Forum: Netzwelt
Unsichere Software bei der Bundestagswahl: Passwort: test
picture alliance / dpa

IT-Spezialisten haben gravierende Sicherheitslücken in einer Wahl-Software gefunden. Einer der Analysten erklärt, was das für die Bundestagswahl und die Zeit danach bedeutet.

Seite 1 von 3
grommeck 07.09.2017, 15:05
1. Das Passwort paßt....

zu unserer Regierung. Leider geht der "Test" weiter. Eine Katastrophe.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Echt jetzt 07.09.2017, 15:24
2. Vergesst die russischen Hacker

Am wahrscheinlichsten ist die Ausnutzung von Sicherheitslücken doch durch diejenigen, die die Software geschrieben bzw. in Auftrag gegeben haben. Die entscheidende Frage lautet also: Hat die Bundesregierung sich bewusst Sicherheitslücken in der Wahlsoftware offen gelassen, um das Ergebnis nötigenfalls in ihrem Sinne manipulieren zu können?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mystyhax 07.09.2017, 15:25
3. Willkommen im #Neuland

Die digitale Kompetenz bei unseren Politikern ist erschütternd. Das ist absolut wohlstandsgefährdend. Ausbau der digitalen Infrastruktur: Fehlanzeige! Es ist nur noch erbärmlich. Wenn das so weitergeht sind wir in 10-20 Jahren digital abgehängt. Bezüglich des Glasfaser Netzausbaus respektive Mobilfunk sind wir jetzt schon Schlusslicht in Europa. Ausnahme sind die Anschlusspreise! Da sind wir Spitze! Die Gründe sind hausgemacht. Die Beteiligung an der Telekom und die jahrelange Unterstützung einer Monopolstellung in der Netzstruktur sprechen Bände. Dasselbe gilt für das Vectoring. Anstatt einen klaren Rahmen vorzugeben zementiert man weiter das Monopol auf der letzten Meile. Ich frage mich warum es bis heute keinen Zukunftsfond für den digitalen Netzausbau gibt. Hier zahlen sowohl der Staat, die Telekommunikationsfirmen und die Wirtschaft ein. Ziel: Mobilfunk und Glasfaserausbau in einem festgelegten Zeitraum inkl. der weniger rentablen Orten. Zusätzlich muss man die Gemeinden mit einbeziehen. Wie oft sehe ich städtischen Tiefbau in Strassen ohne das Verlegen von Leerrohren für den Glasfaserausbau. Wir verbrennen Möglichkeiten und Geld.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kain1 07.09.2017, 15:51
4. Security by obscurity seit langem gescheitert

Vielen Dank für den Artikel.
Die Wahl ist ein viel wesentlicher Bestandtil unserer Demokratie, die Risiken durch unprofessionelle oder unzeitgemäße Software sind seit Jahren bekannt. Wie kann auch nur ein Mensch, der einen Eid auf unsere Verfassung geschworen hat, hier mauscheln und Security by obscurity betreiben - das Konzept gilt lange schon als überholt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
erwachsener 07.09.2017, 15:54
5.

Das Ausmaß der digitalen Inkompetenz in der Deutschen Politik und Wirtschaft wird möglicherweise deutlich angezeigt durch den Umstand, daß Zeitungen wie die FAZ es für notwendig halten, alle Begrifflichkeiten des Internet in Artikeln des Politik- und Wirtschaftsressorts durch eingedeutschte Varianten und in "einfacher Sprache" (da finden sich dann Formulierungen wie "die Datenwolke Cloud") zu erläutern - in der Redaktion geht man anscheinend davon aus, daß die Zielgruppe den Artikel sonst nicht versteht. Nicht immer zeugen die Erläuterungen davon, daß die Redaktion selber es versteht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
erwachsener 07.09.2017, 15:57
6. Leseempfehlung

Zwar ging es hier nicht um den Einsatz von Wahlcomputern, aber trotzdem eine Leseempfehlung dazu, wie man damit die Demokratie abschafft: "Ein König für Deutschland" von Andreas Eschbach.

Darin wird in einem fiktiven Szenario beschrieben, wie man Wahlen mit Wahlmaschinen wie den in den USA üblichen geschickt manipuliert. Und Eschbach belegt jedes i-tüpfelchen mit Hinweisen auf Zeitungsartikeln über tatsächliche Ereignisse.

LEUTE, GEHT WÄHLEN!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hegoat 07.09.2017, 16:06
7.

Wahrscheinlich ist "PC-Wahl" von Beamten geschrieben worden, die in ihrer Freizeit hobbymäßig programmieren. Dem Staat ist die Anstellung eines professionellen Programmierers nämlich zu teuer, also nimmt man bereits Verbeamtete, die "irgendwie ein bisschen Ahnung haben". War selbst beim Staat und hab's hundertfach erlebt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
BettyB. 07.09.2017, 16:15
8. Bleibt eine Frage

Wer garantiert eigentlich, dass nicht nur die die Programme programmierenden Programmierer, sondern auch die Lücken entdeckenden Kontrolleure die Schwachstellen nicht zur Wahlergebnismanipulation nutzen? Die Auftraggeber? :))

Beitrag melden Antworten / Zitieren
PeterCollignon 07.09.2017, 16:33
9. Wahlsoftware ist missverständlich

Es gibt nur Software zur Übertragung der Wahlergebnisse für das vorläufige amtliche Endergebnis. Die Übertragung kann je nach Wahlkreis auch telefonisch oder Fax erfolgen.
Wahlcomputer sind in Deutschland verboten:
https://www.golem.de/0903/65638.html
Bundesverfassungsgericht entscheidet gegen Wahlcomputer
Streng genommen war bereits der Einsatz von Wahlcomputern bei der Bundestagswahl 2005 verfassungswidrig, so die Richter, da die Überprüfbarkeit der Stimmenzählung für die Wähler nicht gegeben war.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 3