Forum: Netzwelt
Werben um die Webstars: Bitte, bitte streamt unser Spiel

Damit sich ein Spiel gut verkauft, brauchen Hersteller vor allem eins: Aufmerksamkeit. Früher hofierten sie die Spielepresse, heute versuchen sie, Streamer zu begeistern - oder zu bezahlen.

darkcookie 08.10.2017, 09:16
1. Nintendo und die Streamer - eine Geschichte voller Missverständnisse

Das ist interessant, hat doch Nintendo in der Vergangenheit immer wieder versucht, die Streamer einzuschränken.

Erst kürzlich hat man sich bei Nintendo entschieden, Live-Streams zu verbieten: https://www.kotaku.com.au/2017/09/nintendo-creators-program-will-no-longer-let-youtubers-live-stream/
Das kommt bestimmt super an!

„Diese Botschafter sind sehr wichtig für uns“ - aha, soso.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ryo_de_paris 08.10.2017, 14:56
2. Nintendo hat recht

Das Problem ist doch, dass viele die Spiele selbst nicht mehr spielen und unkritisch die Meinung ihres jeweiligen Streamers übernehmen. Dass Streamer vermehrt, zwecks clickbaiting, sogenannte "unpopular opinions" oder schlicht Unwahrheiten verbreiten, hat dazu beigetragen Diskussionen über Videospiele zu vergiften. Jetzt kann man sich im Internet (teilweise auch IRL) nicht mal mehr über ein Spiel unterhalten ohne das einem permanent gesagt wird wie besch*ssen es ist, weil Streamer XY das behauptet. Sicher mag es gewisse Synergie Effekte geben, ich denke jedoch dass der umgekehrte Fall (Spieler kaufen sich ein Spiel doch nicht), aufgrund von Streamern die alles schlecht machen müssen, häufiger auftritt.
Nintendo stellt nunmal Videospiele her, sie wollen das sie gespielt, und nicht wie ein Film bei twitch geschaut werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bürger Icks 08.10.2017, 17:46
3. Habe ich noch nie verstanden

Zitat von ryo_de_paris
Das Problem ist doch, dass viele die Spiele selbst nicht mehr spielen und unkritisch die Meinung ihres jeweiligen Streamers übernehmen. Dass Streamer vermehrt, zwecks clickbaiting, sogenannte "unpopular opinions" oder schlicht Unwahrheiten verbreiten, hat dazu beigetragen Diskussionen über Videospiele zu vergiften. Jetzt kann man sich im Internet (teilweise auch IRL) nicht mal mehr über ein Spiel unterhalten ohne das einem permanent gesagt wird wie besch*ssen es ist, weil Streamer XY das behauptet. Sicher mag es gewisse Synergie Effekte geben, ich denke jedoch dass der umgekehrte Fall (Spieler kaufen sich ein Spiel doch nicht), aufgrund von Streamern die alles schlecht machen müssen, häufiger auftritt. Nintendo stellt nunmal Videospiele her, sie wollen das sie gespielt, und nicht wie ein Film bei twitch geschaut werden.
Spiele gucken, statt sie zu spielen.
Ist wie Sport gucken statt ihn zu machen.

Ich setze mich doch nicht vor meinen Rechner um mir passive "Unterhaltung" zu geben, wie beim Fernsehgucken. Ich schaue doch nicht anderen dabei zu, wie sie Spass beim Spielen haben, während ich an dem Gerät sitze, mit dem ich das Spiel selber spielen könnte.

Man kann höchstens mal kurz ein Let´s Play angucken um sich die Grafik im Spiel anzugucken, dazu braucht es aber auch keinen Stream. Ohne Ton am Besten, denn dann hört man das ganze "Ich machs fürs Geld"-Gelaber nicht.

Ich habe jedenfalls noch nie einen Stream eines Spiels angucken müssen, statt das Spiel selbe zu spielen. Und mich könnte auch die Meinung eines Streamers oder Let´s Players etc. nicht dazu veranlassen, ein Spiel zu kaufen oder eben nicht. Man bildet sich doch lieber seine eigene Meinung, oder?

Und ich habe noch nie, wirklich nie jemanden sagen hören, das ein Spiel schlecht wäre weil irgendein dahergelaufener Streamer das mal irgendwo gesagt hatte. So leicht zu beinflussende "Mit dem Mainstream-Schwimmer" kenne ich dann wahrscheinlich einfach nicht... xD

Man fühlt sich bei diesen Streamern auch ein wenig an spezielle "Pizzerien/Lieferdienste" erinnert, in denen der indische Koch türkischen Döner in einer italienischen "Pizzeria" zubereitet und wo von Currywurst bis Mexikanisch alles auf der Karte zu finden ist.

Habe damals mal bei diesem Gronkh reingeschaut, weil ich die Ingame-Grafik eines Spiel vor dem Kauf sehen wollte. Habe mich dann köstlich darüber amüsiert das diese Leute wirklich alles spielen aber so gut wie von nix ne Ahnung haben. Wenn ich ein Rennspiel sehen will, dann schaue ich jemandem zu, der auch Rennen fahren kann. Wenn ich einen Shooter sehen will, dann mit jemanden der auch Shooter spielen kann, usw. Und nicht jemanden, der der lieben Kohle wegen so gut wie alles spielt, es aber im Grunde gar nicht richtig kann.

Ausserdem, wie unglaubwürdig ist denn ein Streamer(Let´s Player etc.), wenn er das Spiel, das er spielt, die ganze Zeit schlecht macht aber weiterspielt? Den würde ich nie wieder "einschalten", würde ich Spiele gucken statt sie zu spielen, weil es ja offensichtlich ist worum es solchen Leutchen geht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
paradonym 09.10.2017, 05:43
4. Die Offenheit kommt bei streamern nicht immer.

Nicht immer sind Youtuber offen. Pietsmiet ist offener, wegen der Rundfunkgebühren-Story. In vereinzelten Videos erklärt er wie er spiele bekommt, entweder er hat sie ungefragt bekommen oder fragte den Entwickler nach gratiskeys... das gleiche bei gronkh und co zu erreichen wird schwieriger. Natürlich ist es da genau so, aber nicht immer ist das in den Videos sinnvoll zu sagen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Kanalysiert 13.10.2017, 19:20
5. Immer nur YouTube Blablabla....

Liebe Redaktion, noch nie was von Twitch gehört? Das wäre eine deutlich bessere Onlinegamer Streamerplattform. YouTube ist viel zu statisch und zu wenig interaktiv für echte Gamer, aber für den regulären Mainstream ein Einstieg. Recherche Recherche - oder bezahlt euch YouTube für die "exklusive" Nennung? ;)

Beitrag melden Antworten / Zitieren