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Türkische Hackergruppe: Staatsanwaltschaft will harte Strafe für "Redhack"
Corbis

Eine türkische Staatsanwaltschaft fordert mehrjährige Haftstrafen für mutmaßliche Mitglieder der Hackergruppe "Redhack". Die Beschuldigten werden als Terroristen eingestuft.

Papst01 08.10.2012, 13:53
1. Lahmlegen von Websites ist also Meinungsfreiheit?!

Ah ja, laut EU sind digitale Angriffe auf Behördenwebsite wenigstens teilweise von Meinungsfreiheit gedeckt? Na die Argumentation behalte ich mal lieber im Hinterkopf...

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ehf 08.10.2012, 13:54
2.

Tja, hätten sie die Seite PI gehackt, wie eine andere türkische Gruppe vor ein paar Tagen, würden sie wohl in ihrer Heimat als Helden gefeiert werden. Sie haben sich offenbar mit den falschen angelegt.

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Medienkenner 08.10.2012, 14:02
3.

Tolle Terror-Verhältnisse in der Türkei: 24 Jahre Haft für das läppische Durcheinanderbringen einer oder von mir aus dreihundert Webseiten? Sowas bringt der zuständige Webdesigner in drei Stunden wieder in Ordnung. Und Unterstützung für die PKK, na und? Wo bleibt das persönliche Recht auf freie politische Orientierung? Das mögliche Strafmaß hat ja eine Dimension wie unter Adolf.

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Yabanci Unsur 08.10.2012, 14:24
4. Orientalische Sitten eben

Hier gibt es noch eine richtige rachsüchtige Obrigkeit, die ihre Bürger totschlägt (Uludere, 35 Tote; O-Ton Erdogan: Was hatten die da überhaupt zu suchen), wegen Nichtigkeiten (Terroranklage wegen des Plakats: „Kostenlose Ausbildung für alle“) oder einfach auf Verdacht hin (Teilnahme an den legalen Feiern zum 1. Mai) wegsperrt und anschließend öffentlich verhöhnt.

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derbecherderweissheit 08.10.2012, 14:37
5. und wieder..

Super Leistung ...am besten noch gleich die ganze mitwegsperren..sonst kommt da noch einer auf die Idee, dass 24 Jahre Haft nicht angemessen seien..
Kompliment an den Spiegel...der Hinweis..EU-Bewerberstaat..hat mit der Sache eigentlich nichts zu..aber zumindest ein Grund mehr warum die Türkei allein besser dran ist..

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sapperlot 08.10.2012, 14:51
6. In die EU ...

... gehört die Türkei u.a. erst dann, wenn die Justiz unabhängig ist vom türkischen Staat und wenn sie sich an humane Normen hält, die in der EU allgemein anerkannt sind. Solange dort die Regierung oder irgendwelche Religionsführer das Sagen im Gerichtssaal haben, sollten jedse mal, wenn solches auftritt, Verhandlungen über eine EU-Mitgliedschaft um ein halbes Jahr verschoben werden. Massive Verurteilungen wegen kleiner Vergehen sollten ebenso diese Verschiebung bewirken wie offensichtliche gekaufte oder angeordnete Mini-Strafen für Kapitalverbrechen. Auch Folter, Gewalt, Vertuschung und Verschleppung von Ermittlungen sollten dazu gehören. Ich jedenfalls möchte nicht noch einen autoritären Staat in der EU haben.

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KeKnig 08.10.2012, 15:09
7. optional

Seit wann sind Hacker und Terroristen eine Sache? Nur, weil die Hacker Websiten lahmlegen (oder mit der PKK smypathisieren), sind sie deshalb noch lange keine Terroristen! Das sind für mich ehr Fanatiker oder Leute, die Anschläge verüben und unschuldige Leute unnötig verletzen/töten. Und wieso gleich 24 Jahre? Nur weil sie Websiten lahmgelegt haben. Es ist doch niemand verletzt wurden, also ehrlich. Da hab ich keine Verständis für die Staatsanwaltschaft. Tja, typisch Türkei. Kaum muckt jemand mal ein bisschen auf, wird demjenigen fast sofort ein Maulkorb auferlegt. Wir leben in einer "echt tollen" Welt!

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glen13 08.10.2012, 15:10
8.

Zitat von sysop
Eine türkische Staatsanwaltschaft fordert mehrjährige Haftstrafen für mutmaßliche Mitglieder der Hackergruppe "Redhack". Die Beschuldigten werden als Terroristen eingestuft.
Nach "Pussy Riot" jetzt also "Redhack". Wir sind ja soooo gut.

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