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Autogramm im OP: Chirurg soll Leber mit Initialen markiert haben

Dieser Arzt wollte offenbar sein Werk signieren. Ein britischer Chirurg soll bei einer Transplantation seine Initialen in eine Patientenleber eingebrannt haben. Durch Zufall entdeckte ein Kollege die Markierung.

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smsderfflinger 25.12.2013, 12:14
1. 25.12.1

Zitat von sysop
Dieser Arzt wollte offenbar sein Werk signieren. Ein britischer Chirurg soll bei einer Transplantation seine Initialen in eine Patientenleber eingebrannt haben. Durch Zufall entdeckte ein Kollege die Markierung.
Da bin ich aber gespannt, wessen man ihn beschuldigt. Könnte mir allenfalls umethisches Verhalten während einer Lebensrettung vorstellen. Schon ein bisschen ungewöhnlich.
Ansonsten dürfte eine Schädigung wohl kaum vorliegen.
Und nun befürchtet man, dass er das bei hunderten getan hat? Nun, dann scheint er zumindest ein guter Chirurg zu sein, wenn auch etwas schräg....
Dem Herrn Robins von Patient Concern sollte man vielleicht darauf hinweisen, dass Autogrammbücher nicht nach jedem Autogramm unzugänglich verschlossen werden.
Mal wieder viel Lärm um nichts.
D

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spasssbremse 25.12.2013, 12:46
2. Verstehe ich nicht!

Wenn der Patient keinen Schaden davon getragen hat, weiß ich nicht, was dagegen sprechen sollte...
Ein Risiko besteht durch eine solche Signierung offenbar auch nicht.

So what???

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t36 25.12.2013, 13:21
3. Kein Schaden

Es ist real kein Schaden entstanden - der Argon Beamer hinterlässt bei der oberflächlichen Anwendung keinen Schaden - die Leber wird deswegen nicht schlechter funktionieren. Ja, ist sehr respektlos gegenüber dem Pat., aber ich hoffe trotzdem, dass der Transplantateur nicht bestraft (sondern nur ermahnt wird. Es gab vor einigen Jahren einen identischen Fall in einer ostdeutschen Uni.
Es scheint in der natur des "Kuenstlers" sein Werk signieren zu wollen...

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Servo 25.12.2013, 13:27
4. PC at it's best ...

Zitat von sysop
Dieser Arzt wollte offenbar sein Werk signieren. Ein britischer Chirurg soll bei einer Transplantation seine Initialen in eine Patientenleber eingebrannt haben. Durch Zufall entdeckte ein Kollege die Markierung.
Und wo ist jetzt das Problem? Dass es bei einem Menschen gemacht wurde? Haustiere werden tätowiert, Pferde mit Brandzeichen versehen, aber bei einem Menschen ist das wieder ganz schlimm.
Für mehr als ein Kopfschütteln über die Borniertheit des Chirurgen reicht es bei mir nicht. Die Leber funktioniert doch trotzdem einwandfrei, zumindest wird nichts Gegenteiliges berichtet.

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nicht-wirklich 25.12.2013, 13:47
5. Ja und?

Ich seh das Problem nicht. Viel wichtiger ist doch ob er die Eingriffe gut bzw komplikationsfrei durchgeführt hat. Da dem Patient kein Schaden ensteht kann er sein Werk doch signieren. Ärzte sind schließlihc auch nur Menschen, und wenn sie eine durchaus nicht soo einfachen Eingriff gut machen können sie auch nen kleinen Egotrip fahren.

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entenschaedel 25.12.2013, 13:57
6. Warum dieser Zirkus?

Wäre das in Deutschland passiert,könnte ich diesen Aufwand verstehen.Denn hier muß alles bestraft werden hat man mittlerweile das Gefühl.
Warum geht der Chirug petzen der das gefunden.Mobbing?Dem Patienten ist scheinbar kein Schaden entstanden.Das allein die Tatsache das jemand dafür angegangen wird,ist schon sehr kleinlich.

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cyp4622 25.12.2013, 14:00
7.

Zitat von sysop
Dieser Arzt wollte offenbar sein Werk signieren. Ein britischer Chirurg soll bei einer Transplantation seine Initialen in eine Patientenleber eingebrannt haben. Durch Zufall entdeckte ein Kollege die Markierung.
Eine ziemlich widerliche Grenzüberschreitung. Wer etwas innerhalb eines anderen Körpers verändert, ohne denjenigen nach Zustimmung zu fragen, begeht eine Körperverletzung. Das sollte einem Chirurgen schon bewusst sein. Wenn er sich darüber aus Eitelkeit hinwegsetzt (was sonst soll bitte diese territoriale Markierung, analog zm Anpinkeln von Hausecken durch Hunde sein?), hat er grundlegende ethische Voraussetzungen seines Berufes nicht erfüllt.
Es wäre doch einfach gewesen: Die Patienten nach Zustimmung zu fragen! Wieso hat er das wohl nicht gemacht?

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cyp4622 25.12.2013, 14:04
8.

Zitat von t36
Es ist real kein Schaden entstanden - der Argon Beamer hinterlässt bei der oberflächlichen Anwendung keinen Schaden - die Leber wird deswegen nicht schlechter funktionieren. Ja, ist sehr respektlos gegenüber dem Pat., aber ich hoffe trotzdem, dass der Transplantateur nicht bestraft (sondern nur ermahnt wird. Es gab vor einigen Jahren einen identischen Fall in einer ostdeutschen Uni. Es scheint in der natur des "Kuenstlers" sein Werk signieren zu wollen...
WArum hat er wohl die Patienten nicht gefragt, wenn kein "Schaden" entsteht? Der Chirurg sollte wissen, dass jede nicht eingewilligte Körpermodifikation eine Körperverletzung ist, so sie denn medizinisch nicht notwendig ist.

Wenn ich mir das vorstelle, dass jemand ungefragt seine Initiatieln in mir hinterlässt, empfinde ich das als sehr widerlich. Es ist durchaus denkbar, dass das bei Patienten psychischen Schaden hinterlässt, ein Unwohlseingefühl mit dem eigenen Körper bewirkt. Widerlich! Jemand, der sein Ego so über die Grenzen anderen Menschen setzt (und das muss er gewusst haben, sonst hätte er ja nach Einverständnis gefragt), von dem würde ich mich nicht operieren lassen.

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cyp4622 25.12.2013, 14:05
9.

Zitat von Servo
Und wo ist jetzt das Problem? Dass es bei einem Menschen gemacht wurde? Haustiere werden tätowiert, Pferde mit Brandzeichen versehen, aber bei einem Menschen ist das wieder ganz schlimm. Für mehr als ein Kopfschütteln über die Borniertheit des Chirurgen reicht es bei mir nicht. Die Leber funktioniert doch trotzdem einwandfrei, zumindest wird nichts Gegenteiliges berichtet.
Das Tätowieren von Haustieren wie Hunden und Katzen dient derem Schutz, Brandzeichen bei Pferden halte ich für Tierquälerei. Diese Initialien dienen nur dem Ego des Chirurgen. Da ist ein qualitativer Unterschied!

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