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Caritas-Studie: 84 Prozent der Deutschen wünschen sich mehr sozialen Wohnungsbau
imago/ Rust

"Steigende Mieten treffen nicht nur Menschen mit geringem Einkommen": Eine Caritas-Studie zeigt, wie sehr die Wohnungsnot die Deutschen umtreibt. Drei Maßnahmen fordern die Befragten.

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skeptikerjörg 10.01.2018, 14:19
1. Das große Versagen

Eines der größten Versagen der letzten 30 Jahren! Nicht nur, dass der Wohnungsbau immer weiter zurück gefahren wurde, sondern dass der öffentliche Bereich, Bund, Länder und Kommunen, hunderttausende von Wohnungen aus ihrem Besitz verkauft haben. Übrigens auf allen drei Ebenen unabhängig davon, welche Parteien gerade das Sagen hatten. Hinzu kommt, dass man durch immer mehr Bauauflagen und Ausführungsbestimmungen das Bauen so teuer gemacht hat, dass es für gewinnorientierte Unternehmen, aber auch für private Bauherren heute schlicht nicht möglich ist, preiswerten Wohnraum zu bauen. Für letzteres Problem sind übrigens überwiegend rot-grüne oder rot-rot-grüne oder rot-rote Regierungen verantwortlich. Das Wohnungsproblem ist ein weitaus größerer Skandal als z.B. Steuer- oder Rentenfragen.

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Le Commissaire 10.01.2018, 14:22
2. kontraproduktiv

Sozialer Wohungsbau ist so sinnvoll wie sozialer Handybau oder soziale Joghurtproduktion. Warum sind Joghurts spottbillig, warum gibt es Handys in allen Preisklassen, so dass sich jeder eines leisten kann? Weil hier ein Markt mit Wettbewerb herrscht, in dem eine stärkere Nachfrage ganz ohne politische Planung zu einem größeren Angebot führt.

Das Problem beim Wohnungsbau ist, dass hier keine Marktwirtschaft herrscht, sondern eine neosozialistische Regulierungswirtschaft: Bauen ist grundsätzlich _verboten_, es muss explizit genehmigt werden, zum Beispiel über die Ausweisung von Baugebieten. Solch eine Ausweisung ist eine politische Entscheidung der Kommunen. Die gut vernetzten Immobilienbesitzer wissen dies regelmäßig zu verhindern, gerne im Verein mit angeblichen Umweltschützern und besorgten Bürgern. Und auch dann, wenn man ausnahmsweise einmal bauen darf, ist man so von Regulierungen wie zum Beispiel zu Energiestandards umzingelt, dass günstiger Wohnraum kaum entstehen kann.

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yksas 10.01.2018, 14:25
3. Caritaslüge

"Ein wesentlicher Grund für den Mangel an bezahlbarem Wohnraum ist der Verlust sozial gebundener Wohnungen", sagt Caritas-Präsident Neher.
Dazu möchte ich ergänzen:
Ein anderer wesentlicher Grund ist die Raffgier der Konzernmutter der Caritas, der katholischen Kirche, die alleine im Bistum München Freising wo die Mieten bekanntermaßen am Höchsten sind ein Vermögen in Aktien und Immobilien von mehr als 3,5 Mrd Euro angehäuft hat um es den Menschen vorzuenthalten.

Wie toll da die unterschiedlichen Teilbereiche des Kirchenkonzerns zusammenwirken konnte ich heute morgen beobachten wie beim Gebrauchtwarenhandel der Kirche ein Mann Weihnachtsdekoration anschleppte und um Spendenquittung für die milde Gabe bat. So was mindert sein Steueraufkommen, hält die Weihnachtsartikelbranche am laufen, blendet Kinder und Gutgläubige stärkt das Prestige als Helfer und zwar auf Kosten der Allgemeinheit.
Wieviel Steuern bezahlt die Kirche eigentlich an den Staat um soziale Wohnungsbauprogramme mitzufinanzieren?
Keine. Also hört mal auf, Binsenweisheiten als soziales Engagement zu verkaufen.

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vliege 10.01.2018, 14:26
4. Das ist kein Phänomen sondern politisch gewollt

Der Verkauf von Sozialbauwohnungen seit den Anfangsneunzigern über Jahrzehnte hinweg musste zwangsläufig solche Ergebnisse hervorbringen. Länderschuldentilgung ohne Maß, Mitte und Verstand. Die Politik war und ist an dieser Entwicklung maßgeblich verantwortlich. Die privaten "Investoren" jammern über zu hohe Bürokratie sowie geringe Renditen für das eingesetzte Kapital. Erstaunlicherweise reicht das Investitionskapital aber für schicke ETW in Hippen oder Innerstädtischen Hotspots bei denen nicht selten die angestammte Klientel Rausgentrifiziert wird. Die Politik muss nun, auch durch die erhöhte Nachfrage durch Flüchtlinge samt Familiennachzug endlich handeln und notfalls selber bauen.

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mapcollect 10.01.2018, 14:30
5. Das Bauen so teuer geworden ist

Zitat von skeptikerjörg
Eines der größten Versagen der letzten 30 Jahren! Nicht nur, dass der Wohnungsbau immer weiter zurück gefahren wurde, sondern dass der öffentliche Bereich, Bund, Länder und Kommunen, hunderttausende von Wohnungen aus ihrem Besitz verkauft haben. Übrigens auf allen drei Ebenen unabhängig davon, welche Parteien gerade das Sagen hatten. Hinzu kommt, dass man durch immer mehr Bauauflagen und Ausführungsbestimmungen das Bauen so teuer gemacht hat, dass es für gewinnorientierte Unternehmen, aber auch für private Bauherren heute schlicht nicht möglich ist, preiswerten Wohnraum zu bauen. Für letzteres Problem sind übrigens überwiegend rot-grüne oder rot-rot-grüne oder rot-rote Regierungen verantwortlich. Das Wohnungsproblem ist ein weitaus größerer Skandal als z.B. Steuer- oder Rentenfragen.
liegt mal vor allem an den gut gefüllten Auftragsbücher der Handwerksbetriebe und an den explodierenden Grundstückspreisen. Gründe dafür sind die niedrigen Zinsen, die fehlenden Anlagealternativen und die derzeit starke Zuwanderung. Die zugegebenermaßen oft lästigen Bauauflagen fallen da kaum noch ins GEwicht.

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muunoy 10.01.2018, 14:30
6. Der Staat verteuert laufend das Wohnen

Zitat von skeptikerjörg
Eines der größten Versagen der letzten 30 Jahren! Nicht nur, dass der Wohnungsbau immer weiter zurück gefahren wurde, sondern dass der öffentliche Bereich, Bund, Länder und Kommunen, hunderttausende von Wohnungen aus ihrem Besitz verkauft haben. Übrigens auf allen drei Ebenen unabhängig davon, welche Parteien gerade das Sagen hatten. Hinzu kommt, dass man durch immer mehr Bauauflagen und Ausführungsbestimmungen das Bauen so teuer gemacht hat, dass es für gewinnorientierte Unternehmen, aber auch für private Bauherren heute schlicht nicht möglich ist, preiswerten Wohnraum zu bauen. Für letzteres Problem sind übrigens überwiegend rot-grüne oder rot-rot-grüne oder rot-rote Regierungen verantwortlich. Das Wohnungsproblem ist ein weitaus größerer Skandal als z.B. Steuer- oder Rentenfragen.
Danke für Ihren Beitrag. Politiker haben mit dämlichen Aktionen wie dem Mietpreisbremsgesetz ja versucht, davon abzulenken, dass der Staat die Hauptverantwortung beim Verteuern des Wohnens trägt und stattdessen den Hass auf vermeintlich gierige Vermieter gelenkt. Ich selbst war bis letzten Monat Mieter und Vermieter. Da auch ich aus der Spirale staatlich bedingter Wohnverteuerungsmaßnahmen aussteigen wollte, habe ich mir nun ein Eigenheim auf dem Land gekauft. In weitere Mietwohnungen (bisher finanziere ich 2 fürs Alter) werde ich nicht mehr investieren. Die Immobilienkosten sind durch staatliche Maßnahmen dermaßen verteuert worden, dass ich astronomisch hohe Kaltmieten verlangen müsste, damit es sich noch rechnet. Eigentlich geht nur noch Luxus. Der Staat ist auf allen Ebenen an einer Verteuerung des Wohnens interessiert. Sie erwähnten bereits die immer zahlreicheren und unsinnigeren bauverteuernden Vorschriften insbes. aus dem Hause der Frau Hendricks. Zunächst wurde jedoch unsere Währung im Rahmen der katastrophalen Euro-Rettung entwertet, wodurch im Gegenzug Vermögenswerte eben teurer wurden. Die Grunderwerbssteuer hat die besonders unsoziale rot-grüne Koalition in NRW nahezu verdoppelt. Naja, das war auch ein Grund für deren Abwahl. Und für die Kommunen können die Grundstückspreise gar nicht hoch genug sein. Die tun alles, damit die Preise steigen. Ansonsten habe ich bei meinen Mietwohnungen die Kaltmiete noch nie erhöht. Die ergibt sich ja aus der Kalkulation vor Beginn des Bauens. Aber die Warmmiete steigt auch für meine Mieter aufgrund der gierigen Kommunen jedes Jahr. Der Staat als Verursacher der Misere wird es wohl kaum richten.

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fareast 10.01.2018, 14:31
7. Prima

Sind die Leute, die sich mehr Wohnungsbau wünschen, dieselben, die Bürgerinitiativen zur Verhinderung selbigen gründen, wenn dieser in ihrer Nachbarschaft stattfinden soll?

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GSYBE 10.01.2018, 14:33
8. 10e

Man darf auch gerne über die Wiedereinführung der Abschreibungsmöglichkeiten von selbstgenutzten Wohnraum nachdenken, war glaube ich früher der sog. $10e; mit die beste Altersvorsorge ist Wohneigentum.

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lafindl 10.01.2018, 14:35
9.

Zitat von Le Commissaire
Sozialer Wohungsbau ist so sinnvoll wie sozialer Handybau oder soziale Joghurtproduktion. Warum sind Joghurts spottbillig, warum gibt es Handys in allen Preisklassen, so dass sich jeder eines leisten kann? Weil hier ein Markt mit Wettbewerb herrscht, in dem eine stärkere Nachfrage ganz ohne politische Planung zu einem größeren Angebot führt. Das Problem beim Wohnungsbau ist, dass hier keine Marktwirtschaft herrscht, sondern eine neosozialistische Regulierungswirtschaft: Bauen ist grundsätzlich _verboten_, es muss explizit genehmigt werden, zum Beispiel über die Ausweisung von Baugebieten. Solch eine Ausweisung ist eine politische Entscheidung der Kommunen. Die gut vernetzten Immobilienbesitzer wissen dies regelmäßig zu verhindern, gerne im Verein mit angeblichen Umweltschützern und besorgten Bürgern. Und auch dann, wenn man ausnahmsweise einmal bauen darf, ist man so von Regulierungen wie zum Beispiel zu Energiestandards umzingelt, dass günstiger Wohnraum kaum entstehen kann.
Der Wohnungsmarkt versagt. Sonst gäbe es auch preisgünstige Wohnungen dort wo diese gebraucht werden. Mehr Marktwirtschaft führt nach 30 Jahren Deregulierung nur zu einem größeren Marktversagen

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