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Verbrechen und die Reaktionen im Netz: "Pranger" ist nicht gleich Pranger
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Jemand hat das Foto eines Mannes ins Netz gestellt, der eine Frau angegriffen hatte. Ist so etwas okay? In seinem Podcast diskutiert Sascha Lobo über Social-Media-Notwehr und den Umgang mit Gewalttaten.

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spon_4_me 10.02.2019, 14:00
1. Schade.

Herr Lobo hat in meinen Ohren keinen von den Punkten oder Gegenentwürfen seiner Kritiker verstanden oder erwogen. Sein Verständnis rechtsstaatlicher Konzepte ist erschreckend rudimentär. Die Debatte, die er starten möchte über eine Verschiebung des privaten und des öffentlichen Raums ist sicher notwendig. Aber - und ich sage das mit aller Erschütterung eines kritischen, doch regelmäßigen Lesers - er ist dazu möglichweise nicht intelligent (in der mehrfachen Bedeutung des Wortes) genug.

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TLB 10.02.2019, 14:58
2.

Lobo erwähnt zwar häufig, dass er eine Debatte führen möchte und er spricht von Ambiguität, meiner Meinung nach möchte er aber einfach nur recht haben und er hört nicht zu. Zur Form: Das Wort "Jagung" gibt´s im Deutschen nicht, es heißt Jagd. Lobos Bestreben nach Originalität führt eher zur Ablenkung vom Thema. Schade

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dasfred 10.02.2019, 15:52
3. Tja Sascha, das Internet als Waffe

Genau darum geht es. Der Täterschutzreflex ist eine Erfindung von Frauen, die sich was in den Kopf setzen und dann beleidigt sind, weil sie ihren Willen nicht bekommen. In ihrer Kolumne sind nur Männer Täter und nur Frauen Opfer. Was sie als Täterschutzreflex identifizieren ist nur der berechtigte Zweifel. Gerade Intrigen und Verleumdung sind eine Spezialität von Frauen. Eine enttäuschte Frau geht seltener mit physischer Gewalt gegen den Ex vor als ein Mann. Dafür kennt sie subtile Formen psychischer Gewalt. Und an dieser Stelle möchte Herr Lobo den Frauen eine Waffe in die Hand geben, um nicht wirklich zu aufzuklären und sich zu wehren, sondern um ihre Rache auszuüben. Ich fand den ersten Gesprächspartner sehr überzeugend, während die Dame im zweiten Teil eine vollkommen undifferenzierte Wahrnehmung vertritt. Wenn eine Frau die Behauptung aufstellt, ihr sei ein Leid geschehen, dann muss diese Behauptung ungeprüft geglaubt werden. Wer das nicht tut ist ein Täterschützer. Auch der Fall Siggi Maurer ist bezeichnend. Sie hat eben nicht geprüfte Fakten veröffentlicht, sondern die Beleidigung unbeweisbar jemandem konkret zugeschrieben. Das ist zum Beispiel eine typische Opferhandlung. Mir ist böses geschehen und ich will Rache. Jetzt hat das Opfer eine Waffe, glaubt aber nur, dass es den Richtigen trifft. Wenn dieser aber unschuldig ist, ist er bereits zerstört. Wir regen uns zurecht über Amerikaner auf die in manchen Bundesstaaten jeden über den Haufen schießen dürfen, der ihr Grundstück betritt. Wir sind stolz auf unser relativ strenges Waffenrecht. Herr Lobo will unser Internet Waffenrecht aber nicht verbessern sondern extrem Lockern. Man stelle sich vor, eine Frau postet bei Facebook, sie ist sexuell belästigt worden von einem Mann, bei dem sie sich nur noch an die rote Irokesen Frisur erinnert und die Leute mögen doch im Internet nach Fotos suchen und alle Verdächtigen der Polizei melden. Dann fällt mir jemand ein, der dann kaum noch zum Schreiben kommt.

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shrufu 10.02.2019, 17:46
4. @dasfred

Sie labern echt so ein Quatsch ich wunder mich das es überhaupt durchkommt.. natürlich gibt es mindestens stellenweise einen Täterschutzreflex (bei ihnen vermute ich sogar einfach nur Frauenhass vllt sogar in Form einer Störung) es gibt nur eben auch eine wie ich finde ausgeprägte Sicht das wir Normalbürger nicht darüber entscheiden sollten wer in welchem Maß verurteilt werden sollte... Sie sollten zb mMn nie über eine Frau urteilen dürfen.. und es gerade in sozialen Medien radikale Verurteilungen gibt und hochgeschaukelte Prozesse.. zb weiß ich nicht ob sie auf einmal ihre Klischees und antihaltung ablegen würden wenn ein Menschenleben davon direkt vor ihren Augen davon abhinge (wohl auch aus diesen Grund sind Gesetze und Strafmaße festgestellt) so wie absolut vernachlässigte Fälle. Was sie eben gemacht haben ist allen Frauen vorgeworfen sie hätten im Sinn irgendwem zu unterdrücken.. damit zeigen sie mir sie verstehen weder manche Situationen und Erlebnisse von vielen Frauen und fühlen sich bedroht in ihrer Art.. was sie mMn auch sollten. Würde ich sie persönlich kennen könnte ich sie nicht akzeptieren und es würde ungemütlich.

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MatthiasPetersbach 10.02.2019, 17:50
5.

"Ein Mann hat in sozialen Medien das Foto eines gewalttätigen Typen veröffentlicht, der eine Frau angegriffen hatte. Mit der Veröffentlichung wollte er andere Frauen warnen."

Ja, ja.

Tut mir leid - wenn der Mann, der Frauen angreift, nicht verurteilt wird oder ist, dann ist der erstmal unschuldig bis zum Beweis des Gegenteils.

Und selbst ein verurteilter Mensch hat Rechte.

Und das ist jetzt nicht TÄTERSCHUTZ, sondern Schutz der Demokratie und der Zivilisation vor Verrohung und wahlloser Selbstjustiz.

Denn die Absicht des Veröffentlicheres ist es ja mitnichten, daß er da jemand WARNEN will - der will sich da wichtig machen und sich einen runterholen dabei. Und ob diese "Warnung" von jemand gebraucht wird, sei auch mal dahingestellt - es gibt ja auch noch erwachsene Leute in unserem Land.

Krieg ich jetz demnächst als Autobesitzer ne Liste von allen Autodieben, die der "Wohlmeinende" so kennt?

Nein, das geht einfach nicht.

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quark2@mailinator.com 10.02.2019, 18:15
6.

Aus meiner Sicht ist jede Art von Strafverfolgung durch Zivilisten nur ansatzweise tolerierbar, wenn der Staat über längere Zeit vorsätzlich versagt. Einen solchen Zustand haben wir aber nicht. Entsprechend verbieten sich alle Arten von privater Verfolgung, Doxing, Pangern, etc. Sowas ist nicht nur oft illegal, es bedroht vor allem völlig unschuldige Menschen und es verwischt die Grenzen, bis man am Ende Zustände hat, die keiner wollen kann. Last den Staat seine Arbeit machen und zahlt genug Steuern, damit er sie vernünftig bezahlen kann.

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cassi77 10.02.2019, 20:14
7. ...

"Der Täterschutzreflex ist eine Erfindung von Frauen, die sich was in den Kopf setzen und dann beleidigt sind, weil sie ihren Willen nicht bekommen. In ihrer Kolumne sind nur Männer Täter und nur Frauen Opfer. Was sie als Täterschutzreflex identifizieren ist nur der berechtigte Zweifel. Gerade Intrigen und Verleumdung sind eine Spezialität von Frauen. Eine enttäuschte Frau geht seltener mit physischer Gewalt gegen den Ex vor als ein Mann. Dafür kennt sie subtile Formen psychischer Gewalt. "

Wissen Sie, mein Onkel hat mich gefickt, bis zu meinem zehnten Lebensjahr. Ungefähr seit dem Kinderladenalter, gerichtlich festgehalten ist, ab dem siebenten Lebensjahr hat er mit mir geschlafen.

Ihre Worte klingen wie Hohn, ie Verarsche pur in meinen Ohren, mehr kann ich dazu nicht sagen. Und das ist nur das Massivste, nicht das Einzige, was mir mit dem holden mnnlichen Geschlecht so im Lafe meines Lebens widerfahren ist. Ich kanns einfach nicht mehr hören, dieses 'Männermimimi'!

Sorry, aber irgendwann ist einfach genug. Die Männer kommen auch in die Wechseljahre? Schön für sie, aber sie verlieren nicht unbedingt auch ihre Zeugungsfähigkeit! Nervt nicht!

Nein, das ändert nichts daran, dass ich ein Problem mit 'Frauenquoten' hab (wer will schon freiwillig der Quotenneger sein!), nein, das ändert nichts daran, dass ich mit dem meisten 'feministischen Kram' nichts anfangen kann, es ändert auch nichgts daran, dass ich mit Kerlen normalerweise mehr anfangen kann, als mit Mädels, es ändert auch nichts daran, dass es echt bekloppte Weiber gibt, aber ehrlich, dieses 'Mimimi' der Kerle kann ich echt nicht mehr hören. Wenn ich so rumheulen würde, wie manch Kerl, weil er dies oder jenes erlebt hat, bei dem, was ich so mit 'dem männlichen Wesen' erlebt habe, die Männer würden Reißaus nehmen, aber bei ihnen ist das ok?! :D *kopfschüttel*

Heul doch!!

Es nervt nur noch.

cassi

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antelatis 10.02.2019, 20:30
8. Warum eigentlich nicht?

Nachdem ich nochmal über das Thema nachgedacht habe, muss ich eingestehen, dass ich Sascha inzwischen eher zustimmen würde. Wenn das Vorgefallene eine bestimmte Grenze überschreitet, sollte es dem Opfer nicht mehr prinzipiell verboten sein, es zu veröffentlichen.

Gerade im Bereich Mobbing oder Belästigung per Text und Bild ist es ja kaum möglich, sich dagegen mit Mitteln der Strafverfolgung zu wehren. Warum dann nicht tolerieren, dass die Opfer den Täter bloßstellen dürfen? Das wäre ein ziemlich effektives Mittel und hätte auch eine starke präventive Wirkung, denn viele Menschen würden sich vorher genauer überlegen, was sie tun und sagen, wenn sie wissen, was für Konsequenzen das für sie haben könnte.

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mvaugusta8 10.02.2019, 21:33
9. Wo bleibt die Ambiguität?

Herr Lobo redet davon, eine gespaltene Meinung zu haben. Um dann sämtliche Argumente von Herrn Klenk zu negieren, weil die Gesetze nicht im Zeitalter von Social Media gemacht seien und so nur begrenzt gültig seien. Beim Gespräch mit Frau Schöndorfer stellt er dann gar keine kritische Fragen. Wie will sie beispielsweise verhindern, dass diese Mechanismen willkürlich bei jeglichen Vergehen eingesetzt werden oder die Gefahr bannen, dass Unschuldige vorverurteilt werden und ihr Leben zerstört wird? Zudem geht Lobo nicht auf die vielen negativen Erfahrungen von "Social-Media-Notwehr" im Internet ein. In Asien haben Vorwürfe gegen Rohingya Minderheiten auf Social Media mit dazu beigetragen, dass viele Menschen getötet wurden. Am Ende seiner Diskussion kommt dann die Krönung, indem behauptet wird, dass eine Änderung von Gesetzen für öffentliche "Notwehr" keine Grundrechte tangieren würde. Sorry, ich bin eigentlich ein großer Fan von den Podcasts, auch wenn sie nicht immer meine Meinung widerspiegeln, aber diesmal bin ich etwas schockiert von der Naivität und Argumentationslinie seitens Lobos.

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