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"Vampyr" im Test: Ein Vampirleben ist kein Spaß
Focus Interactive

Zubeißen oder nicht? In "Vampyr" schlüpft man in die Rolle eines Vampirs und darf sogar Gewissensbisse haben. Doch das Spiel hat nicht nur eine spannende Grundprämisse, sondern auch viele Schwächen.

rainerwäscher 05.06.2018, 12:37
1. Gibt es schon

Wer ein richtig tolles Vampir-Rollenspiel spielen möchte, dem sei "Vampire Bloodlines" empfohlen. Ist von 2004 und basiert auf der Halflife2-Engine, dürfte also auch auf Uralt-PCs laufen.

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arr68 05.06.2018, 15:27
2. Genau

warum die Spielemacher sich vorher nicht die alten Perlen mal vornehmen und die guten Aspekte behalten und aus den Fehlern lernen wird sich mir nie erschließen.

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Atheist_Crusader 05.06.2018, 15:42
3.

Bin ich der Einzige der Untote nicht mehr sehen kann?

Jeder zweite Medium hat irgendwelche Zombies und Vampire werden für jeden drittklassige Macht- und Sexphantasie missbraucht. Ja, mir ist bewusst dass Videospiele heutzutage Investitionen und finanzielle Risiken sind wie es früher nur Filme waren, aber irgendwo müssen wir doch den Punkt erreicht haben an dem alle so übersättigt sind, dass jede Abweichung von der Formel nur noch eine Verbesserung sein kann.

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Atheist_Crusader 05.06.2018, 15:59
4.

Zitat von rainerwäscher
Wer ein richtig tolles Vampir-Rollenspiel spielen möchte, dem sei "Vampire Bloodlines" empfohlen. Ist von 2004 und basiert auf der Halflife2-Engine, dürfte also auch auf Uralt-PCs laufen.
Ja, damals war es beeindruckend... aber haben Sie es mal in letzter Zeit wieder gespielt?

Ja, die ersten Stunden hat es richtig Spaß gemacht, weil es für so ziemlich jeden character build Optionen gab und man viele Freiheiten hatte. Auch das Missionsdesign war toll, man erinnere sich an die Mission im verlassenen Hotel: nicht ein einziger Gegner, aber großartige Atmosphäre.
Aber je später es im Spiel wurde, desto weniger hat man in dieser Richtung gesehen. Die Stealth-Segmente im Museum und auf dem Schiff waren eine Krankheit. Das Irrenhaus des Malkavianer-Primogens war ebenso öde wie peinlich (und man konnte am Ende nichtmal entscheiden ob man den Anarchen-Anführer verrät oder nicht). Dann kam die Suche nach den Nosferatu die für nicht-kampforientierte Charaktere die reinste Hölle war. Je weiter es dann auf das Finale zuging, desto schlimmer wurde es.
Und die Auflösung war völlig unbefriedigend. Der einzige echte Handlungsfaden im Hauptplot stellte sich als völlig substanzlos heraus. Der Sarkophag war nie ein Problem, der angeblich Vorsintflutliche nur eine stinknormale Mumie.

Noch dazu vergriff sich das Spiel dermaßen oft im Ton um zu zeigen wie edgy es war... vermischte urban horror mit blöden Sprüchen, Kindesmissbrauch mit sexualisierten Charakteren deren Poster man sammeln konnte und so weiter.

Nein, Bloodlines war kein besonders tolles Spiel. Am Anfang ja, aber je länger man spielte, desto weniger traf das zu. Wenn SIe mir nicht glauben, dann werfen Sie es mal wieder ein und spielen eine Runde - bis zum Ende.

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