Forum: Panorama "Costa Allegra" auf den Seychellen: Pannen-Schiff erreicht sicheren Hafen
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REUTERS Ein Alptraum geht zu Ende. Das manövrierunfähige Kreuzfahrtschiff "Costa Allegra" ist nach seiner Irrfahrt im Indischen Ozean auf den Seychellen angekommen - geschleppt wurde es von einem Fischtrawler. Die 600 Passagiere hatten tagelang ohne Strom und Klimaanlage auf dem Deck ausgeharrt. zum Artikel Antworten
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#1 01.03.2012, 08:03 von Treviso

Fisch-Trawler

Nachdem das ja alles glimpflich abgegangen ist, mal eine technische Frage:

Was für Motoren haben den Fisch-Trawler, dass ein einzelnes Boot so ein Kreuzfahrtschiff tagelang hinter sich herzieht?

Durfte mal in Holland einen Segler (Jolle) mit einem Hausboot aus Seenot retten. Wollte die gekenterte Jolle mitnehmen. Der Hausbootmotor war ruckzuck heiß gelaufen. Habe die Schleppleine dann gekappt und nur die Leute mitgenommen....

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#2 01.03.2012, 08:08 von matthias_b.

Luft nach oben

Damit ist die Geschichte zunächst zu Ende. Macht nix, Costa Crociere hat noch gut 15 andere Schiffe. Es bleibt spannend.

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#3 01.03.2012, 08:19 von Jonny_C

Hihi...

Zitat von sysop
Ein Alptraum geht zu Ende. Das manövrierunfähige Kreuzfahrtschiff "Costa Allegra" ist nach seiner Irrfahrt im Indischen Ozean auf den Seychellen angekommen - geschleppt wurde es von einem Fischtrawler. Die 600 Passagiere hatten tagelang ohne Strom und Klimaanlage auf dem Deck ausgeharrt.
...das war ein "guter Fischzug" für den Trawler.
Sei es ihnen gegönnt.

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#4 01.03.2012, 08:40 von jimknopf107

Naja..

Zitat von sysop
Ein Alptraum geht zu Ende. Das manövrierunfähige Kreuzfahrtschiff "Costa Allegra" ist nach seiner Irrfahrt im Indischen Ozean auf den Seychellen angekommen - geschleppt wurde es von einem Fischtrawler. Die 600 Passagiere hatten tagelang ohne Strom und Klimaanlage auf dem Deck ausgeharrt.
Was soll man da noch sagen? Italienische Technik - Unzuverlässig und störanfällig, Ersatzteile keine vorhanden, kompetentes Personal gibt es nicht, Entscheidungsträger inkompetent und völlig verantwortungslos. Manche Dinge ändern sich vermutlich niemals. Ich war vor ein paar Jahren mit der Fähre von Genua Richtung Süden unterwegs und konnte mir selbst ein Bild machen: Notausgänge waren mit Gerümpel versperrt oder zugeschweisst, Feuerlöscher nciht an den angegebenen Plätzen oder längst veraltet, die Kästen, in denen normalerweise ein Feuerlöschschlauch ist, waren leer oder die Schläuche waren völlig verwittert mit cm-großen Löchern drin, die Beschilderung zur Orientierung im Schiff unvollständig oder irreführend, die Winschen für die Rettungsboote völlig verrostet und unbrauchbar..

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#5 01.03.2012, 08:45 von mauimeyer

Redundant

Zitat von sysop
Ein Alptraum geht zu Ende. Das manövrierunfähige Kreuzfahrtschiff "Costa Allegra" ist nach seiner Irrfahrt im Indischen Ozean auf den Seychellen angekommen - geschleppt wurde es von einem Fischtrawler. Die 600 Passagiere hatten tagelang ohne Strom und Klimaanlage auf dem Deck ausgeharrt.
Was ich nicht verstehe, ist die Tatsache, daß alle Systeme ausgefallen sind. Bei einem so großen Schiff müssten doch alle redundant ausgelegt sein? Das zu recherchieren, wäre doch mal etwas für SPON. Oder weiß jemand aus dem Forum bescheid. Vielleicht ist ja jemand von der Meyer-Werft dabei, der antworten kann.
Kauri

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#6 01.03.2012, 08:45 von Spiegelleserin57

Schiffsunglück

Zitat von sysop
Ein Alptraum geht zu Ende. Das manövrierunfähige Kreuzfahrtschiff "Costa Allegra" ist nach seiner Irrfahrt im Indischen Ozean auf den Seychellen angekommen - geschleppt wurde es von einem Fischtrawler. Die 600 Passagiere hatten tagelang ohne Strom und Klimaanlage auf dem Deck ausgeharrt.
ein deutscher Experte für Schiffsunglücke hat unlängst im Radio mitgeteilt dass sich Schiffsurlauber über ein solches Risiko bewußt sein müssen. Es ist eine ganz normalen Seefahrt mit all ihren Schönheiten aber eben auch Risiken. Er hat auch die Bedenken geäußert dass die Notfallfallversorgung auf hoher See von so vielen Menschen ein extremes Problem darstellen würde. Viele Küsten auf der Welt sind gar nicht dafür ausgelegt eine Notfallversorgung zu gewährleisten, da es dort keine Krankenversorgung gibt. Eine Kreuzfahrt kann so schnell
zu einem Abenteuer werden. Man soll sich nicht von den tollen Bildern blenden lassen. Besonders für ältere Menschen stellen Fernreisen ein Risiko dar allein schon auf Grund der sehr unterschiedlichen Klimaverhältnisse, ganz zu schweigen von den Krankenheiten in den Ländern und den unterschiedlichen Zubereitungen der Nahrung.

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#7 01.03.2012, 08:53 von almabu

Das ist der Offenbarungseid der Kreuzfahrtenbranche!

Ein zum Kreuzfahrer umgebautes Containerschiff mit bekannten Mängeln und dem latenten Sicherheitsrisiko, dass ein Brand im Maschinenraum neben den Antriebsmotoren auch gleichzeitig die gesamte Elektrik außer Betrieb setzt, sollte im 21. Jahrhundert christlicher Seefahrt inakzeptabel sein! Keine doppelt ausgelegten Sicherheitssysteme, keine Notstromaggregate. Im Grunde unterscheidet sich dieser Kahn nicht wesentlich von den Schweinetransportern, die man auf unseren Autobahnen sehen kann, obwohl die Kreuzfahrer keine Schweine transportieren sondern Menschen und auch NOCH eine höhere Rückkehrquote ihrer Passagiere aufweisen können als besagte Schweinetransporter...

PS: Die Menschen mussten drei Tage lang an Deck bleiben, da auch die Klimatisierung und Belüftung der Kabinen ausgefallen war. Das Schiff war in tropischem Klima und bei ruhiger See unterwegs. Man stelle sich dies in einer anderen Weltgegend und mit etwas Seegang vor...

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#8 01.03.2012, 08:55 von TOR

Sicher nicht toll auf dem Schiff gewesen -Piraten waren aber wohl keine in der Nähe und Aufmerksam gab es genug.
Wer in der Welt herumdüst, muss mit solchen Dingen rechnen - selbst sind wir ja bereit, die Meere mit Kreuzfahrtschiffsabfall zu verwüsten - nur nennt SPON das nicht Albtraum, auch wenn es der viel Größere Albtraum ist. Und die Millionen Kinder, die jährlich verhungern auf dieser Welt, schaffen es kaum mehr in die Schlagzeilen ... Dafür ein paar Luxusreisende und Ihre Geldgierige Reederei ...

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#9 01.03.2012, 08:58 von almabu

Das war schon eine reife Leistung des Franzosen!

Zitat von Treviso
Nachdem das ja alles glimpflich abgegangen ist, mal eine technische Frage: Was für Motoren haben den Fisch-Trawler, dass ein einzelnes Boot so ein Kreuzfahrtschiff tagelang hinter sich herzieht? Durfte mal in Holland einen Segler (Jolle) mit einem Hausboot aus Seenot retten. Wollte die gekenterte Jolle mitnehmen. Der Hausbootmotor war ruckzuck heiß gelaufen. Habe die Schleppleine dann gekappt und nur die Leute mitgenommen....
Der Trawler wird schon einen ordentlichen Schub auf die Schrauben bringen, denn er muss ja auch stunden- oder tagelang ein mehr oder weniger gefülltes Schleppnetz durch die See ziehen. Trotzdem wird er nur mit Teillast gefahren sein? Starker Gegenwind auf die riesige Bordwand des Kreuzfahrers hätte den Schlepp aber vermutlich unmöglich gemacht?

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