Forum: Panorama
Elterncouch: "Katastrophe" beim Laternelaufen
imago/ Eibner

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dodgerone 19.11.2017, 17:46
1.

Selten so gelacht...

Leider ist das "Laterne laufen" heute das armseligste was man sich vorstellen kann. Das fängt an bei den "elektrischen Lichtern" (eine Mutter sagte mir einmal auf meine Nachfrage, ob ich nicht wüsste wie Kinder heulen, wenn der Ballon durch die Kerze kaputtgeht - ich wusste es, aber das musste ich dieser älteren Dame ja nicht sagen)...

Lasst die Kinder Kinder sein... und wenns nicht mit der Kita passt, dann geht man einfach mit 3 Freunden nochmal an einem anderen Tag (bei uns hat man früher nach einer Geburtstagsfeier alle Kinder nacheinander Nachhause gebracht... mit Lampions)... war immer schön

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RalfWenzel 19.11.2017, 17:46
2. Kinder-Überforderung

Kinder sind, und das vergessen viele gern, keine kleinwüchsige Erwachsene, sondern eben Kinder. Mit eigener Wahrnehmung und anderen Bedürfnissen. Ich habe von meinen damals noch kleinen Kindern viel gelernt - zum Beispiel, wie spannend es sein kann, ein Tier über längere Zeit zu beobachten und sich an der Schönheit der Natur zu erfreuen. Nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich festgestellt, dass ich die ganze Zeit über nicht an Stress, Kummer und Sorgen gedacht habe. Solche Erlebnisse haben mir zeitweise die Augen geöffnet für die Leichtigkeit der Welt eines Kindes. Das habe ich nie vergessen, es ist 20 Jahre her *erschreck

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beob_achter 19.11.2017, 17:47
3.

Wieso "nerven" Kinder mit ihren Ansprüchen?

Sie vereinen das Erbgut von zwei Familien und der gesamten Menschheitsgeschichte
in sich und sie müssen "nerven", um im Leben bestehen zu können.
Die App. mit der man Kinder "abschalten" kann, gibt es noch nicht im Play Store!

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aus-berlin 19.11.2017, 17:58
4. ja, so ist es

Immer nur meckern. Aber sich nicht dafür interessieren wie die Hintergründe sind. Und schon gar nicht mit anpacken. Eine kita ist keine Eventagentur. Ein Laternenumzug am späten Nachmittag geht in den Feierabend der Erzieher, Überstunden werden nicht bezahlt. Am ende kommt so eine alibi veranstaltung raus. Je mehr Eltern mit anpacken, desto mehr ist möglich.

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InterFelix 19.11.2017, 18:06
5. #3 Haben sie...

...den Artikel überhaupt gelesen?! Es ging nicht darum, dass die Kinder nerven, es ging darum, dass die Eltern ihre Kinder nicht mit ihren überhöhten Ansprüchen nerven sollten!

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Teilzeitalleinerzieherin 19.11.2017, 18:09
6.

ich las "20 Minuten Laternelaufen" und wurde richtig neidisch. Wir sind in den vergangenen Jahren mit Laterne zum Altenheim gepilgert, sangen dort jeglichen Laterneschlager herunter, mussten dann noch dreimal durch den Altenheimhof rennen. Es handelt sich um ein Pflegeheim und die allermeisten Bewohner lagen schon im Bett. Danach wieder zurück und fröhliches Beisammensein im Hof. Zwei Stunden Kälte und Langeweile, unterbrochen vom Brüllen der U3-Kinder, die müde und verfroren einfach nur nach Hause wollten. Meine Kinder hätten nach eigener Aussage dankend auf die Altenheimrunden verzichten können. Und den familieninternen Laternenlauf in unser Heim fanden beide immer am besten. Aber wehe, man macht nicht mit. Dann naht gleich die Inquisition aka Elternvertretung...

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buppert 19.11.2017, 18:09
7. Laternelaufen?

Nun ist meine Kindheit schon ein paar Tage her, ich habe keine eigenen und Jahr für Jahr schüttele ich den Kopf über die "Diskussion" um die Zipfelmännchen vs. Weihnachtsmann. Das der St. Martinszug inzw. anscheinend zum Laternenlauf degradiert wurde, ist mir Gottseidank entgangen!
Bei uns im Ort fand der letzte Woche jedenfalls so statt, wie ich ihn aus meiner Kindheit kenne: mit nem Laternen Marsch durch den Ort, nem berittenen St. Martin, Martinsbrezeln (Zuckerbrezeln) und sogar einem echten (Martins-)Feuer! Und das alles dauerte länger wie 20 Minuten.
Laternenlauf... Ich fass es nicht...

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ketzer2000 19.11.2017, 18:18
8.

Total klasse Geschichte. Warum die Eltern aus allem ein ultimatives Event machen müssen, ist mir vollkommen schleierhaft. Kinder sind auch mit den einfachen Dingen zufrieden, zumindest solange bis wir sie zu kleinen Göttern geformt oder auf einen Sockel gestellt haben. Früher ist immer die ein oder andere Laterne abgefackelt, aber man hat daraus gelernt, mit Feuer achtsam umzugehen. An Kerzenwachs kann man sich auch verbrennen. Heute funktioniert alles reibungslos ohne Gefahr - zumindest meistens. Was wir bekommen ist eine Generation Schneeflocke, die leicht zerbrechlich im Feuer des Lebens schmilzt.
Allerdings habe ich nie die Hoffnung aufgegeben, dass das Leben prägt und nicht nur die Eltern ihre Kinder sozialisieren.

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MatthiasPetersbach 19.11.2017, 18:26
9.

@beob_achter

Irgendwie entnehme ich dem Artikel, daß NICHtT die Kinder "nerven". Sondern die Erwachsenen. Mit ihren überzogenen Ansprüchen an Dinge, die den KINDERN gefallen müssen.

Und ja, das ist richtig. Das Doofe an Kindern sind in aller erster Linie die Eltern. Sonst eher nichts.

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