwas unternehmen und 2. die totale Kontrolle der Bürger zu perfektionieren.

Dies ist nichts als eine massive Vorbereitung darauf, sich und seine Lobby vor dem Bürger zu schützen.

Qui bono?

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baer-ub 30.03.2016, 21:37
189.

Zitat von frankdrebin
Ihre Behauptungen sind nachweislich falsch. Angeblich wurden also im islamischen Raum um den Faktor 500 mehr Menschen durch "den Westen" umgebracht als durch IS und Ähnliche. In einem Bericht von Anfang des Jahres ist von ca. 19.000 getöteten Zivilisten alleine in den letzten zwei Jahren nur durch den IS die Rede. Also müsste der Westen 9,5 Millionen Menschen ermordet haben. Belegen Sie bitte diese Zahl, die natürlich noch viel zu niedrig ist, sobald man andere Akteure über einen längeren Zeitraum berücksichtigt.
Die Anzahl der Todesopfer im 2. Irakkrieg betrug rund 100.000. Im "Krieg" gegen den Terror haben die Amerikaner nach eigenen Quellen jedes Jahr rund weitere ca. 1.500 Menschen p.A. umgebracht. Wie viele Todesopfer in Afghanistan, Syrien, Lybien, Palestina, Libanon es erwischt hat, schätze ich mal auf 100-200 Tsd. in den letzten 10 Jahren. Aber das lässt sich sicher auch belegen.

Da in den Gebieten des IS der IS herrscht, würde ich Berichte nicht unbedingt als bewiesene Tatsache betrachten.

Aber, ich gebe zu 9,5 Mio. Menschen waren es sicher nicht und der Faktor 500 wäre in diesem Sinne zu revidieren.

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