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Verbrechen in Cleveland: Facebook räumt nach Mordvideo Versäumnisse ein
AP

Das FBI jagt einen Mann, der einen Rentner getötet, die Bluttat gefilmt und auf Facebook veröffentlicht haben soll. Das Verbrechen erschüttert das Land - und setzt den Konzern unter Druck.

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adrianhb 18.04.2017, 05:43
0.

Was sollte der "grundsätzliche Fehler im System" sein? Dass man Videos hochladen oder Live-Videos streamen kann? Das ging im Internet schon vor Facebook-Zeiten und geht heutzutage nicht nur bei Facebook relativ einfach.

Ist das Problem nicht eher, dass die Gesellschaft mit Verbrechen viel direkter konfrontiert wird als früher. Und lernen muss, damit umzugehen?
Dass Menschen lernen müssen, dass ihre Umgebung nicht gefährlicher wird, wenn sie die Verbrechen direkter oder globaler mitbekommen.
Und dass Morde nicht verhindert werden, wenn man sie verschweigt.

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bengel771 18.04.2017, 05:49
1.

Man könnte glauben die Welt würde immer verrückter und gewalttätiger, dabei ist genau das Gegenteil der Fall.
Dank sozialer Medien können wir Zeuge allen Wahnsinns auf der Welt werden, in Farbe und manchmal live, jeder wird mit dem Smartphone zum Kameramann.
In diesem Fall wird dieses Medium für abartige Aktionen missbraucht und das scheinbar häufiger. (ich erinnere an die Livevergewaltigung in Chicago)
Den Auswuchs der Entwicklung finde ich selbstredend abscheulich, aber sehe es als vertretbares Haar in der Suppe und denke Facebook hat weder falsch noch zu spät reagiert. Ein Video ist zuerst immer nur ein Video, zum Gewaltvideo wird es erst durch den Inhalt. Es wird mittlerweile gefordert Facebook solle jeden Kommentar auf Haß, Gewalt, Beleidigung und ähnliches prüfen, darüber soll nun auch jeder Stream und jedes Video kontrolliert werden. Das Video ist nach 3 Stunden verschwunden, das ist eine gute Zeit.

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constractor 18.04.2017, 07:50
2.

Zitat von bengel771
[...] Es wird mittlerweile gefordert Facebook solle jeden Kommentar auf Haß, Gewalt, Beleidigung und ähnliches prüfen, darüber soll nun auch jeder Stream und jedes Video kontrolliert werden. Das Video ist nach 3 Stunden verschwunden, das ist eine gute Zeit.
3 Stunden sind eben keine gute Zeit. Das war viel zu lange und der Täter hat genau das bekommen was er wollte: Aufmerksamkeit.
Facebook muss dazu übergehen jeden Beitrag und jedes Video vor seiner Veröffentlichung zu prüfen und erst dann freizuschalten.
Bei Texten kann dieses ganz automatisch anhand von sowas wie einer Schlagwortliste geschehen, welche automatisch unpassende Beiträge sperrt.
Bei Videos ist es natürlich etwas schwieriger dieses automatisch zu gestallten, das muss halt mit genug Personal gelöst werden. Ist Facebook dazu nicht in der Lage, gehört der Dienst abgeschaltet.

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widarr 18.04.2017, 08:22
3. der Fehler im System

... Ist dass sich so etwas nur dadurch verhindern ließe, dass man Internetnutzern jede Möglichkeit eigene Inhalte zu veröffentlichen, nimmt .
Algorithmen können eben nicht entscheiden, was zensurwürdig ist und was nicht, schon gar nicht anhand einer Schlagwortliste.
Auch Menschen können das nicht hundert prozentig.
Selbst Gerichte müssen in Grenzfällen tagelang beraten.

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jamiehenningsnz 18.04.2017, 08:59
4.

It is not possible for any algorithm to analyse what kind of content the other person until it will be monitored on certain criteria. In case of live video streaming monitoring become more vital as it need results in real time.

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nathan_schulte 18.04.2017, 09:17
5. Facebook als Sündenbock?

In dem gesamten Artikel ist nur von Facebook un dem Video die Rede.
"Das Video, das den Mord zeigt..."
"Das übergeordnete Problem des Videos..."
"Als Konsequenz steigt der öffentliche Druck auf Facebook."
Das ist ja schön und gut, da man tatsächlich meinen sollte ein solches Video könne nicht erst nach 3 Stunden aus dem Netz gestellt werden. Wir sprechen hierbei aber von einem UNTERGEORDNETEN Problem. Das eigentliche Problem der Waffenregulierung in den USA wird hierbei in keiner Weise angesprochen. In den USA ist dies ein sehr kritisches Thema da viele auf das Recht bestehen. In Deutschland sollten wir meiner Meinung nach jedoch gerade durch unsere Medien viel mehr Druck ausüben als es in diesem Artikel der Fall ist.
Facebook blöd dastehen zu lassen ist einfach (Wie man an diesem Artikel sieht). Dem wahren Grund jedoch dabei aus dem Weg zu gehen ist nicht klug.

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troncologne 18.04.2017, 09:23
6.

Zitat von constractor
3 Stunden sind eben keine gute Zeit. Das war viel zu lange und der Täter hat genau das bekommen was er wollte: Aufmerksamkeit. Facebook muss dazu übergehen jeden Beitrag und jedes Video vor seiner Veröffentlichung zu prüfen und erst dann freizuschalten. Bei Texten kann dieses ganz automatisch anhand von sowas wie einer Schlagwortliste geschehen, welche automatisch unpassende Beiträge sperrt. Bei Videos ist es natürlich etwas schwieriger dieses automatisch zu gestallten, das muss halt mit genug Personal gelöst werden. Ist Facebook dazu nicht in der Lage, gehört der Dienst abgeschaltet.
Hunderttausende Bild- und Videodateien, die pro Tag bei Facebook hochgeladen werden können schlichtweg nicht manuell ausgewertet werden. Das ist nicht machbar. Und ich werde nie verstehen, warum einige immer so schnell das Verbot, oder die Einschränkung von Internetdiensten fordern. Kein Mensch würde auf die Idee kommen die Nutzung von Kraftfahrzeugen zu verbieten, weil man Unfälle durch wilde Raserei, oder Alkohol am Steuer nicht zu 100% verhindern kann. Es gibt unter uns böse Menschen, die schlimme Dinge anstellen. Aber deshalb kann man doch nicht ständig neue Verbote und Regeln für alle anderen Bürger aus dem Boden stampfen.

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horstu 18.04.2017, 09:27
7. Vorab-Filter bedeuten Kollateralschäden

Man sollte eine Handvoll Grenzfälle nicht dazu instrumentalisieren, über Meinungsfreiheit schon vor der Veröffentlichung zu entscheiden, denn das wäre buchstäblich Zensur. Wie viele Menschen posten eigentlich ihre Mordvideos online und geben damit dem Staatsanwalt Beweise an die Hand? Eine automatische Vorab-Filterung würde zwangsläufig zu Tausenden falsch gesperrten Videos führen, und dieser Kollateralschaden ist wahrscheinlich das größere Problem, als wenn eine deutlich kleinere Zahl an Gewaltvideos für ein paar Stunden online steht, wofür es jetzt schon Mittel der empfindlichen Strafverfolgung gibt.

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decathlone 18.04.2017, 10:12
8. Facebook ist pleite...

... wenn es die Verbreitung von fragwürdigen Inhalten wirkungsvoll unterbinden wollte. Dazu braucht man Infrastruktur und viele Angestellte. Daher haben die kein Interesse daran. Die wollen bloß weiter, dass alle möglichen Exhibitionisten und Propheten ihr mehr oder weniger krudes Zeug dort posten und Facebook legt dann einen Haufen Werbung da oben drauf, womit die Milliarden verdient werden...

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