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Virtuelle Tierquälerei: Darum kämpft Peta gegen Videospiele

1) Die Tierrechtsorganisation Peta kritisiert ein Nintendo-Spiel. 2) Die Fans regen sich auf. 3) Peta ist im Gespräch. Die PR-Masche funktioniert - immer wieder.

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luziferx 06.04.2017, 07:11
1. Peta eben

Das ein Videospiel auch nur ein Videospiel ist leuchtet den Leuten bei PETA wohl nicht ein. Es gibt viele fragwürdige videospieltitel, man denke an pregnancy... aber sich wegen diesem Minispiel aufzuregen nutzt nichts außer PR. Die PETA setzt ohnehin nicht auf Dialog sondern bedient sich auch nur an Punchlines ähnlich wie andere argumentativ schwache Gruppierungen...

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Olaf 06.04.2017, 07:39
2.

Natürlich funktioniert diese Masche und zwar nicht nur bei PETA, auch bei anderen NGO. Schließlich ist Aufmerksamkeit deren Lebenselixier oder noch kürzer gesagt:

Wirb oder Stirb.

Gilt auch für NGO's.

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qoderrat 06.04.2017, 07:39
3.

Zitat von
Petas Strategie, auf populäre Games-Themen aufzuspringen, ist clever: Die ohnehin diffuse Zielgruppe "Spielefans" ist wohl kaum direkter zu erreichen, als mit selbst erfundenen, skurrilen Spielen oder mit kritischen Anmerkungen zu möglichst bekannten Titeln.
Die Frage ist nur, was man sich für ein Image mit dieser Art von Marketing macht.

Wie toll das funktioniert, wenn man als Verbotsinstitution wahrgenommen wird, da können die Grünen ein Lied von singen, der veggy day ist heute noch in den Köpfen, und keineswegs mit einer positiven Assoziation, obwohl die Anregung mehr Gemüse zu essen ja in der Sache nicht falsch ist. Dies aber über Zwang zu versuchen provoziert sofort eine harte Trotzreaktion.

Und genau das passiert Peta auch, früher hatte die einen ganz guten Ruf, inzwischen kann man wohl sagen dass realitätsfern noch eine vorsichtige Bezeichnung der sonst üblichen ist.

Dazu im Vergleich pornhub anzuführen ist meiner Meinung nach in der Sache völlig daneben, die machen nämlich genau das Gegenteil, es wird auf mehr oder weniger humoristische Weise auf Zugriffsstatistiken in Relation zu gesellschaftlichen Ereignissen verwiesen und damit Aufmerksamkeit und Interesse auf ihr Portal und ihren Namen gelenkt. Da ist nirgends Zwang oder moralischer Zeigefinger dabei, ganz im Gegenteil, im besten Fall ein wenig Provokation von Religion und Moralapostel, aber die sind eben gerade nicht die Zielgruppe der Werbekampagne.

Deren Werbekampagne ist exakt umgekehrt aufgesetzt, über einen Schmunzler ein positives Bild auf die Marke zu werfen, während Peta mit Provokation ein negatives Bild erzeugt.

Provokation ist ein gutes Mittel, um eine unbekannte Sache ins Gespräch zu bringen. Sie ist ein sehr schlechtes Mittel, eine bekannte Sache im Gespräch zu halten. Langfristig baut man sich mit letzterem nur Vorurteile gegen seine Organisation auf, vor allem wenn die Provokation so plump und lächerlich wie im Fall Peta ist.

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constractor 06.04.2017, 07:41
4.

Ich bin dankbar das PETA auf solche missstände aufmerksam macht. Mir war nicht bewusst welche Art von Spielen auf Nintendokonsolen normal sind. Nachdem ich den Brief von PETA an Nintendo gelesen habe, habe ich sofort meinen Kindern alle Produkte von Nintendo abgenommen und vernichtet. Meine Kinder werden in Zukunft sicher verstehen warum dieser Schritt richtig und notwendig gewesen ist.

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MKAchter 06.04.2017, 07:59
5. Sektiererisch

Zitat von qoderrat
Wie toll das funktioniert, wenn man als Verbotsinstitution wahrgenommen wird, da können die Grünen ein Lied von singen..... Und genau das passiert Peta auch, früher hatte die einen ganz guten Ruf, inzwischen kann man wohl sagen dass realitätsfern noch eine vorsichtige Bezeichnung...ist.
Auf mich macht PETA inzwischen deutlich mehr den Eindruck einer Sekte, als einer seriösen Tierschutzorganisation.

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the_rover 06.04.2017, 08:09
6. Überflüssiger Artikel

"Schließlich entstehen wohl auch die meisten Medienberichte zum Thema nicht, weil die Peta-Kritik inhaltlich so wichtig und treffend ist, sondern weil sie oft angeklickt wird."
Und mehr ist dazu nicht zu sagen und SpOn fällt auch noch darauf rein.
PETA hat in Deutschland insgesamt neun (!) ordentliche Mitglieder, und das ist selbst für eine Sekte sehr wenig.

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rjsedv 06.04.2017, 08:10
7. Win-Win

Ich frage mich, wie viel Geld Nintendo an Peta gezahlt hat, damit die dermaßen Werbung machen? Clever - irgendeine Gruppe an hysterischen Träumern anstacheln, um wieder ins Gespräch zu kommen. Und Peta profitiert davon auch. Wie bei Spam-Mails. Auf 1000 Leute, die die für verrückt erklären, gibt es einen Verrückten, den Peta dann interessiert. Bei der Reichweite eine klassische Win-Win-Situation. Die einzigen Verlierer sind die Tiere, deren Interessen ins Lächerliche gezogen werden.

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valmel 06.04.2017, 08:19
8.

"Die PR-Masche funktioniert - immer wieder."

Woran liegt es? An Berichten wie diesen. Ignoriert diese Fanatiker doch ganz einfach, sie haben keinerlei Relevanz. Solche Leute schaden dem ernstgemeinten Tierschutz.

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Atheist_Crusader 06.04.2017, 08:26
9.

PETA hat mit Tierschutz im praktischen Sinne kaum noch etwas zu tun. Stattdessen machen sie PR-Aktionen die nicht nur an Idiotie und Ignoranzkaum zu überbieten sind (z.B. indem sie das Scheren von Schafen fälschlicherweise als Qual darstellen), sondern auch nichtmal wichtig genug sind um als Luxusprobleme zu zählen.
Vor einer Weile haben sie z.B. den Spielehersteller Games Workshop kriitsiert, weil der Plastik- und Metallminiaturen herstellt, von denen einige so modelliert sind, dass es aussieht als ob sie Fell tragen.

Klar, so bleibt man im Gespräch - aber nicht auf gute Art. Ihrer Sache erweisen die damit auch einen Bärendienst.
Das hilft nur PETA ignorieren. Wer tatsächlich etwas für Tierschutz tun will, findet Organisationen die seine Unterstützung mehr verdient haben.

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