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Drogenpolitik: Bund der Kriminalbeamten fordert ein Ende des Cannabis-Verbots
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"Historisch betrachtet willkürlich und bis heute weder intelligent noch zielführend": Deutschlands Kriminalbeamte setzen sich für eine Legalisierung von Cannabis ein. Nur ein Tabu soll bleiben.

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dborrmann 05.02.2018, 06:51
1. Es ist höchste Zeit, Cannabis zu legalisieren

Ich würde gerne wissen, wieviele der Gegner der Legalisierung Alkohol trinken, Beruhigungsmittel, Schlafmittel, Schmerzmittel usw. einnehmen.

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cagutmann 05.02.2018, 06:53
2. Fragment der Information

Der Artikel lässt meiner Meinung nach den wichtigsten Punkt weg. Der Autor erwähnt kurz das historisch willkürliche Verbot von Cannabisprodukten in Deutschland. Sagt aber kein Wort darüber, was er damit meint beziehungsweise was eigentlich passiert ist. Und nur wenn man das weiß, kann das Verbot guten Gewissens als überflüssig bezeichnet werden.
Cannabisprodukte waren bis in die vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts überhaupt nicht verboten und überall auf der Welt eine rege benutzte Kulturpflanze für alle möglichen Anwendungsbereiche von der Behandlung von Menstruationsbeschwerden (Aifs war im 17. Jhd. noch nicht so verbreitet) bis hin zum zur Herstellung von Segeln in China oder Kleidung. Und genau deshalb, wegen ihrer starken Regenerativität und ihrer hervorragenden Einsatzmöglichkeiten, unter anderem eben auch in der Herstellung von Papier, fühlte sich jemand geschäftlich unter Druck gesetzt. Und zwar „Citizen Kane“. William Randolph Hearst, Der damals der mächtigste Verleger der USA und gleichzeitig Inhaber großer Waldgebiete für die klassische Papierherstellung war, Hat so lange Einfluss auf die amerikanische Politik ausgeübt, bis Cannabis verteufelt und verboten war. Ein paar Jahre später schwappte dieses Mantra auch über den Teich und Cannabis wurde in Deutschland für illegal erklärt.
Einer Meinung nach ist diese Information doch recht wesentlich, um den moralischen Zeigefinger wieder einzurollen und Cannabisprodukte „kriminalistisch“ mit gutem Gewissen auf eine Ebene mit Alkohol zu stellen. Sage damit auf keinen Fall, dass ich den Konsum befürworte. Das ist überhaupt nicht so. Aber die Kriminalisierung ist einfach lächerlich.

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Worldwatch 05.02.2018, 06:54
3. Der BDK hat recht

Zudem blockiert die Verfolgung der -willkürlich- kriminalisierten Konsumenten zu viel Kapazität in der Justiz.
Hauptargument aber bleibt die Konsumfreiheit der weit gefährlicheren (Volks-)Droge Alkohol.
Es ist widersinnig, eine rasch körperlich abhängig machende Droge zu akzeptieren, aber Cannabis zu verbieten.

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eskir 05.02.2018, 06:56
4. Cannabis im Straßenverkehr

Gehört meiner Meinung nach genauso verboten wie Alkohol. Alles was die Reaktionszeit oder das Urteilsvermögen einer Person verändert (Damit sei nicht mal eine Einschränkung behauptet) hat im Straßenverkehr nichts verloren. Auch überraschend finde ich den doch relativ großen Zuspruch der eigentlich kosnervativen AfD für eine Legalisierung. Ich weiß nicht ob es an meinem Umfeld oder meiner Lage in Deutschland (Thüringen) liegt, aber die allgemeinen Umfrageergebnisse die hier im Artikel erwähnt werden spiegeln keinesfalls die Meinung von so ziemlich jedem den ich hier kenne wieder, aber gut, sei's drum. Bin dafür ?

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robertaramar 05.02.2018, 06:56
5. Wo ist der Unterschied zu Alkohol

Ich kann nicht verstehen, warum man 16-jährigen den legalen Kauf und Konsum von Alkohol gestattet, aber Cannabis, das tatsächlich auch zu Heilzwecken eingesetzt wird, verbietet.
Ich bin Nicht-Raucher, Nicht-Trinker und habe noch nie Drogen genommen, aber Verständnis für diese unnötige Kriminalisierung habe ich trotzdem nicht.

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Jan2607 05.02.2018, 06:57
6.

Alkohol ist in meinen Augen viel gefährlicher. Wann wird diese Teufelsdroge endlich verboten?
Ach nein, lasst mich raten: jene, die gegen eine Legalisierung von Cannabis sind, sind gegen ein Verbot von Alkohol. Welch Scheinheiligkeit...

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aspirinjunkie 05.02.2018, 06:58
7. Ganz sachlich rangehen.

Ich begrüße diesen Vorstoß.

Auffälligerweise wird nie konkret dargelegt, warum Cannabis verboten ist. (bis auf Frau Mortler mit ihrem berühmten "weil es illegal ist"...)
Recherchiert man dann ein bisschen wird klar warum. Aus wissenschaftlicher Sicht ist Cannabis im Verhältnis zu den legalen Drogen (Alkohol/Nikotin) um Längen ungefährlicher. Und zwar allumfassend: Also physisches/psychisches Abhängigkeitspotenzial, Schadenspotential auf Körper, Gefährdungspotential von Dritten, Einstiegsdrogenwahrscheinlichkeit etc.
Immer ist Cannabis deutlich harmloser als (vor allem) Alkohol.

Geht man also rein objektiv heran müsste man entweder Cannabis erlauben da Alkohol/Nikotin erlaubt ist oder Alkohol/Nikotin ebenso verbieten was natürlich kein Politiker wagen würde.

All das sage ich als Nichtkonsument von Cannabis (nur einmal in meinem Leben konsumiert) und Konsument von Alkohol (3-4 Bier bzw. Wein pro Woche sowie ca. 1 Scotch pro Woche).

Ich hoffe in der Diskussion hier auf sachliche Begründungen für das bestehende Cannabisverbot bei gleichzeitigem Nichtverbot von Alkohol.

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carrion 05.02.2018, 07:04
8. Recht haben sie

Es gibt keinen rationalen Grund für die Illegalisierung.
- "Aber die Kinder!" Die Kinder kaufen momentan mit Streckmitteln versetztes Grad von Kriminellen, die noch weitaus gefährlichere Substanzen im Angebot haben.

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strjk 05.02.2018, 07:09
9. Teure Therapie ?

"Vor der Änderung waren die gesetzlichen Kassen nur in Einzelfällen für die teure Therapie aufgekommen."
Gibt es noch eine andere Therapie, deren Mittel jedermann auf den Balkon für ein paar Euro selber anbauen könnte ? Es ist nicht teuer, wird höchstens künstlich teuer gemacht.

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