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Marihuana-Kommentar über Dreadlocks: Das riecht nach Rassismus
AFP

Zendaya Coleman trug zur Oscarverleihung ein schulterfreies, weißes Kleid; für mehr Aufsehen sorgten allerdings ihre langen Dreadlocks. Die Schauspielerin müsse damit nach Gras riechen, kommentierte eine TV-Moderatorin. Und wird nun heftig kritisiert.

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thecali 26.02.2015, 08:58
10.

Was kann man schon von einer Sendung namens "Fashion Police" erwarten?

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Enzianer 26.02.2015, 08:59
11.

Ich kenne Dreadlocks aus nächster Nähe - jahrelang in der Karibik (Antigua) gearbeitet. Dass solche TrägerInnen unbedingt nach Cannabis gerochen haben, kann ich nicht bestätigen, aber da man sich die locks gerne mit coconut oil einreibt (des Glanzes wegen) und nicht täglich den Aufwand treibt, so eine Mähne zu waschen, entsteht bei der Tropenwärme auch schnell eine umgebende Dufthülle, die nicht jedermanns Sache ist. Und wenn man dann noch alles mit einer Rasta-Wollmütze verhüllt, ist ein Biotop entstanden, das mit jeder Haus-Biogasanlage gleichziehen kann. - Wahrheit muss Wahrheit bleiben dürfen und hat nichts mit Rassismus zu tun. Am schlimmsten sind übrigens die Aussteiger Teenie Girls aus dem Westen, die mit ihren blonden dreadlocks meinen, besonders progressiv und alternativ zu sein - Papa bezahlt ja alles.

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maximilianhoffahrt 26.02.2015, 09:25
12. aha .... autsch

Colemans lange Dreadlocks reichten ihr bis weit über die Brust. Wo bitte soll das körpertechnisch sein ?

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lili-noel 26.02.2015, 09:51
13. Politikum Haare

Haare schwarzer Frauen sind in den USA und auch Afrika ein viel größeres Politikum als sich hierzulande die meisten vorstellen können. Und nicht nur die Haare. In den USA gibt es in Frauenzeitschriften nicht so viele schwarze Models , wie es dem tatsächlichen Bevölkerungsanteil entspräche, genauso wenig in Filmen und Serien. Das hat Folgen: Schwarze Frauen glätten sich ihre Haare, um den weißen Vorbild zu entsprechen, viele Schwarze bleichen sogar ihre Haut. All diese Probleme mit dem Selbstbewusstsein schwarzer Frauen sind nicht nur mit der Geschichte verbunden, sondern auch mit der medialen Gegenwart. In den Medien nehmen echte schwarze Frauen einfach zu wenig Platz ein. Deshalb sollte das Zeigen von natürlichem Haar gefördert, statt abfällig kommentiert werden.

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spiegellazer 26.02.2015, 10:19
14.

Wenn ihre Dreadlocks wenigstens echt wären...

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blackpride 27.02.2015, 12:31
15. LOL Ich krieg mich nicht mehr ein

All diese selbsternannten Experten in Schwarzer Kultur hier. Absolut lächerlich!
Seit wann sind Dreadlocks in Jamaica entstanden?Dreadlocks gab es in vielen afrikanischen Kulturen noch bevor die ersten Afrikaner als Sklaven nach Amerika verschleppt wurden.

Ansonsten, vor allem in Richtung Beitrag 8: Es gibt Dreadlocks und es gibt Dreadlocks. Es kommt immer darauf an, wie gepflegt sie sind, das gilt wohl für alle Haare. Ich kenne so gut wie keinen Schwarzen, der ungepflegte Dreadlocks hat, die werden alle regelmäßig gereinigt. Dafür gibt es spezielle Verfahren. Selten sowas ignorantes gelesen.

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Ein_denkender_Querulant 27.02.2015, 12:33
16. Herrlich ...

Wenn man von diesen wunderschönen Haaren redet und sich in der Phantasie dazu den befreienden Geruch von Joints vorstellt, dann soll das rassistisch sein?

Wer so jämmerlich aufschreibt, zeigt nur seinen eigenen Rassismus. Joints werden quer durch alle Gesellschafts- und Bildungsschichten geraucht. Aber zu behaupten, dass sie nur mit schwarzen in Verbindung gebracht werden können, ist Rassismus pur.
Die Aufscheienden sollten sich gehörig an die eigene Nase fassen.

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hinschauen 27.02.2015, 12:54
17. Das riecht nach...Kindergarten

Die Leute sollten erwachsen werden und begreifen, dass wir 2015 haben - und so handeln"
Ich finde: die Leute sollten erwachsen werden - und sich nicht mehr wegen jedem Furz in irgendwas hineinsteigern

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niamh 27.02.2015, 16:45
18. Stereotypen

Stereotypen solcher Art (Dreadlocks - Schwarz - *muss Drogenkonsument sein* sind Zeichen von einer einfachen Denkweise.
Auch aehnlich hier in England, wenn "German" oder "Austrian" noch immer gleich mit Nazi verbunden wird (was natuerlich rassistisch ist).
Noch immer gibt es sehr viele Abneigung und Verachtung gegenueber Deutschen und Oesterreichern.
Interesssanterweise wird darueber in den deutschen Medien selten berichtet.

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tobi-m 27.02.2015, 17:29
19. wie immer das gleich

Kurz gedacht, für ein paar Klicks zu schnell gesprochen und geschrieben, denn auch eine Rechtfertigung ist unangebracht. Fakt ist das wir die Menschen viel zu schnell in eine Schublade stecken wollen, das kann auch jedem seine Meinung bleiben, wenn ihr möchtet schiebt sie ruhig in eine Schublade, was die Leute nicht begreifen ist das Journalismus eben auch nur eine Meinung ist, in wie weit wir diese Meinung dann selbst vertreten bleibt jedem selber über lassen, gefährlich ist so ein kommentar eben einfach aus dem Grund das die meisten Leute selber zu schnell sprechen und diese Meinung ohne darüber nachzudenken eben auch gutheißen. Und deswegen ist eine Rechtfertigung einfach nur Blödsinn weils in keinem Fall mit Rassismus zu tun hat, denn diese Rechtfertigung macht das ganze erst zu Rassismus.

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