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Videospiel "Rust": Wo die Zerstörung zelebriert wird
Facepunch Studios/ Dominik Schott

Sie machen in Minuten kaputt, was andere Spieler in Hunderten Stunden errichtet haben - und werden dafür gefeiert: Die Zunft der virtuellen Sprengmeister organisiert Abriss-Events, die unvergesslich bleiben sollen.

Bürger Icks 06.01.2018, 13:56
1. Rust...

Ist erstmal ein niemals aus der Early Access phase herauskommendes Early Access/Alpha "Spiel"(Demo wohl eher), welches eine der übelsten "Communities" überhaupt hat. Da geht es tatsächlich nur noch um das sinnlose Töten anderer Spieler und Zerstören derer "mühsam" aufgebauter Gebäude. Ich hab Rust letzte Woche nach knapp zwei Jahren nochmal gespielt, nach 45 Minuten hatte ich praktisch ein mehretagige Festung, Kisten voller Nahrung, Materialien, mehrere Öfen am laufen, jedoch nur weil ich keinem "Mitspieler" begegnet bin und die Hubschrauber woanders sinnlos Spieler killten und Gebäude zerstörten.

Ansonsten hätte es wohl anderthalb Stunden und drei Respawns gebraucht, bis das "Spiel" für mich durchgespielt war. Ich hatte nicht nur überlebt, ich lebte in schierem Luxus(wenn man den angeblichen "Survival"-Aspekt im Hinterkopf hat).

Kein Grund mehr weiterzuspielen, da ich nicht auf diese sinnlose Killerei und das sinnlose Zerstören stehe. Fühle mich nicht wie Rambo wenn ich, voll ausgerüstet in einer Gruppe von 5-10 "Mann"(eher Männlein, wenn man die Vorstimmbruch-Stimmen hört) einen gerade gespawnten Nackedei, nur mit einem Stein in der Hand "bewaffnet", das Licht mit einem MG auspuste. Das wäre aber alles was mir jetzt noch zu tun bliebe, killen und zerstören.

Ich kann mich noch an Rust erinnern, als es dort wirklich noch eine Community gab, man wirklich miteinander etwas geschaffen hat, sich gegenseitig geholfen hat und Spass miteinander haben konnte. Das war als es noch diese dämlichen Zombies gab, ganz am Anfang. Bevor das Spiel dann populärer wurde und von Hackern, Griefern und sogenannten Terrorkiddies gehijacked wurde. Habe heute noch Kontakt zu Leuten, die ich durch das ehemalige Rust kennengelernt habe. Keiner von denen spielt das heutige Rust mehr, schon lange nicht mehr. Die Grafik ist zwar besser, aber der Rest... Da könnte ich auch Call of Duty oder Battlefield spielen, wenn ich drauf stehen würde.

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Peter Maller 07.01.2018, 08:52
2. Beinah hätte ich mir......

......das Spiel nach dem Artikel besorgt. Desahlb vielen Dank für Ihren kundigen Kommentar!

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moev 08.01.2018, 00:41
3.

Zitat von Bürger Icks
nach 45 Minuten hatte ich praktisch ein mehretagige Festung, Kisten voller Nahrung, Materialien, mehrere Öfen am laufen, jedoch nur weil ich keinem "Mitspieler" begegnet bin und die Hubschrauber woanders sinnlos Spieler killten und Gebäude zerstörten.
Also wenn man da in nicht mal einer Stunde so viel aufgebaut hat, dann klingt das für mich jetzt nicht besonders tragisch wenn andere Spieler das niederreißen

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TanjaFladra 08.01.2018, 14:27
4. so ist es ja im Normalfall eben nicht.

Zitat von moev
Also wenn man da in nicht mal einer Stunde so viel aufgebaut hat, dann klingt das für mich jetzt nicht besonders tragisch wenn andere Spieler das niederreißen
Der Vorposter hatte einfach Glück, dass niemand gestört hat.

Wenn man dauernd getötet wird und schon beim Aufbau alles zerstört wird, dann verliert man sehr schnell die Lust am Spiel und kommt auch nicht wirklich dazu was zu bauen. Und wenn doch, dann machen es trotzdem wieder andere Spieler kaputt.
Das Spiel habe ich frustriert aufgegeben.

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