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Japan-Liveticker : Ministerpräsident Kan plant Besuch bei Krisen-AKW

Fieberhaft kämpfen Einsatzkräfte am AKW Fukushima gegen die Kernschmelze, Unterstützung bekommen sie von Japans Regierungschef: Naoto Kan erwägt einen Besuch in der Katastrophenzone. Helfer haben neun Tage nach dem Beben zwei Verschüttete gerettet. Die wichtigsten Ereignisse in Japan im Liveticker.

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Nörgelkopf 20.03.2011, 10:48
1. Hier sollten unsere Atombefürworter mit gehen,

auch unsere Atomlobby könnte zu eine Reise in das AKW eingeladen werden, und danach ein Besuch bei den verstrahlten Opfern. Solange wir hier uns nicht in die Lage versetzen können, worin sich vor Ort die Menschen befinden, wird sich die Denkweise unserer Atombefürworter nicht ändern

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rmi 20.03.2011, 10:56
2. ...erwaegt einen Besuch

"...Kan erwaegt einen Besuch im Erdbebengebiet."
Der chinesische Premier besuchte Sichuan beim grossen beben in 2008 bereits nach 5 Stunden, und dies bei ca. 4 Reisedauer....

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Omega9 20.03.2011, 11:15
3. 2 Möglichkeiten

Zitat von ACroonen
Einen Ablass als Wasser in die Umwelt kann ich mir hingegen nicht vorstellen, da die radioaktive Belastung des Wassers ein vielfaches höher sein dürfte als die des Damfes. Allerdings fehlen für den Dampfablass wiederum die Ausschläge bei der Radioaktivitätsmessung.
Das kann ich mir schon vorstellen. Praktisch jede Nuklearanlage hat 2 "Auspüffe", einmal einen hohen Kamin für radioaktive Gase und meist irgendwo einen Auslass in einem nahegelegenem Fluss oder Gewässer für leicht isotopenhaltige Abwässer. Diese Auslasskanäle sind in der Regel nicht direkt an dem Ufer / der Küste, damit niemand die unverdünnten Abwässer abbekommt.

Wenn in Fukushima nur Meerwasser in den Kern geleitet wird, aber nix abgeleitet werden würde, dürfte der Kern in kurzer Zeit zu einem einzigem Salzklumpen und damit zur sicheren Kernschmelze verkommen. Daher ist meine Vermutung, wenn wirklich kontinuierlich Meerwasser in den Kern eingeleitet wird muss irgendwo eine Verbindung vom Druckbehälter zu dem Auslasskanal geöffnet worden sein. Das gibt bei nem teilweise geschmolzenem Kern sicher ne große Sauerei im Meer, aber ist immernoch besser als eine Kernschmelze. In so ner Situation muss man Prioritäten setzen.

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mooksberlin 20.03.2011, 12:45
4. Genau !

Zitat von Nörgelkopf
auch unsere Atomlobby könnte zu eine Reise in das AKW eingeladen werden, und danach ein Besuch bei den verstrahlten Opfern. Solange wir hier uns nicht in die Lage versetzen können, worin sich vor Ort die Menschen befinden, wird sich die Denkweise unserer Atombefürworter nicht ändern
Sehe ich auch so, wieso waren denn die Bosse von EON , RWE, Vattenfall, EnBw noch nicht vor Ort um dort ihr Mantra "die Atomkraft ist sicher" zu singen und danach in Fukushima zu helfen ? Ich kann nur raten im Netzt nach der Dokumentation "Risiko Atomkraft" zu suchen, die gestern auf Phoenix lief, da kann einem nur das Grausen kommen. Entweder sind die Mitarbeiter der deutschen AKW´s unglaublich dumm, ignorant oder schlichtweg brainwashed ( wahrscheinlich alles zusammen). Nach dieser Dokumentation kann man nur noch für eine schnellstmögliche Abschaltung aller AKW´s plädieren.

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sternfalke77 20.03.2011, 13:04
5. Aus diesem Grunde , sollten...

Zitat von Omega9
Das kann ich mir schon vorstellen. Praktisch jede Nuklearanlage hat 2 "Auspüffe", einmal einen hohen Kamin für radioaktive Gase und meist irgendwo einen Auslass in einem nahegelegenem Fluss oder Gewässer für leicht isotopenhaltige Abwässer. Diese Auslasskanäle sind in der Regel nicht direkt an dem Ufer / der Küste, damit niemand die unverdünnten Abwässer abbekommt. Wenn in Fukushima nur Meerwasser in den Kern geleitet wird, aber nix abgeleitet werden würde, dürfte der Kern in kurzer Zeit zu einem einzigem Salzklumpen und damit zur sicheren Kernschmelze verkommen. Daher ist meine Vermutung, wenn wirklich kontinuierlich Meerwasser in den Kern eingeleitet wird muss irgendwo eine Verbindung vom Druckbehälter zu dem Auslasskanal geöffnet worden sein. Das gibt bei nem teilweise geschmolzenem Kern sicher ne große Sauerei im Meer, aber ist immernoch besser als eine Kernschmelze. In so ner Situation muss man Prioritäten setzen.
... Tsunamiemessbojen mit Messgeräten ausgestattet werden . die jeweils die Strahlenveränderung in Luft und Wasser am jeweiligen Ort messen können, und weiterleiten .
Es gibt ja mittlerweile ein recht dichtes Netz davon .

Die Dinger sind ja online . Sodaß alle Staaten Zugriff auf die Messdaten haben . Dann können einzelne Staaten auch keine Daten " kreativ " bearbeiten - und SO weiterleiten .

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Sharald 20.03.2011, 13:06
6. Gewagte Interpretation

Zitat von Omega9
Das kann ich mir schon vorstellen. Praktisch jede Nuklearanlage hat 2 "Auspüffe", einmal einen hohen Kamin für radioaktive Gase und meist irgendwo einen Auslass in einem nahegelegenem Fluss oder Gewässer für leicht isotopenhaltige Abwässer. Diese Auslasskanäle sind in der Regel nicht direkt an dem Ufer / der Küste, damit niemand die unverdünnten Abwässer abbekommt.
Ihre Vorstellung macht mir Angst. Weder der Schornstein noch der Abfluss sind dafür gedacht, dass radioaktive Substanzen das Kraftwerk verlassen. Bei einem funktionierenden Kernkraftwerk ist Außerhalb keine deutlich erhöhte Radioaktivität festzustellen. Bevor Sie solche Äußerungen hier schreiben, wäre es sinnvoll sich darüber zu informieren, wie ein Atomreaktor funktioniert.


Zitat von
Wenn in Fukushima nur Meerwasser in den Kern geleitet wird, aber nix abgeleitet werden würde, dürfte der Kern in kurzer Zeit zu einem einzigem Salzklumpen und damit zur sicheren Kernschmelze verkommen. Daher ist meine Vermutung, wenn wirklich kontinuierlich Meerwasser in den Kern eingeleitet wird muss irgendwo eine Verbindung vom Druckbehälter zu dem Auslasskanal geöffnet worden sein. Das gibt bei nem teilweise geschmolzenem Kern sicher ne große Sauerei im Meer, aber ist immernoch besser als eine Kernschmelze. In so ner Situation muss man Prioritäten setzen.
Zunächst werden die Reaktoren innerhalb der Hüllen von kalten Meerwasser umspült, damit sie von außen gekühlt werden. Wenn der Wasserinhalt im Reaktor verdampft, wird Meerwasser nachgefüllt, dass bedauerlicherweise wieder in Dampf umgewandelt wird. Hierbei wird versucht, möglichst die radioaktiven Substanzen im Reaktor zu halten. Keiner käme auf die umnachtete Idee, einen Reaktor vorsichtshalber durchzuspülen. Selbst im schlimmsten Falle, dass der Kern nicht mehr zu kühlen ist, und sich durch die Reaktorhülle schmilzt und irgendwo in der Meterdicken Betonschicht sich verteilt und dort verbleibt, ist es viel besser, als wenn man die Nukleoide ins mehr spülen würde. Es scheint so, dass Sie vor der Kernschmelze eine gewisse Abneigung zu empfinden, jedoch einen sehr fantasiereiche Vorstellung davon zu haben.

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jocurt 20.03.2011, 13:10
7. Bla bla bla

Zitat von rmi
"...Kan erwaegt einen Besuch im Erdbebengebiet." Der chinesische Premier besuchte Sichuan beim grossen beben in 2008 bereits nach 5 Stunden, und dies bei ca. 4 Reisedauer....
als das in China war, galt dieser "Ausritt" als Propaganda der KPCh wegen der Baumängel an diversen Staudämmen, hier wiederum ist das verweilen Tokyo zwecks Koordination der landesweiten Maßnahmen auch falsch.

Also SIE, ja genau SIE, müssen da hin, den nur SIE können es richtig machen.

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Kailash 20.03.2011, 13:10
8. ...

Deutschland = Angstland

Im Moment hat man eher den Eindruck, dass aufgrund der Massenhysterie hierzulande viele zuerst den Verstand abgeschaltet haben.

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n+1 20.03.2011, 13:14
9. Halt!

Zitat von rmi
"...Kan erwaegt einen Besuch im Erdbebengebiet." Der chinesische Premier besuchte Sichuan beim grossen beben in 2008 bereits nach 5 Stunden, und dies bei ca. 4 Reisedauer....
Herr Kan ist doch gar nicht in der CDU!
Und Teile des Erdbebengebiets hat Herr Kan, dieser Knecht des imperialen monopolkapitalistischen Unterdrückungs- und Ausbeutungsapparates, schon lange besucht.

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