Forum: Netzwelt
Vernetzte Geräte: Vorsicht, Haarbürste hört mit
Withings/ Loreal

Immer mehr Alltagsgegenstände haben WLAN. Viele Geräte wirken wie absurde Spielereien, doch Sicherheitsexperten warnen: Neben kriminellen Hackern hat auch der Staat an den Daten Interesse.

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Leser161 08.05.2017, 15:00
1. Gut, aber schlechte Beispiele

Beispiele in denen Verbrecher mittels Daten von intelligenten Geräten dingfest gemacht werden konnte finde ich schlecht. Wer stellt sich schon gern in seinem verständlichen Wunsch nach Privatsphäre auf eine Stufe mit Verbrechern?

Vielmehr muss klargemacht werden, dass ein fahrlässiger Auswerter aus den Daten falsche Schlüsse zum Nachteil des Verwenders ziehen kann (Verbrecher, nicht vertrauenswürdig etc.). Oder aber auch das korrekte Infos gezogen werden, die einen angreifbar machen.

Beispielsweise ist es keine Zukunftsmusik mehr, dass man durch geschickte Auswertung herausfinden kann, wann jemand in einer psychisch labilen Situation ist. Diese Situation könnte man dadurch ausnutzen, dass man mit massgeschneiderten Angeboten an denjenigen herantritt, die er normalerweise nie annehmen würde.

Enkeltrick-Prinzip. Wir lachen insgeheim über vertrauensselige Rentner. Vergessen aber dabei, dass wir alle angreifbar sind, wenn man uns falsch erwischt.

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scottbreed 08.05.2017, 15:02
2. Klar ist ein Fall bekannt

der des Audi oder war es BMW? Wo die Daten des Autos eingefordert wurden um einen Unfall zu klären? Also doch..

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Thomas Schnitzer 08.05.2017, 15:03
3.

Der Artikel tut geradezu so, als ob es keinerlei Möglichkeiten gäbe, eine Kommunikation solcher Geräte zu verhindern. Aber irgendwer wird ihnen wohl doch das Passwort für das WLAN geben müssen, oder nicht?

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rst2010 08.05.2017, 15:17
4. sie wollen also unterstellen,

dass unsere regierung möglicherweise ihren souverän abhört und überwacht?

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Binschonklug 08.05.2017, 15:22
5. Am Ende

muss das Internet in der bestehenden Form vernichtet werden, sonst kostet es uns allen die Freiheit (wenn es nicht bereits passiert ist). Es werden neue Wege der Datenübertragung benötigt, Daten die nur vom Sender und Empfänger gelesen werden können und sonst NIEMAND. In Konsequenz ist das die einzige Chance der Menschheit, ihrer vollständigen Versklavung zu entgehen.

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VparadoxX 08.05.2017, 15:33
6. .....

Da heute immer mehr Hotspots eingerichtet werden.
Alleine in der nähe meiner Wohnung gibt es 3 Hotspots
Kann sich jedes Gerät unbemerkt mit dem Netz verbinden.
Auch wenn ich alles mögliche Deaktiviere, kann ich mir nicht ganz sicher sein,
dass das Betriebssystem meines Fernsehers nicht doch eine Verbindung zum Netz herstellt.
Und Betriebssysteme die jeden freien Hotspot nutzen den sie in der nähe finden gibt es ja schon.
Zum Beispiel Windows 10

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jujo 08.05.2017, 16:11
7. ...

Es gibt also Leute die es nicht mehr alleine schaffen festzustellen ob ihr Haar nass, noch feucht oder schon trocken ist? die benötigen dazu ihre "intelligente" Haarbürste!
Ich glaub mich tritt ein Pferd.

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neuronensalat 08.05.2017, 16:13
8. Hauptgadget nicht vergessen

Ob Ihr Auto Ortungsdaten sendet, ist ziemlich egal, wenn Sie ein eingeschaltetes Handy dabei haben. Daraus kann man dann nur zusätzlich ablesen, dass Sie mit dem Auto unterwegs waren, was sich aber mit nur sehr wenig Aufwand (Geschwindigkeit mit der sich das Smartphone bewegt hat, GPS-Koordinaten) sowieso ermitteln lässt.
Und ja, ich benutze ein Smartphone und weiss dieses Gerät sehr zu schätzen, aber von der Idee der Anonymität und Nichtverfolgbarkeit muss man sich verabschieden, solange man Smartphone/Tablet/etc. nutzt.
Das bedeutet noch lange nicht, dass ich mir noch zusätzlich ein Echo oder einen Fernseher mit Kamera und Mikro hinstelle, aber der Kampf um die Privatsphäre ist weitgehend verloren.
Nicht einmal Apple konnte verhindern, dass Uber nach dem Entfernen (!) der Uber-App noch die User getrackt hat, bzw. die Phones eindeutig identifizieren konnte, auf I-Phones. https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Uber-iPhone-Fingerprinting-flog-auf-Rueffel-vom-Apple-Chef-3691517.html
Und wie schon jemand anderes darauf hinwies, im Moment sind Ultraschall-Beacons die große Mode, die unhörbar Informationen über den Nutzer des Smartphones übertragen.
Ja, ein Fön mit Mikrophon ist ganz großer Humbug, aber die eigentlichen Risiken lauern woanders.
Welcher Laptop hat denn heutzutage kein Mikrophon und keine Kamera?

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bacillus.maximus 08.05.2017, 16:24
9. Sachlich vollkommen richtig

Zitat von Thomas Schnitzer
Der Artikel tut geradezu so, als ob es keinerlei Möglichkeiten gäbe, eine Kommunikation solcher Geräte zu verhindern. Aber irgendwer wird ihnen wohl doch das Passwort für das WLAN geben müssen, oder nicht?
Sachlich haben Sie vollkommen recht. Keine Authentifizierung, kein Zugang. Sie vergessen dabei nur, daß es der Mehrzahl an Usern gar nicht vernetzt genug sein kann. Wo Kinder im Haus sind passiert das ganz sicher, weil die sich gar nichts dabei denken, alleine die Neugier was man damit anstellen kann reicht schon. Hätten wir als Kinder garantiert auch gemacht. Da wird reflexartig auch die W-LAN -Klobürste angemeldet. Und wenn die Kinder das nicht tun, dann macht es die Mutter weil sie beim Abheften der Anleitung zufällig liest daß es für die Registrierung der I-Brush einen 10€ Zalmazon-Gutschein gibt.

Sobald aber genug Router eine zweite, dichte Infrastruktur (WLAN to go und wie sie sich alle schimpfen) anbieten, so werden die Damen und Herren sich vermutlich die Gelegenheit nicht entgehen lassen eine Infrastruktur für das Netz der Dinge anzubieten deren Zugang nicht mehr vom User kontrollierbar ist. Und wer liest schon das EULA vom neuen Kühlschrank?
Die Firma fon dot com (fonera etc.), welche die Koordination der offenen WLANs in Europa leitet, wurde ja nicht vom Sozialamt gegründet um die ärmsten Europäer ans Netz zu bringen.

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