Forum: Netzwelt
Weinen beim Videospielen: "Das Spiel hat mich besiegt"
Naughty Dog

Videospiele sind ein Medium, das Emotionen weckt - und manches Spiel rührt gar zu Tränen. Hier erzählen acht Gamer von besonders bewegenden Momenten.

Seite 1 von 4
thedad 26.11.2017, 20:41
1. Valiant Hearts

Kann Herrn Schönlein nur zustimmen. Ein bewegendes Spiel mit realem Hintergrund, das auch in Schulen im Geschichtsunterricht gezeigt/verwendet werden sollte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
besim 26.11.2017, 21:09
2. Geweint bei "Journey" (Playstation 3/4)

Kann man bei einem Computerspiel weinen? Seit "Journey" weiß ich, dass das geht. Journey ist ein kleines Spiel, das ganz anders daherkommt. Man ist eine Figur, die auf eine Reise geht, weitgehend gescriptet. Das Ziel ist dabei ähnlich wie eine Erlösung und der Weg ist steinig. Unterwegs trifft man einen online zufällig zugeschalteten Compagnion, mit dem man sich nur über undefinierbare Zeichen und vor allem nur durch gemeinsames Weitergehen verständigen kann. Verstörend am Spiel ist, dass man unterwegs erfriert und daraufhin eine Art Wiedergeburt erlebt (wobei nicht klar ist, ob es das letzte ist, was die Figur empfindet oder tatsächlich eine Wiedergeburt). Diese Szene ist derartig phantastisch ausgemalt und mit feinster Musik unterlegt, dass man kaum davon unberührt sein kann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zolii 26.11.2017, 21:11
3.

Ich spiele nun schon etwas länger Videospiele, kann mich bewusst aber nur an ein einziges Mal erinnern, dass ich wegen einem Spiel wirklich geweint habe. Dies war in Formel 1 2006 für die PS2, das ich als kleines Kind wirklich rauf und runter gespielt habe. Als ich nun als ungefähr 7-9 Jähriger im Honda die Weltmeisterschaft um einen Punkt gegen Fernando Alonso verlor, sind bei mir wirklich alle Dämme gebrochen. Und trotzdem ist es doch eine sehr schöne Kindheitserinnerung, welche ich nicht missen möchte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mikevojnar 26.11.2017, 21:30
4. Waaaas?

Gamer zeigen Gefühle? Gamer weinen, wenn sie in einem Spiel den Tod der Tochter der Hauptfigur miterleben müssen (Ich habe dabei auch geweint, selbst wenn ich daran nur denke, steigen mir die Tränen in die Augen. Ich mochte die kleine Sarah, ich wollte sie unbedingt retten...ich konnte nicht. Es ging einfach nicht, wie ihr Vater war ich hilflos. Dieses "Trauma" macht den Wunsch später im Spiel Ellie zu beschützen noch viel stärker, das ist großartiges Storytelling.)? Wie kann das sein? Ich dachte wir Gamer wären allesamt gefühlskalte, semi-autistische Sexisten, die sich an der Darstellung von Gewalt gegen Frauen ergötzen? Anita Sarkeesian würde jetzt vermutlich wettern, dass diese dramatische Storywendung am Ende des Tutorials von "The Last Of Us" ganz übel sexistisch sei, weil Sarah eben nur eine "Damsel in Distress" sei, ein "Objekt" aus dem "Besitz" ihres Vaters, dass der Spieler so lernen würde, dass Frauen eben nur wehrlose, inkompetente "Anhängsel" der männlichen Hauptfiguren wären, aber das ist Quatsch. Es tut mir leid, Sarah. Ich konnte dich nicht beschützen, obwohl ich es dir versprochen hatte. Es tut mir so leid, bitte vergib mir, Sarah.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zimond 26.11.2017, 21:41
5. Da gibts einige

Wenn man nach den Credits einfach die Maus oder Controller ablegt und noch Minuten lang so dasitzt dann ist ein Spiel wirklich großartig.

Spec Ops: The Line war so ein Überraschungstitel. Der erste Eindruck ist der eines gewöhnlichen Shooters... doch das ändert sich und am Ende fragt man sich wer hier wen gespielt hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thinkthrice! 26.11.2017, 21:57
6. alles von Fumito Ueda

Ico, Shadow of the Colossus, Last Guardian... Keine anderen Spiele haben mich so berührt, zerknirscht und verblüfft "zurückgelassen". Die Spiele haben in mir Stimmungen ausgelöst, die in mir auch nach Spielende noch tagelang/wochenlang vorhanden waren. Sowas hatte ich zuletzt und zuerst nur als ich mit ca. 7 Jahren Star Wars gesehen hatte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hansistyle2 26.11.2017, 22:04
8.

Titel die mich zum weinen brachten:

Brothers
Journey
Shadow of the colossus
Und The Last Guardian.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lupo62 26.11.2017, 22:06
9. Bewegene Momente

Morrowind, mein erstes Open-Word-Spiel. Es gab Bäume und Sträucher, 2003 etwas nie gesehenes, und man konnte überall hingehen. Ich bin auf den höchsten Berg geklettert, habe auf die Landschaft geblickt und konnte mein Glück kaum fassen: Was würde wohl hier und da und dort passieren? Die Vorfreude war riesig.
Gothic 2: Ich bekam es mit einem übermächtigen Gegner, einem Troll, zu tun. In dem Spiel greifen NPC´s Bösewichte an, wenn diese in ihre Nähe kommen. Also den Troll in die Nähe des nächsten Gehöftes gelockt und die Bewohner machten ihn prompt alle. Leider nicht ohne Verluste, zwei NPC´s, die mich vorher freundlich begrüßt haben, waren "tot". Da habe ich mich geschämt. Ist natürlich Blödsinn, weil es nur virtuelle Gestalten sind, aber ich gehe die Sache eben mit einer gewissen Ethik an. Aus diesem Grund habe ich Morrowind niemals zu Ende gespielt, weil man da am Schluss des Spieles zwingend einen Charakter, der kein Bösewicht ist, im Auftrag einer Gilde umbringen muß.
Aus dem gleichen Grund werde ich Los Santos niemals betreten. Zumindest so lange, wie ich nicht in der Rolle eines Polizisten Michael, Franklin und Trevor fangen und für immer im Gefängnis abliefern kann. Das würde ich wirklich mit Vergnügen machen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4