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Australierin saß unschuldig im Gefängnis: Millionenentschädigung nach 26 Jahren
DPA

Jahrelang saß Roseanne Beckett wegen versuchten Mordes an ihrem Ehemann unschuldig in Haft. Ein Polizist hatte Beweise gegen sie gefälscht, um sich zu rächen. Erst jetzt wurde die Australierin finanziell entschädigt.

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harwin 24.08.2015, 08:55
1. Nichts kann...

Kein Geld der Welt kann entgangene Lebenszeit ersetzen.
In Deutschland würde jeder der unschuldig im Knast sitzt mit extrem wenig Geld entschädigt, und muss es sich auch noch erkämpfen. Eine Millionensumme kann das Leid unschuldig im Gefängnis gesessen zu haben nicht wieder gut machen, aber zumindestens kann einen ein sorgenfreies Leben ermöglichen. Die Deutsche Justiz und Politik sollte da mal umdenken. Unschuldig verurteilte sollten angemessen entschädigt werden, nicht noch mehr traumatisiert.

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Nice2know 24.08.2015, 09:05
2. 25,00€

Ist die hiesige Haftentschädigung für einen Tag.
Bei 10 Jahren Haft ergibt sich eine Summe von rund 92.000,00€. Und selbst diese muss man hier noch einklagen und es dauert oft Jahre bis man diese erhält.
Opfer unserer Justiz werden auch keinem Wiedereingliederungsprogramm zugeführt. Sie müssen selbst klarkommen.
Solange es hier so ist, ist die Hemmschwelle gering sei es von Richtern, der Staatsanwaltschaft oder der Polizei wirklich im Zweifel FÜR den Angeklagten zu sprechen. Deswegen traue ich hier keinem mehr. Keinem Richter, keinem Staatsanwalt und auch keinem Polizisten.

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mat_1972 24.08.2015, 09:10
3.

Also ich halte die Entschädigungssumme für einen schlechten Witz.

Wer so lange Zeit unschuldig hinter Gittern sass, sollte dafür auch fürstlich entschädigt werden. Die Lebenszeit ist begrenzt, und wer diese ohne Grund anderen kürzt muss halt später dafür aufkommen, dass die verbleibende Zeit so "toll" ist, dass es die verlorene Zeit ausgleicht. Falls das überhaupt möglich ist.

So einfach ists.

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markusma 24.08.2015, 09:31
4. Welche Summe? 1.5 Millione zu wenig?

1.5 Millionen sind also zu wenig für eine 60 Jährige?
Die Lebenszeit kann man ihr nicht mehr wiedergeben, das ist nun mal so.

Aber mit dem geld kann Sie vieles nachholen was sie in den vergangen Jahren entbehren musste, Reisen usw.

Keine Ahnung was man 20 Millionen mehr machen könnte, ausser das sich viele falsche Freunde melden würden ....

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moe.dahool 24.08.2015, 09:36
5. Es ist nicht nur verlorene Zeit

Verloren wäre sie, wenn man sie für die Zeit quasi "ausgeschaltet", und sie nichts mitbekommen hätte. Deshalb ist der Begriff mehr als euphemistisch. Tatsächlich hat die Frau unter kargesten Bedingungen vegetieren müssen, und wurde über Jahre wie ein Verbrecher behandelt. Die deutsche Gesetzgebung ist eine Verhöhnung aller möglichen unschuldigen Justizopfer. Das Jahresgehalt eines höheren Beamten als Entschädigung für zehn Jahre Knast?! Selbst die 1,5 Mio, die ihr das Gericht zugesprochen hat, sind noch zu wenig.

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janne2109 24.08.2015, 09:42
6. warum?

---Australierin saß unschuldig im Gefängnis: Millionenentschädigung nach 26 Jahren----

diese Überschrift suggeriert, dass die Frau 26 Jahre unschuldig im Gefängnis saß,
sie saß aber 10 Jahre ( jeder Tag zuviel,ohne Frage)
warum so eine reißerische Überschrift?
Das ist Bild-Zeitungs Niveau. Hat Spon das nötig?

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Freidenker10 24.08.2015, 09:43
7.

Unser Rechtssystem und die Entschädigungspraxis ist deutlich beschämender, da muss man sich nur mal den Fall Harry Wörz ansehen!

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Buerste 24.08.2015, 09:45
8. @1 und 2

Aus welcher Quelle schöpfen Sie Ihre dürftigen Erkenntnisse?
In D. gilt das Gesetz über die Entschädigung für Strafverfolgungsmassnahmen. Da muss man nix einklagen, da muss man lediglich einen Antrag stellen, darüber wird man auch belehrt. Richtig ist, dass ein Tag Freiheitsentziehung derzeit mit 25,--Euro entschädigt wird- das ist nicht viel, aber auch nicht alles. Wer durch die Inhaftierung z.B. seinen Job verliert, wird für den Verlust entschädigt, und zwar in vollem Umfänge.
Wie man es hinbekommt, die Entschädigungsfrage mit der Unschuldsvermutung zu verquirlen und daraus dann Misstrauen gegen Richter pp. herzuleiten, bleibt wohl das Geheimnis von Verschwörungstheoretikern.

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g672450 24.08.2015, 10:01
9.

Zitat von Buerste
Aus welcher Quelle schöpfen Sie Ihre dürftigen Erkenntnisse? In D. gilt das Gesetz über die Entschädigung für Strafverfolgungsmassnahmen. Da muss man nix einklagen, da muss man lediglich einen Antrag stellen, darüber wird man auch belehrt. Richtig ist, dass ein Tag Freiheitsentziehung derzeit mit 25,--Euro entschädigt wird- das ist nicht viel, aber auch nicht alles. Wer durch die Inhaftierung z.B. seinen Job verliert, wird für den Verlust entschädigt, und zwar in vollem Umfänge. Wie man es hinbekommt, die Entschädigungsfrage mit der Unschuldsvermutung zu verquirlen und daraus dann Misstrauen gegen Richter pp. herzuleiten, bleibt wohl das Geheimnis von Verschwörungstheoretikern.
Aus welcher Quelle schöpfen Sie Ihre dürftigen Erkenntnisse? Sie wissen aber auch das die Beweislast für die Entschädigungsfrage umgekehrt ist, das heißt ich muss beweisen das ich den Job auch behalten hätte. Was ziemlich unmöglich ist.

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