Forum: Panorama
Demografischer Wandel - wie wollen wir in Zukunft arbeiten?

Den 45-Jährigen von heute ist klar: Rente gibt es erst ab 67. Weniger klar ist, wie Arbeitsplätze und Berufslaufbahnen aussehen müssen, damit man bis dahin durchhält. Wie möchten Sie in Zeiten des demografischen Wandelns in Zukunft arbeiten?

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cosmo72 22.10.2009, 18:16
1.

So wie Josef Ackermann, Angela Merckel, Pofalla, Cem Özdemir, Joschka Fischer, George Bush, Steinmeier, Obama und Co...

keine persönlichen Konsequenzen, wenig leisten, viel reden, silbernen oder goldenen Löffel einstecken, von viel zu vielen wichtig genommen werden, strafrei ausgehen und immer in der Hoffnung den 15% der Doofen in der Bevölkerung im Alltag zu begegnen, die es nicht kapieren, wie ich sie verar***t habe und sogar mich ehrfüchtig angaffen und Ihren genauso verladenen Bekannten erzählen, rate mal wen ich gesehen habe!

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Wolfen 22.10.2009, 18:26
2. Krank

gemacht worden sein.

Den Rest kriege ich schon selber irgenwie hin, als 36-Jährige.

MUSS ich echt erst in die Politik gehen?

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fuggazzi 23.10.2009, 11:25
3. Wird eh alles ganz anders

wir werden wohl alle länger arbeiten, nitht weil wir es müssen, sondern eher wollen. nicht in der knochemmühle wie jetzt, sondern weil wir es uns aussuchen können. wir sind dann ja halbwegs abgesichert, wenn auch unsere rente nicht so üppig ist (ich bin jetzt 45). deswegen wird es wohl immer um einen zusatzverdienst gehen.

wird auch gerade in einem gerade erschienen buch beschrieben von trendfroscher jánszky: 2020 - so leben wir in der Zukunft.

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fuggazzi 23.10.2009, 11:47
4. Jobnomande statt lebenslang am selben arbeitsplatz gekettet

ach ja, und ein lebenslanger job wird dann auch nicht mehr üblich sein. jobnomaden sind dann die regel (40 % aller beschäftigten schätzt Jánszky) und Porjektarbeiter (kennen wir ja jetzt schon, sollen dann auch 40 % ausmachen). Nur 20 % sollen dann noch in festem lohn- und brot stehen.

wenn wir uns gerade anschauen, was draußen pasiert und wie heute gemachte arbeitsverträge aussehn, ist das gar nicht so unwahrscheinlich.

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samsonax 23.10.2009, 18:16
5.

Zitat von sysop
Den 45-Jährigen von heute ist klar: Rente gibt es erst ab 67. Weniger klar ist, wie Arbeitsplätze und Berufslaufbahnen aussehen müssen, damit man bis dahin durchhält. Wie möchten Sie in Zeiten des demografischen Wandelns in Zukunft arbeiten?
Wir sollten alle Beamte werden. Denn in deren
Altersvorsorgesystem gibt es keinerlei Probleme.
Probleme haben nur die Versorgungssysteme,
in die Leute zwangsweise einzahlen müssen.

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Sapere aude 25.10.2009, 14:46
6. Produktivität

In Zeiten in denen der Produktivitätsfortschritt komplett in die Tasche der Arbeitgeber wandert ist es natürlich gefährlich auf die Rolle der Produktivität bei der Finanzierung der Sozialsysteme hinzuweisen. Am Ende käme noch jemand auf die Idee diesen Produktivitätsfortschritt über Steuern aus der Arbeitgebertasche in die Sozialsysteme umzuleiten. Herrgott, das wäre ja.... Kommunismus! Oder schlimmeres.

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maikalex 25.10.2009, 15:23
7. Die Älteren fragen

Mir ist schon klar, dass Wirtschaft, Politik und Wissenschaft das Potential der älteren Arbeitnehmer heben wollen. Denn genau die haben es ja geschafft, den hiesigen Wohlstand über Jahrzehnte zu erarbeiten und zu erhalten.

Man stellt jetzt mit Erschrecken fest, dass man Millionen Zuwanderer ins Land geholt hat, die für den jetzigen und erst recht für den zukünftigen Arbeitsmarkt nicht mehr qualifizierbar sind. Die kann man nicht brauchen, man muss sie aber auf hiesigem Niveau ernähren. Wer soll also in Zukunft hochqualifizierte Arbeit leisten, denn nur die kann den hiesigen Wohlstand sichern. Das sollen dann die machen, die schon gezeigt haben, dass sie es können: die Älteren. Die sollen die verfehlte Zuwanderungspolitik ausgleichen.

Man sollte einmal die Älteren fragen, was die WOLLEN. Ich selbst habe nach mehr als 40 Jahren Berufstätigkeit das Ruhestandsalter erreicht. Ich genieße meine neue Freiheit in vollen Zügen. Ich hätte ohne weiteres weiterarbeiten können, aber Freiheit ohne Zeitdruck ist auch etwas wert.

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ninablue 25.10.2009, 15:28
8. Aufwachen

Zitat von sysop
Wie möchten Sie in Zeiten des demografischen Wandelns in Zukunft arbeiten?
Das ist doch die Frage! Ich hätte keine Lust ab 67 gelangweilt aus dem Fenster zu sehen und Parksünder aufzuschreiben oder jeden Morgen von 9-10:30 Uhr mit Erika (*der Name wurde geändert ;-) ) um den Block Nordic Walking zu machen.
Nicht dass ich keine Hobbies habe, aber den ganzen Tag...??

Ich würde z.B. gerne langsam weniger machen - heute mehr Zeit haben, aber dann über die 70 hinaus noch Teilzeit arbeiten.

Problem ist, dass die Unternehmen so unflexibel sind, dass sie sich nicht auf diese Formen einstellen. Die suchen lieber jetzt schon Junge und sind allen Ernstes der Meinung, diese bis in das Rentenalter halten zu können.
Hat einer mal wirklich mit 50+ gesprochen, was die wollen?

Modelle und Ideen gibt es reichlich. Unternehmen, die sich mit der zweiten Karriere beschäftigen auch. Es gibt JobBörsen für 50+ (AgeBroker) und die Unternehmen tun so als ob der Demografische Wandel für sie nicht gilt. Aufwachen!
Ihr könnte es Euch nicht leisten das Know How in Rente zu schicken - denkt mal über Modelle nach.

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arkantus 25.10.2009, 15:40
9. Mach ich gerade!

Und zwar an einer namhaften Universität in China.

Begeisterte Lehrerin seit 1968! Dennoch ist es mir in den letzten Jahren zunehmend schwer gefallen, meine Arbeit GUT zu tun (in Hamburg 33,4 Stunden bei vollem Deputat). Nerven und Rücken wollten nicht mehr - fiel mir schwer, mir das einzugestehen! Und bevor man mich mit den Füßen voraus aus dem Schulhaus trägt, bin ich im Januar 2008 mit 63 in den Vorruhestand gegangen.

Mit der Abschiedsurkunde hatte ich meinen Vertrag für die Deutschabteilung meiner Universität im Nordosten Chinas in der Tasche. Einen Monat später habe ich meinen Dienst angetreten. Deutsch als Fremdsprache, mein Fach, 10 Jahre Auslandserfahrung! Ich habe 12 Stunden Unterrichtsverpflichtung, was allerdings nichts aussagt über Korrekturen, Gespräche mit Studenten, Bachelorbetreuung usw.. Nerven und Rücken werden geschont, mein Gehirn mobilisiert, meine Erfahrung wird gebraucht. Die jungen Kollegen profitieren davon – sagen sie.

Nebenbei: die große Familie ist einverstanden.
Der Verdienst: unerheblich. Aber darauf kommt es nicht an.

Ewig geht das nicht. Ob ich’s dann in Deutschland noch mal probiere? Mit dann 66 Jahren? Aber auf keinen Fall was Soziales! Und nichts mehr mit Kindern. Was man von uns Seniorinnen doch erwartet. Und das darf man mir nach so vielen Jahren Lehrerin im sozialen Brennpunkt nicht übel nehmen! Aber was gibt’s sonst noch?

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