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Tipps für Actionfotos: Mit weniger Schärfe zum besseren Bild
Nico Koch/ fokussiert.com

Ein Greifvogel, der auf den Fotografen zufliegt, ist ein aufregendes Motiv. Doch leicht zu machen ist so eine Aufnahme nicht. Unserem Beispielbild fehlt vor allem eins: die Tiefe.

ratem 21.10.2017, 09:44
1. Kleine Korrektur ...

Zitat: "Ich würde bei solchen Anlässen am Zoom grundsätzlich nicht in den Weitwinkel-Bereich unterhalb von 50mm Brennweite gehen ... "

Hier ist dem Schreiber der Zeilen vermutlich entgangen, dass die verwendeten 31mm an der EOS 70D keinesfalls im Weitwinkelbereich liegen ... sie liegen auch oberhalb der Normalbrennweite (vom 50mm
KB-Äquivalent, was der Schreiber vermutlich meinte).
Insofern trifft die Anmerkung des Schreibers auf das gezeigte Bild gar nicht zu.

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Emil Peisker 21.10.2017, 10:13
2. Hahnebüchen...

Zitat von ratem
Zitat: "Ich würde bei solchen Anlässen am Zoom grundsätzlich nicht in den Weitwinkel-Bereich unterhalb von 50mm Brennweite gehen ... " Hier ist dem Schreiber der Zeilen vermutlich entgangen, dass die verwendeten 31mm an der EOS 70D keinesfalls im Weitwinkelbereich liegen ... sie liegen auch oberhalb der Normalbrennweite (vom 50mm KB-Äquivalent, was der Schreiber vermutlich meinte). Insofern trifft die Anmerkung des Schreibers auf das gezeigte Bild gar nicht zu.
Sehe ich auch so.
Der Autor fragt auch, ob man die Aufnahme nur einmal machen konnte, oder ob man sie wiederholen könnte.
Der Falkner lässt den Vogel los, und die Zeit für den Fotografen
ist relativ kurz. Dafür ist die Aufname gut gelungen.

Wenn dem Autor die Tiefenschärfe nicht passt, er zeigt ja selbst, was man mit Photoshop noch ändern kann.
Allerdings zu verlangen, dass in einer solchen Situation der Fotograf
die von ihm gewünschten Einstellungen in Skundenbruchteilen parat hat, ist eben Klugscheißerei...

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Ringmodulation 21.10.2017, 11:28
3. Bevor man zu Bildverfälschungen rät

sollte man erstmal den gesunden Menschenverstand einschalten und überlegen, was man da sieht: Der Adler ist (höchstwahrscheinlich) von den Holzklötzen in der Bildmitte gestartet und befindet sich im Landeanflug auf den Arm des Herrn mit Schutzhandschuh im Vordergrund.
Nach der Bildverfälschung kann man diesen Sachverhalt viel schwerer erkennen.

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PerciGang 21.10.2017, 14:21
4. Mehr Schärfe

Das schöne Bild erzählt die Geschichte einer Falknervorführung. Es zeigt den Falken, den Falkner und die erstaunten Menschen. Der Vorschlag des Autors reduziert diese Geschichte auf den Falken und macht das Bild damit beliebig, ohne Kontext. Meiner Meinung nach wäre etwas mehr Schärfe im Vordergrund besser gewesen, also Blende etwas mehr zu. Die Brennweite ist perfekt und wie schon angemerkt, keineswegs Weitwinkel. Der Falke hätte sich ein wenig größer besser gemacht. Aber bevor man das Original in Photoshop verschandelt, lieber so lassen wie es ist. Wenn der Spiegel schon solche Besprechungen macht, warum dann nicht mit Leuten, die das Handwerk etwas besser verstehen. Einfach mal beim Stern anfragen;).

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sikasuu 21.10.2017, 21:04
5. Das ist ein Zufallsfoto/Schnappschuß!

Der Vogel fliegt im Augenhöhe mit der Optik = Aufnahmestandort überhöht zum Startpunkt.. Ein wenig in die Knie gegangen hätte das Tier gegen den Himmel frei gestellt, wenn Start & die Flugrichtung kalkulierbar war. Etwas Rand unten (Leute Wald stören dabei nicht)
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Die automatische Entfernungsmessung ist dabei wohl überfordert. Ein "Kenner" hätte die abgestellt und die Optik auf "Hyperfocal Distance" betoniert, wenn das bei den "Schreben" überhaupt möglich ist:-(( Mit mir bekannten Optiken (1 zu 3 Zoomverhältnis) geht das.
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Die "Bildkritik" und das Foto/Forum belegen mMn. recht gut, das "Photografie" :-) immer noch Handwerk&Erfahrung ist, die die besten "Vollautomaten" nur sehr schwer ersetzen können:-)
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Über den Bildinhalt kann man streiten. Was wollte der Fotograf rüberbringen..... ????
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MMn. war in der Szene von der Bildgestaltung auch mehr drin, sie scheint planbar gewesen zu sein. Eine Reihenbelichtung mit "weg tauchen (runter in die Knie) des Fotografens" bei den o.a. Rahmenbedingungen, hätte selbst "analog ....T90, Festbrennweite 2.8/85-130mm. kleines Reportagezoom.... usw) wohl bessere Ergebnisse gebracht!

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sikasuu 21.10.2017, 21:28
6. Ähm, nicht in Sekundenbruchteilen sondern vorher!

Zitat von Emil Peisker
Sehe ich auch so. Der Autor fragt auch, ob man die Aufnahme nur einmal machen konnte, oder ob man sie wiederholen könnte. Der Falkner lässt den Vogel los, und die Zeit für den Fotografen ist relativ kurz. Dafür ist die Aufname gut gelungen. Wenn dem Autor die Tiefenschärfe nicht passt, er zeigt ja selbst, was man mit Photoshop noch ändern kann. Allerdings zu verlangen, dass in einer solchen Situation der Fotograf die von ihm gewünschten Einstellungen in Skundenbruchteilen parat hat, ist eben Klugscheißerei...
Bei Sportfotos habe ich auch auf den Torraum. wie z.B. beim Hochsprung usw. auf Stange usw VORHER "eingestellt" da läuft mir der Ball, der Sportler in den Bildausschnitt/die Schärfe rein, da ziehe ich mit festen Einstellungen mit.
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Das ist keine "Klugscheißerei", ist nicht Macro mit mm Tiefenschärfe, die Belichtungsmessung schafft das locker, da sind Einstellungen nur im groben Rahmen ISO nötig, die über längere Zeit halten.
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Und für Schärfe habe ich die Hand an der Optik ( wie gibt es denn sonst die stabile Dreipunktauflage "Stirn, rechte Hand Auslöser usw. linke Hand Optik?...
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Blendenring /Entfernung lassen sich mit 5 Fingern vorzüglich bedienen :-) wenn sie noch vorhanden sind. Man/Frau zieht die passend nach, wenn es extrem wie in diesem Bild "auf mich zu geht!".
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Ps. Vielleicht mal auf A,S,gar M runter schalten. :-)) Selbst P bringt oft gute Ergebnisse!

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r.mehring 22.10.2017, 07:20
7. Das ist kein gutes Foto

es ist "geknipst". Dem Bild fehlt alles was zu einem wirklich guten Bild gehört. Es war schon immer ein Zeichen für ein gutes Bild wenn der Fotograf um die Zusammenhänge von Blende und Schärfentiefe wusste. Sennhauser versucht es einer Generation zu erklären die nur noch mit Fixfocus "knipsen" können. Perlen vor die Säue.

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Emil Peisker 23.10.2017, 11:06
8. Generation "Fix Focus"...

Zitat von r.mehring
es ist "geknipst". Dem Bild fehlt alles was zu einem wirklich guten Bild gehört. Es war schon immer ein Zeichen für ein gutes Bild wenn der Fotograf um die Zusammenhänge von Blende und Schärfentiefe wusste. Sennhauser versucht es einer Generation zu erklären die nur noch mit Fixfocus "knipsen" können. Perlen vor die Säue.
Der Spiegel ist keine Fachzeitschrift für Profifotografen.
Was versuchen Sie uns zu sagen?
Ich habe Fotografien vor über 50 Jahren gelernt. Bevor es automatische Einstellungen gab.
Die Hand an der Blende um die Tiefenschärfe zu ändern, ja, da sind 5€ fällig.
Was Sie da von sich geben, ist eine pauschale Beleidigung aller Hobbyfotografen, die aus welchem Grund auch immer, keine Pofis sind.

Und "Perlen vor die Säue" ist die blasierte Haltung eines Möchtegernfotografen, der seinerseits das Publikum für fotografische "Säue" hält.

Das Motiv des Fotografen - ob er vielleicht absichtlich einige Personen im Vordergrund erkennbar lassen wollte, oder ob er den Vorgang zu spät einordnete - das wissen Sie und ich nicht. Daher von Fixfocus Generation zu sprechen, zeigt wie despektierlich Sie über Normalbürger sprechen, die keinen professionellen Zugang zu Fotografie haben.

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