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Franziskus im Heiligen Land: Polizei nimmt jüdische Extremisten vor Papst-Besuch fest
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Sie warfen Steine und Flaschen, verletzten Polizisten: In Jerusalem kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen kurz vor dem Besuch von Franziskus. 26 jüdische Radikale wurden festgenommen.

kaputtschino 25.05.2014, 11:21
1. .

Zitat von sysop
Sie warfen Steine und Flaschen, verletzten Polizisten: In Jerusalem kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen kurz vor dem Besuch von Franziskus. 26 jüdische Radikale wurden festgenommen.
Die haben wohl zu viel Sonne abbekommen.

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global player 25.05.2014, 11:46
2.

Zitat von kaputtschino
Die haben wohl zu viel Sonne abbekommen.
Mehr darf dazu offenbar nicht gesagt werden.

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Ylex 25.05.2014, 12:33
3. Eine sinnlose Reise

Dieser Papst ist eine Wohltat, er setzt starke Akzente einer neuen Bescheidenheit des Klerus, und er steht für die Rückkehr des Katholizismus zu seinem Kerngeschäft, das heißt zur Vermittlung seiner Offenbarungform der christlichen Religion, die den Evangelismus und die Orthodoxie traditionell dominiert - so weit, so Fakt - doch was treibt Franziskus nach Jersualem? Was will er dort ausrichten, im Kernland der Juden, wo die Aufspaltung der mosaischen Religion in drei widerstreitende Religionen kulminiert?

Ich finde darauf keine vernünftige Antwort. Franziskus hätte zu Hause in Rom bleiben soll, dort hätte er eine weitere Friedensbotschaft für den Nahen Osten verlesen können, auch wenn sie wie seine vorigen ungehört in der Welt verhallt wäre. Der Papst sollte nicht Öl ins Feuer gießen, wo es sowieso schon brennt - denn egal wie friedvoll und moderierend er selbst seine Reise einschätzt, sie wird letzten Endes als ein Insistieren gedeutet werden, als Beharren auf einer bedeutenden Rolle des Christentums im Heiligen Land. Nein, Insistieren ist gewiss nicht Missionieren, aber die Christen stellen, mit Ausnahme des Libanon, eine verschwindend geringe Minderheit dar in den Staaten des Nahen Ostens. Die Anwesenheit des Papstes ändert daran nichts.

Im Heiligen Land liegen die Wurzeln des Christentums, und niemand will das in Abrede stellen - allerdings sind die Zeiten der Kreuzzüge lange vorbei, sie liegen fast tausend Jahre zurück. An ihre Stelle sind nun leider andere Kreuzzüge getreten, nur nicht im Namen des Kreuzes. Der christliche Einfluss in der Gegenwart im Nahen Osten ist nicht nur marginal, sondern auch unerwünscht - der Papst muss damit leben. Der heilige Vater der Katholiken kann die chronische Auseinandersetzung zwischen Judentum und Islam nicht positiv beeinflussen, an solchen Aktivitäten sind weder die Juden noch die Araber interessiert. Fazit: eine sinnlose, eher problematische Reise.

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denkdochmal 25.05.2014, 12:34
4. Jedem Land seine Idioten - warum nicht auch Israel?

Zitat von sysop
Sie warfen Steine und Flaschen, verletzten Polizisten: In Jerusalem kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen kurz vor dem Besuch von Franziskus. 26 jüdische Radikale wurden festgenommen.

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pohlstein 25.05.2014, 12:45
5. Habe ich noch nie gehört...

"Bisher dürfen Christen hier - an ihrer zweitheiligsten Stätte nach der Grabeskirche - nur am Gründonnerstag und Pfingstsonntag Liturgien feiern. Christen haben große Probleme in Israel, immer wieder schänden radikale Siedler Friedhöfe und Kirchen."

Das sind ja geradezu fundamentalistische Verhaltensweisen... Wenn das Henryk M. Broder wüsste!

"Achse des Guten", es juckt ihnen doch sicher in den Fingerspitzen, auch diesen Fall religiös motivierter Gewaltbereitschaft mit gewohnter polemischer Maßlosigkeit zu kommentieren?

Wobei ich natürlich einsehe, dass sich Papst Franziskus mit seiner Kritik an kapitalistischen Auswüchsen als Antiamerikaner (oder schlimmeres!) demaskiert hat und sich somit für alle Konsequenzen seines Verhaltens die alleinige Verantwortung trägt.

Und mit ihm seine Sympathisanten.

Und selbstverständlich stellt sich auch die Frage, ob so jemand noch an der Spitze einer Religionsgemeinschaft tragbar ist.

Broder, übernehmen Sie!

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westerwäller 25.05.2014, 12:53
6. Das nenne ich mal ein Glaubensdilemma ...

... vor dem die üblichen Foristen hier stehen ...

Protest gegen den Papst: Eindeutig Ja ...

Von radikalen Israels: Eindeutig Nein ...

Obersten Repräsentanten der Katholiken in Schutz nehmen: Eindeutig Nein ...

Hier hilft nur noch Würfeln als "Gottesurteil". Oder mal nichts schreiben ...

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said.sahin 25.05.2014, 13:11
7. Guter Beitrag

Es ist gut wenn die Welt das Treiben Israels genauer unter die Lupe nimmt. Es ist gut, dass Menschen aus christlichen Länder auf verstehen, dass die Siedlungsbauten nicht nur Moslems treffen! Es ist gut das der Papst sich einmischt! Anscheinend ist die verblendete unfähige Politik nicht in der Lage frieden zu schaffen, vielleicht schafft es die Religion.

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pauli96 25.05.2014, 13:20
8. Das Glaubensdilemma

Zitat von westerwäller
... vor dem die üblichen Foristen hier stehen ... ... Obersten Repräsentanten der Katholiken in Schutz nehmen: Eindeutig Nein ... Hier hilft nur noch Würfeln als "Gottesurteil". Oder mal nichts schreiben ...
löse ich, als orthodoxer Atheist, mal für mich persönlich auf.
Der oberste Priester der Katholiken überrascht mich!
Und, zum Teufel, ich finde ihn gut!

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