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Elterncouch: Der perfekte KindergeburtstaaAAAHH!!!
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andreasclevert 27.09.2017, 13:05
1.

Kein Fremdschämen. Alles gut. Es geht einem immer mal die eigene Perfektion durch. Die Distanz ist ja aber da, auch über sich selbst zu lachen (und zu reflektieren). Läuft.

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midastouch 27.09.2017, 13:08
2.

Ees ist erfrischend zu lesen, dass der Autor anscheinend fähig zur Selbstreflektion ist und einen Lerneffekt hatte. Besser als das hundertste Auf-anderen-Eltener-Rumgereite.

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Leckerschmecki 27.09.2017, 13:32
3.

Klasse Artikel! Ich glaube das der elterneigene Perfektionismus uns häufiger im Weg steht. Bspw. auch beim Theme Essen. Viele Bücher und Blogs vermitteln da ein Gefühl, als müsste ein 3 Jährigem schon vegan leben und das Gemüse am besten noch selbst geerntet sein. Wie passt das in den Alltag berufstätiger Eltern? Garnicht!
Wer Rezepte mit einem guten Kompromiss zwischen Anspruch (gesund, lecker, usw.) und Machbarkeit (im Alltag) sucht, sollte mal nach dem tollen mampfbar Blog googeln.

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bandelier 27.09.2017, 13:35
4.

Nicht nur Eltern, auch Grosseltern scheitern immer wieder an sich selbst. Wir haben den Anspruch, pädagogisch Wertvolles zu verschenken, das aber natürlich auch von den Kindern, resp. Enkelkindern gemocht wird. Ist eine besondere Herausforderung. Habe mehrfach feststellen müssen, dass ich das Geld für die teuren Geschenke hätte sparen können. Waren richtig und werden auch gespielt, aber der Aha-Effekt lag letztens bei einer Stirnlampe. Die war einfach "cool". Und die vorbereiteten Spiele beim Kindergeburtstag waren überflüssig, weil draussen gefeiert werden konnte und die Kinder sich mit einem Fussball vergnügten. Es kann so einfach sein, wenn wir nur den Mut dazu hätten.

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chrisko77 27.09.2017, 13:39
5.

Wunderbar! So ähnlich hatten wir das auch schon - und ebenso im Bekanntenkreis. Man macht sich unendlich Mühe und am Schluss ist man deprimiert, da die Arbeit nicht wertgeschätzt wird. Aber Kinder brauchen tatsächlich nicht viel um einen tollen Geburtstag zu haben: Geschenke, Freunde, Oma, Opa, Süßigkeiten, Luftschlangen, Musik und vielleicht ein paar einfache Spielchen, bei denen man sich vielleicht sogar etwas einsauen darf. Vor allem aber stehen sie den ganzen Tag im Mittelpunkt und genießen die volle Aufmerksamkeit.
Was Versprechungen angeht habe ich mir ansonsten angewöhnt, nur noch Dinge zu versprechen, die ich praktisch 100% selber in der Hand habe (Ich verspreche Dir, nachher das Buch X vorzulesen). Ansonsten verspreche ich nur noch, dass ich mich anstrenge und es versuche (Ich verspreche Dir, dass ich versuche, das Buch X zu besorgen - kann es Dir aber leider nicht versprechen, da es ja ausverkauft sein könnte). Natürlich strenge ich mich dann auch wirklich an. Falls es dann aber doch nicht klappt, ist die Enttäuschung kleiner und ich habe kein schlechtes Gewissen, da ich ja schließlich keine leeren Versprechungen gegeben habe (meine Erfahrung).

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widower+2 27.09.2017, 14:09
6.

Ich gestehe! Ich habe die Kindergeburtstage fast immer außer Haus veranstaltet. Meistens in so einem Indoor-Spielplatz. Die Kleinen amüsieren sich prächtig, Snacks, Kuchen und Getränke durften mitgebracht werden, um 19:00 Uhr schließt der Laden und man ist nicht der böse Papa, der die Freunde rausschmeißt. Das macht die böse Tante vom Indoor-Spielplatz. Sonderlich teuer war es auch nicht und man findet die eigene Wohnung hinterher so vor, wie man sie verlassen hat.

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Zita 27.09.2017, 14:12
7.

Oh, ja die tollen Mottokuchen! Zum Glück habe ich mal bei Freunden nach einem Kindergeburtstag beim Aufräumen geholfen, und dabei ist mir aufgefallen, dass der popelige Marmorkuchen komplett aufgegessen wurde, während überall große Stücke des mit viel Mühe gebackenen und vor allem verzierten Prinzessinnenkuchens herumlagen. Habe daraufhin meine Kinder befragt: "Nee, viel zu süß", "Zuckerguss ist eklig." Großartig, ich habe mir deswegen nie Stress beim Backen gemacht!

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Senf-Dazugeberin 27.09.2017, 14:41
8.

Kein Problem, ich schäme mich absolut nicht fremd. Das nächste Mal den Kuchen einfach ne Nummer kleiner mit nem gekauften Tortenaufleger nach Wahl machen (wird mindestens genauso begeistert honoriert), dazu den immer geliebten Marmorkuchen oder ne Ladung Muffins mit Schokoglasur + Smarties. Da unsere Kinder leider im Winter Geburtstag haben, waren wir letztes Mal in einer Indoor-Anlage, wo sie auch was zu essen bekommen haben. Die Kinder waren allesamt glücklich, begeistert und völlig erledigt und die Wohnung war halbwegs sauber. Alles gut, bloss nicht noch mehr Stress machen.

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bafibo 27.09.2017, 14:43
9.

Eigentlich eine positive Entwicklung, daß die Kinder etwas als "zu süß" ablehnen. Bei mir früher war es Schlagsahne, die für meine Eltern einfach dazugehörte, die ich aber mindestens im ungesüßten Fall einfach nur fettig und ungenießbar fand (kleiner Tip: Wenn Sie Schlagsahne süßen, vergessen Sie nicht eine kleine Prise Salz - macht das Ganze erst richtig rund!).
Im übrigen kann man nur hoffen, daß der Kleine weiter so tiefenentspannt bleibt und sich vom Perfektionismus seines Vaters nicht übermäßig anstecken läßt (der "Steckbrief" sollte aber korrigiert werden - offenbar ist der Kleine ja nicht mehr 4 Jahre alt). Nebenbei: Wie hat eigentlich der Große das ganze Theater kommentiert?

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