Forum: Panorama
Architekten zur Flüchtlingsunterbringung: Drei Wege aus der Wohnkrise
Brandlhuber+Emde

Tausende Asylsuchende leben in Notunterkünften, trotz kalter Witterung. Langfristige Lösungen für das Wohnraumproblem sind Mangelware. Drei Architekten sagen, was jetzt zu tun wäre - und erklären, warum die Flüchtlinge nicht das Problem sind.

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grift 06.12.2015, 19:26
210.

Standards runterfahren - prima Idee. Am besten gleich für alle und auch bei Renten, Löhnen, medizinischer Versorgung, Bildung, ... . Wir passen uns dem Standard von Entwicklungslädern an.

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MatthiasPetersbach 06.12.2015, 19:26
211.

Zitat von roland56
Selbst bei billigen Krediten benötigen Sie erst einen gutbezahlten Arbeitsplatz. Oder woher sollen die Ratenzahlung kommen. Und woher sollen die Arbeitsplätze herkommen? Sie wissen schon, dass nicht einmal 10% auch nur den Hauch einer Chance haben hier zu arbeiten.
Nun, selber bauen kann man auch ohne Arbeitsplatz. Sogar besser - weil man mehr Zeit hat :)

Ehrlich - ich würde die Leute in den Osten siedeln, wo es Landschaften gibt, wo niemand unter 70 ist, ganze Dörfer zerfallen und es sich weder lohnt, nen Kindergarten, ne Kneipe noch nen Dorfladen zu betreiben.

Da können sie dann selbst bauen, selbst anbauen, selbst wirtschaften. Und egal, wo sie herkommen - es wird ein Bäcker drunter sein und ein Friseur und einer, der ein Brett absägen kann.

Hilfe zur Selbsthilfe.

Ich hab früher in Studienzeiten für umme gewohnt, habe dafür aber mit dem Material meines Hausbesitzers die Bude renoviert, ein Bad eingebaut und anderes mehr. Als ich weg war, war das von ner Studentenbude zur wirklich vermietbaren Wohnung gereift.

MEHR kann der Staat nicht verdienen, wenn er ein paar Bauleute einstellt, Werkzeug und Material liefert und dann zum Schluß mit funktionierenden Sozialwohnungen dasteht.

Die Häuser werden wahrscheinlich etwas anders aussehen (müssen), als wir gewohnt sind - aber auch nach dem Krieg sind bei uns reihenweise gleiche Modell"spar"häuser von den Flüchtlingen selbst gebaut worden.

Das alles braucht nur Willen.

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whitemouse 06.12.2015, 19:33
212. Kein Kauf

Zitat von norbert.dreier
... gelassen ausgeschrieben ;-) Sie reden bei 1.500.000 Wohnungen und nur € 50.000 je Wohnung über € 75.000.000.000 (75 Milliarden €). Fragt sich nur, wer das finanzieren soll. Die Flüchtlinge selbst werden da wohl kaum wesentliche Beiträge leisten können. Das müssen die Deutschen schon zu größten Teilen selbst erarbeiten. ... und hoffen wir einmal nicht, dass es während der Zeit, in der wir diesen nennenswerten Betrag aufbringen in Sachen Griechenland auch nur eine der vielen Milliarden-schweren Bürgschaften gezogen wird ...
Ich sehe keine Notwendigkeit zum Kauf. Und die Miethöhe könnte sogar gesetzlich bestimmt werden, jedenfalls wenn eine Wohnung längere Zeit ungenutzt bleibt. Unter solchen Voraussetzungen könnte dann auch für eine schöne Wohnung im Zentrum von Hamburg ein gesetzlicher Einheitsmietpreis von z.B. 3 Euro pro Quadratmeter zum Tragen kommen. Das würde denjenigen, die Wohnungen bewusst leerstehen lassen, um die Preise hochzutreiben, ganz schön stinken...

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lomograf 06.12.2015, 19:52
213. Vergangenheitsbewältigung...Warum kein Job auf dem Bau?

Liebe ArchitektInnen,
Alles klar, die Vergengenheit ist vergangen, die Zukunft ist jetzt. Und kosten tut es - so oder so.

Wieso können die (meist männlichen, 20-40 Jahre alten Flüchtlinge) nicht einen Job auf dem Bau machen. Und sich selber die Unterkünfte errichten, in die sei dann einziehen. Ist dann erheblich billiger (wenn man nicht unbedingt die auf Effizienz getrimmten Beton-Formbau Technologien nutzt, sondern etwas langsamere, etwas ältere Bautechniken, z.B. aus den 1940-70er Jahren). Oder gar aus Ziegel baut. Das wäre erheblich nachhaltiger, würde deutlich mehr Menschen beschäftigen und kann auch Kulturbildend wirken. Murks wird sofort korrigiert.
Natürlich unter der fachkundigen Leitung eines Deutschsprachigen, der auch die Funktion implizit als Lehrer hat.
Klingt komisch ist aber eine Lösung für "Integration", "Arbeitsmarkt", "Sprache lernen", "Kultur des Gastlands kennen lernen" und mehrer anderer Probleme.

Die Errichtung der Häuser und Wohnungen ist dann ein gemeinsames Ziel der Flüchtlinge und der Industrie, das nur in Zusammenarbeit erbracht werden kann. Das wirkt auch gemeinschaftsbildend und integrativ!

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bristolbay 06.12.2015, 19:57
214. Diesen Zustand hatten wir schon

Zitat von whitemouse
Ich sehe keine Notwendigkeit zum Kauf. Und die Miethöhe könnte sogar gesetzlich bestimmt werden, jedenfalls wenn eine Wohnung längere Zeit ungenutzt bleibt. Unter solchen Voraussetzungen könnte dann auch für eine schöne Wohnung im Zentrum von Hamburg ein gesetzlicher Einheitsmietpreis von z.B. 3 Euro pro Quadratmeter zum Tragen kommen. Das würde denjenigen, die Wohnungen bewusst leerstehen lassen, um die Preise hochzutreiben, ganz schön stinken...
in der DDR. Da waren Brot und Mieten spottbillig. Bei den Wohnungen aber leider kein Geld für Investitionen da, wie z.B. simple Temperaturregler an den Heizungen, da wurde dann halt mal über die Fenster reguliert.

Aus Belarus kenne ich die Situation, dass zur Winterzeit die regelmässige Wartung der Heizungsanlage anstand und man dann halt mal 2 oder 3 Tage eingeschränkten Komfort hatte. Aber Kaltduschen macht schön.

Wollen Sie diese Situation.

Träumen Sie mal ruhig weiter von einer Einheitsmiete, die Investoren stehen schon Schlange.

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mocaer 06.12.2015, 19:58
215. Hässlich

sind die "Werke von A. Brandlhuber, ob in der Stadt oder auf dem flachen Land.

Aus Nürnberg stammt er und dort lehrt er - was auch immer. Es gibt keine scheusslichere Stadt mit einer Archtekturfakultät, die derart viele misslungene Beispiele aufzuweisen hat.

Architekten stünde eine gewisse Bescheidenheit ganz gut, damit die Hybris der Moderne endlich geläutert wird.

An manchen Stelle hat er dennoch recht, aber auf seine Werke kann man verzichten, er baut ja klein klein für sich selbst und ist den Nachweis im Großen bislang schuldig geblieben.


Vorsicht vor Leuten, die mit billigen Preisen hausieren gehen. Und Schallschutz gehört zu den Dingen, die nicht abgebaut gehören! Das hat nichts mit Spießigkeit zu tun sondern mit Gesundheit, aber Gesundheit ist Teil des Menschen und der ist ja in der Moderne schon immer aussen vor.

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karatekid 06.12.2015, 20:00
216. Geht auch billiger.

Zitat von lindenbast
Wenn Sie für eine Wohnung 400.000 berappen und 25% Eigenkapital mitbringen sollen, müssen Sie alleine für dieses Eigenkapital 8 Jahre lang 1000 Euro/Monat sparen. Ein Normalverdiener kann das nicht. Und dann soll die Bude ja auch irgendwann noch abbezahlt werden.
Erstens muss es vielleicht nicht eine Wohnung für 400 000 sein. Die kann sich halt nicht jeder leisten. Zweitens tun sich häufig zwei Menschen zusammen, um solche Dinge gemeinsam zu bestreiten. Nennt man Ehe, Lebensgemeinschaft oder, bei personellen Auswüchsen, Familie. Zu zweit kriegt man so was leichter finanziert. Eine Einzelperson kann sich vielleicht einfach in einer anderen Preisklasse umsehen. Das bedeutet eben manchmal, dass man etwas nach außerhalb ziehen muss. Ansonsten bleibt man halt in Miete.

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MatthiasPetersbach 06.12.2015, 20:57
217.

Zitat von lomograf
Liebe ArchitektInnen, Alles klar, die Vergengenheit ist vergangen, die Zukunft ist jetzt. Und kosten tut es - so oder so. Wieso können die (meist männlichen, 20-40 Jahre alten Flüchtlinge) nicht einen Job auf dem Bau machen. Und sich selber die Unterkünfte errichten, in die sei dann einziehen. Ist dann erheblich billiger (wenn man nicht unbedingt die auf Effizienz getrimmten Beton-Formbau Technologien nutzt, sondern etwas langsamere, etwas ältere Bautechniken, z.B. aus den 1940-70er Jahren). Oder gar aus Ziegel baut. Das wäre erheblich nachhaltiger, würde deutlich mehr Menschen beschäftigen und kann auch Kulturbildend wirken. Murks wird sofort korrigiert. Natürlich unter der fachkundigen Leitung eines Deutschsprachigen, der auch die Funktion implizit als Lehrer hat. Klingt komisch ist aber eine Lösung für "Integration", "Arbeitsmarkt", "Sprache lernen", "Kultur des Gastlands kennen lernen" und mehrer anderer Probleme. Die Errichtung der Häuser und Wohnungen ist dann ein gemeinsames Ziel der Flüchtlinge und der Industrie, das nur in Zusammenarbeit erbracht werden kann. Das wirkt auch gemeinschaftsbildend und integrativ!
Meiner bescheidenen Architektenmeinung nach geht es NUR SO.

Das wäre zwar erstens nicht einfach, aber machbar. Und zweitens erfolgversprechend.

Das erste bedeutet Arbeit und Kenntnis von den Verantwortlichen - also keine Chance.
Das zweite : Erfolg wäre, wenn zig Millionen sich in oberen Taschen wiederfänden und unten vor Ort zwei Leute mit einer Schaufel um nen Sack Zement rumstünden und auf den Sand warteten: DER Erfolg wäre zu erzielen.

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