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WWDC-Stipendiaten: Sag auf einer Party nie, dass du was mit Computern machst

Gute Programmierer sind rar, der Nachwuchs wird hofiert - auch von Tech-Konzernen. Zu seiner Entwicklerkonferenz in Kalifornien lädt Apple etwa ausgewählten Nachwuchs ein. Deutsche Teilnehmer erzählen.

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ptb29 05.06.2018, 11:37
1. Assembler ist keine Maschinensprache

Ansonsten interessanter Artikel, was die Beweggründe für den Weg zum Programmierer waren. Auch der Hinweis, dass Programmieren unterschätzt wird. Aber das lesen die Projektverantwortlichen sowieso nicht.

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Vadomar 05.06.2018, 12:07
2. Jugendwahn ?

Ganz so rar sind gute Programmierer nicht, wie der Artikel glauben machen mag. Was allerdings wirklich rar sind gute junge Programmierer, die für lau für irgendeines der zahllosen Start-Ups arbeiten wollen.
Ich selbst programmiere seit über 30 Jahren, hab mit Basic, Cobol und Assembler angefangen. Für viele potentielle Arbeitgeber is man allerdings mit weit über 40 zu "alt" und zu "teuer".

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John.Moredread 05.06.2018, 12:10
3. Assembler ist keine Maschinensprache

Zitat von ptb29
Ansonsten interessanter Artikel, was die Beweggründe für den Weg zum Programmierer waren. Auch der Hinweis, dass Programmieren unterschätzt wird. Aber das lesen die Projektverantwortlichen sowieso nicht.
Heutzutage wird Assembler und Maschinensprache als Synonym verwendet. Mag technisch und die Historie betrachtet falsch sein, ist aber mittlerweile Standard.

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thseeling 05.06.2018, 12:21
4. alte sprache

"Assembler" ist die symbolische Schreibweise für die Codes, mit denen die CPU Befehle ausführt. Maschinensprache sind die Bytes selbst. "Alt" kann man das aber nicht nennen, weil es immer noch benötigt wird. Mit jeder neuen CPU-Generation führen die Hersteller neue Maschinencodes und die dazugehörigen Assemblerbefehle ein, und es kann durchaus nützlich sein, wenn man das beherrscht. Gerade im Security-Umfeld ist es wichtig zu verstehen, wie Code wirklich aussieht.

Intern wird zwar bei CISC-Prozessoren die Maschinensprache nochmals in kleinere Befehle zerlegt, bevor sie ausgeführt wird (der sog. Microcode), aber das, was ein Compiler erzeugt, ist zunächst Assemblersprache und danach erzeugt das Assemblerprogramm daraus Maschinencode.

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dirk.resuehr 05.06.2018, 12:32
5. Aus der Steinzeit

Da streitet man sich, was ein Assembler ist, lange her, Lochkarten und Lochstreifen pflasterten den Assemblerweg. aber die Definition ist nunmal:Ein Assembler ist ein Übersetzungsprogramm, dass ein in einer Assemblersprache abgefasstes Quellprogramm in eine Maschinensprache umwandelt.

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readme74 05.06.2018, 13:29
6. Billig-Kultur

Zitat von Vadomar
Ganz so rar sind gute Programmierer nicht, wie der Artikel glauben machen mag. Was allerdings wirklich rar sind gute junge Programmierer, die für lau für irgendeines der zahllosen Start-Ups arbeiten wollen. Ich selbst ......
Das Problem ist auch einfach die Billig-Kultur in vielen Unternehmen heute.
Beispiel: Der Sohn einer Bekannten hat einen Master in Kulturwissenschaft. Damit hängen naturgemäß die Trauben nicht so hoch auf dem Arbeitsmarkt. Neben seinem Job als (ungelernter) Barista in einem Szene-Café arbeitet er in einer Agentur, die alles mögliche an Apps programmiert für diverse Kunden. Der Chef der Firma ist selbst BWLer, und er hat bei sich als Programmierer vorwiegend Quer- und Seiteneinsteiger aus Orchideenfächern sitzen, wie Soziologen, Kunstpädagogen und Theaterwissenschaftler. Für einige bekommt er sogar Fördergelder vom Arbeitsamt weil er sie als Langzeitarbeitslose eingestellt hat. Der Grund dafür, wie er selber sagt, ist dass diese mit wenig Bezahlung zufrieden sind und sich trotzdem richtig reinhängen weil sie froh sind endlich einen Job zu haben. Die Firma zahlt in der Regel 1700 Euro brutto in Vollzeit. WENN die Leute in Vollzeit und festangestellt arbeiten... denn manche werden auch nur auf Projektbasis für ein paar Monate eingestellt, wo sie in der Regel noch weniger (auf Stundenlohn umgerechnet) verdienen. Es wird zwar dann in Aussicht gestellt, dass man vielleicht übernommen wird wenn das Projekt erfolgreich zuende gebracht wurde, aber in der Realität passiert dies in dieser Firma so gut wie nie. Es gibt auch studentische Mitarbeiter, aber die werden nur für unbezahlte Pflicht-Praktika angestellt.

Bei solchen Arbeitsbedingungen würde jeder studierte Informatiker beim Bewerbungsgespräch entsetzt rückwärts wieder aus der Tür rausgehen. Aber es gibt eben genug Leute, die solche Jobs aus persönlicher Not heraus annehmen müssen. Nur eben drückt das dann gleichzeitig wieder auf die Gehälter und Jobchancen von tatsächlichen Informatikern. Weil eben viele Firmen denken, sie bekommen Leute die programmieren können für ein Bruchteil dessen, was jemand kostet der dafür auch tatsächlich formell qualifiziert ist.

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irobot 05.06.2018, 14:03
7.

Zitat von readme74
Das Problem ist auch einfach die Billig-Kultur in vielen Unternehmen heute. Beispiel: Der Sohn einer Bekannten hat einen Master in Kulturwissenschaft. Damit hängen naturgemäß die Trauben nicht so hoch auf dem Arbeitsmarkt. Neben seinem Job als (ungelernter) Barista in einem Szene-Café arbeitet er in einer Agentur, die alles mögliche an Apps programmiert für diverse Kunden. Der Chef der Firma ist selbst BWLer, und er hat bei sich als Programmierer vorwiegend Quer- und Seiteneinsteiger aus Orchideenfächern sitzen, wie Soziologen, Kunstpädagogen und Theaterwissenschaftler. Für einige bekommt er sogar Fördergelder vom Arbeitsamt weil er sie als Langzeitarbeitslose eingestellt hat. Der Grund dafür, wie er selber sagt, ist dass diese mit wenig Bezahlung zufrieden sind und sich trotzdem richtig reinhängen weil sie froh sind endlich einen Job zu haben. Die Firma zahlt in der Regel 1700 Euro brutto in Vollzeit. WENN die Leute in Vollzeit und festangestellt arbeiten... denn manche werden auch nur auf Projektbasis für ein paar Monate eingestellt, wo sie in der Regel noch weniger (auf Stundenlohn umgerechnet) verdienen. Es wird zwar dann in Aussicht gestellt, dass man vielleicht übernommen wird wenn das Projekt erfolgreich zuende gebracht wurde, aber in der Realität passiert dies in dieser Firma so gut wie nie. Es gibt auch studentische Mitarbeiter, aber die werden nur für unbezahlte Pflicht-Praktika angestellt. Bei solchen Arbeitsbedingungen würde jeder studierte Informatiker beim Bewerbungsgespräch entsetzt rückwärts wieder aus der Tür rausgehen. Aber es gibt eben genug Leute, die solche Jobs aus persönlicher Not heraus annehmen müssen. Nur eben drückt das dann gleichzeitig wieder auf die Gehälter und Jobchancen von tatsächlichen Informatikern. Weil eben viele Firmen denken, sie bekommen Leute die programmieren können für ein Bruchteil dessen, was jemand kostet der dafür auch tatsächlich formell qualifiziert ist.
Sorry, aber die Story kann ich Ihnen nicht abnehmen. Kein auch nur halbswegs guter Programmierer arbeitet für 1700 brutto. Selbst Quereinsteiger nicht. Also entweder erzählen Sie hier Märchen oder die Leute sind so grottenschlecht, dass man sie nicht als Programmierer bezeichnen darf. Und die sind definitiv keine Konkurrenz zu Informatikern.

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DerAndereBarde 05.06.2018, 14:28
8. Non sequitur

Zitat von irobot
Kein auch nur halbswegs guter Programmierer arbeitet für 1700 brutto. Selbst Quereinsteiger nicht. Also entweder erzählen Sie hier Märchen oder die Leute sind so grottenschlecht, dass man sie nicht als Programmierer bezeichnen darf. Und die sind definitiv keine Konkurrenz zu Informatikern.
Sie unterstellen, dass hier tatsächliche interessante Probleme mit Software gelöst werden sollen. Das ist in der "Irgendwas-mit-Apps"-Branche aber eher selten der Fall.

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irobot 05.06.2018, 15:09
9.

Zitat von DerAndereBarde
Sie unterstellen, dass hier tatsächliche interessante Probleme mit Software gelöst werden sollen. Das ist in der "Irgendwas-mit-Apps"-Branche aber eher selten der Fall.
Viele Informatiker sind auch nur Programmierknechte. Und selbst bei "irgendwas-mit-Apps" muss man imho zwei Programmiersprachen (Swift/Java) beherrschen. Es sei denn, man arbeitet mit "Klickibunti" à la Appyourself oder iBuildApp. Bei Letzteren kommt aber erfahrungsgemäß nie was Vernünftiges heraus, weil die Möglichkeiten viel zu eingeschränkt sind.

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