Forum: Panorama
Massenmord in Las Vegas: Die Amerikaner und ihre Waffen
AP

Der Massenmord in Las Vegas hat eine Diskussion über Waffenbesitz in den USA ausgelöst. Wieder einmal. Wie sich Privathaushalte rüsten - und wie viele Schusswaffenopfer es jährlich gibt: Die Übersicht in sechs Grafiken.

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pom_muc 04.10.2017, 19:12
20.

Zitat von abocado
Zumindest schießwütiger als zB die Schweizer. Obwohl dort ca. die Hälfte bewaffnet ist, sterben dort nur knapp 8% durch Kugeln. Muss wohl am Wilden Westen liegen. Erstaunen ruft eine Bewaffnung von fast 1/3 in Deutschland aus. Naja, solange sich die Amis nur gegenseitig abknallen, sehe ich das als deren Problem an. Momentan kann man in die USA ohnehin nicht reisen, so lange ein Präsident gewählt ist, der sogar mit der atomaren Auslöschung von einem ganzen Volk droht. Die spinnen, die Amis. Als Weltpolizisten und Vorzeigedemokraten haben sie schon lange ausgedient. Nein Danke Amerika.
Ihre Interpretation bezüglich D ist falsch.

Wenn ein Jäger 10 verschiedene Gewehre hat bedeutet dies in der Statistik dass bei 100 gezählten Personen 10 Gewehre existieren.

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saftfrucht 04.10.2017, 19:12
21. Unbestritten

Zitat von 3daniel
Beim ersten Diagramm war ich sehr erstaunt die Schweiz auf Platz zwei zu sehen, bei den Schusswaffen pro 100 Einwohner liegt sie auf Platz drei (55), damit ist ja schon fast bestätigt das eine hohe Schusswaffenquote in der Bevölkerung die Anzahl, von durch Schusswaffen getöteten, nach oben geht.
Das hat ja auch nie jemand ernsthaft bestritten. Natürlich nutzen Mordwillige dieses durchaus vergleichsweise saubere Mittel um ihre Tat auszuüben. Allerdings sagt die Anzahl der Toten durch Schusswaffen allein überhaupt nichts aus, auf die Mordrate insgesamt kommt es an. Und die Fälle Australien und UK belegen: Verbote bringen da gar nichts. In beiden Ländern wurden in der Vergangenheit großangelegte Verbote erlassen (Australien 1996, UK 1988). In bei den Ländern ging daraufhin die Anzahl der Toten durch Schusswaffen sofort um ca. 50% zurück - nur die Mordquote insgesamt, die hat sich in beiden Fällen nicht reduziert. In Australien blieb sie auf dem gleichen Level wie vor der Gesetzesänderung, in UK hat sie sich sogar nach der Gesetzesänderung noch dramatisch erhöht - was mit dem Gesetz natürlich nichts zu tun hat. Es zeigt aber, dass die geforderten Verbote überhaupt nichts bringen, im Gegenzug aber die Freiheit der Bürger, die sich selbst schützen wollen, einschränken.
Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber wenn ich umgebracht werde ist mir herzlich egal, ob der Täter dafür eine Schusswaffe oder ein Messer benutzt. Das Ergebnis ist in beiden Fällen das gleiche. Nur kann ich mich, wenn ich selbst eine Schusswaffe habe, ungehemmter und aus größerer Distanz gegenüber dem verteidigen, der mir mit einem Messer zu Leibe rücken will. Diese Möglichkeit wird mir durch ein Verbot genommen.

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ford_mustang 04.10.2017, 19:14
22. 30 Waffen...

auf 100 Deutsche. Wie kommt dese Zahl zustande? Haben wir so viele Sportschützen?

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fisschfreund 04.10.2017, 19:16
23. Überschrift

Alle paar Monate, also nach jedem Massaker, dasselbe bla bla. Da ändert sich sowieso nichts. Wenn die Amis meinen, sie müssten sich gegenseitig mit problemlos und legal gekauften Waffen über den Haufen schießen, dann sollte man sie lassen. Man muss dieses Land ja nicht bereisen.

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dersmue 04.10.2017, 19:17
24. Statistik...

... ist nicht jedermans Sache, wie dieser Artikel deutlich beweist. Immerhin wird netterweise mal ein internationaler Vergleicht hinzugezogen. Einzig: Während wir staunend betrachten dürfen, dass die Amerikaner Waffen in Summe X besitzen lassen Autor und Bildchen gnädigerweise aus, wie hoch der Anteil der durch illegale Waffen zu Tode gekommenen ist. Diese Zahl ist das Korrektiv, welches es zu beachten gilt. Es ist ein Unterschied, ob die bösen, bösen bewaffneten Bürger sich einander meucheln, oder ob sich in irgendwelchen Problemvierteln abgehängte Minderheiten ohne legalen Zugang zu Waffen sich dennoch über den Haufen schiessen.

Ebenso scheint es nicht von sonderlich hohem Interesse zu sein, dass Japan von allen Industrienationen die weitaus höchtse Suizidrate bei gleichzeitigem Fehlen von privatem Waffenbesitz aufweist. (https://en.wikipedia.org/wiki/Suicide_in_Japan).

Aber das würde ja nicht in den tendenziösen Narrativ des Autors passen.

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MKAchter 04.10.2017, 19:23
25. Genau hinschauen

Zitat von 3daniel
Beim ersten Diagramm war ich sehr erstaunt die Schweiz auf Platz zwei zu sehen, bei den Schusswaffen pro 100 Einwohner liegt sie auf Platz drei (55), damit ist ja schon fast bestätigt das eine hohe Schusswaffenquote in der Bevölkerung die Anzahl, von durch Schusswaffen getöteten, nach oben geht.
Nein, das greift zu kurz. In der CH ist die Schusswaffenkriminalität bzw. der Schusswaffenmissbrauch im eigentlichen Sinn nicht höher als bei den anderen Europäern. Was in der Eidgenossenschaft die Zahlen erhöht, ist der Umstand, dass mehr Suizide durch das Mittel Schusswaffe erfolgen (anstelle des Sprunges vor den Zug, vom Gebäude, durch Tabletten etc.). Allerdings hat die CH keine höhere Suizidrate als andere europäische Länder.

Insgesamt lässt sich sagen, dass der Missbrauch legal besessener Schusswaffen in Europa eine ziemliche Randerscheinung ist; die deliktische Relevanz liegt bei diesen sehr niedrig.

Aber hier geht es ja um die USA - und da ist auch deren anderer historischer und gesellschaftlicher Hintergrund zu berücksichtigen. Dieser hat mehr Auswirkung auf die Zahlen als der Waffenbesitz an sich. Siehe auch den Vergleich USA - Kanada.

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ziehenimbein 04.10.2017, 19:33
26. Die NRA hat dann wohl doch recht!?

Wenn ich diese Zahlen sehe, fällt mir folgendes auf:
Obwohl wir in Deutschland relativ viele Waffen haben, passiert recht wenig damit. In den USA reicht das dreifache der Waffen für das fünfzehnfache an Getöteten. Die Schweizer haben die Hälfte mehr an Waffen, aber vier mal so viele Getötete. Leider enthalten die Grafiken nicht immer die selben Länder. In Israel gibte es wohl kaum Tote durch Schusswaffen, obwohl es auch dort mehr Waffen je Einwohner geben dürfte. Irgendwie könnte man jetzt wohl auf den Gedanken kommen, dass die Anzahl der Waffen nun wirklich kaum etwas mit den Toden durch Schusswaffen zu tun hat. Wenn man sich die Morde anschaut, fällt mir auf, dass man in Deutschland wesentlich weniger mit Schusswaffen mordet als in den USA oder auch in Kanada wo es so viele Waffen wie bei uns gibt. Liegt es daran, dass die Deutschen vernünftiger sind oder es ein klareres Recht gibt. Waffen to go, sind sicherlich falsch aber bei sorgfältiger Überprüfung und klaren Regeln scheint der pure Besitz nicht unbedingt schädlich zu sein, nicht zwangsweise.

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Newspeak 04.10.2017, 19:38
27. ...

Ich verstehe nicht, woher immer dieser absolute Anspruch kommt, Schusswaffen direkt zu verbieten? Von mir aus koennte man das ja gerne tun, weltweit, inklusive Polizei und Militaer. Aber in den USA waere man ja schon erheblich weiter wenn man voll- oder halbautomatische Waffen verbieten wuerde, oder verbieten, dass jemand legal 47 Waffen horten kann. Das braucht wirklich niemand, selbst der einsame Rancher nicht. Eine Flinte, eine Pistole, kein Sturmgewehr, keine Hilfsmittel, die schnellere Schussfolgen erlauben. Das waere doch mal ein Anfang. Vielleicht kombiniert mit einer Praemie, die jeden, der seine Schusswaffen komplett abgibt, ordentlich belohnt. Wieso nicht 1000 US Dollar pro Waffe? Die Kosten hat man durch den verhinderten Schaden bald wieder drin.

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the_tetrarch 04.10.2017, 19:44
28. Suum cuique

Die USA sind eine tiefgestaffelte Demokratie. Satirisch überspitzt: selbst der Briefträger wird dort gewählt. Wer weiß, vielleicht wird es in irgendwelchen Counties tatsächlich so gemacht. Wenn die us-amerikanische Gesellschaft meint, sie möchte lieber bewaffnet als unbewaffnet sein und dafür die nicht unerheblichen Todesraten in Kauf zu nehmen bereit ist - dann haben wir notorische Besserwisser in Old Germany nicht darüber zu urteilen und ihr keine Ratschläge zu geben.

Wenn man die unendlichen Weiten dieses Kontinents kennengelernt hat, versteht man ein bisschen, dass es u. U. arg lange dauern kann, bis polizeiliche Hilfe eintrifft. Der durchschnittliche US-Amerikaner schießt nicht dauernd um sich. Diejenigen, die auf andere in krimineller Absicht schießen, würden sich auch auf anderem Weg eine Waffe besorgen. Was mich wirklich bedenklich stimmt, ist der Umstand, dass auch Spinner leichten Zugang zu Waffen haben. Die Psychos, diejenigen, die Stimmen hören, die Paranoiden etc. Das finde ich wirklich gruselig.

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michael.renper 04.10.2017, 19:46
29. Logik und Narrativ

Zitat von dersmue
... ist nicht jedermans Sache, wie dieser Artikel deutlich beweist. Immerhin wird netterweise mal ein internationaler Vergleicht hinzugezogen. Einzig: Während wir staunend betrachten dürfen, dass die Amerikaner Waffen in Summe X besitzen lassen Autor und Bildchen gnädigerweise aus, wie hoch der Anteil der durch illegale Waffen zu Tode gekommenen ist. Diese Zahl ist das Korrektiv, welches es zu beachten gilt. Es ist ein Unterschied, ob die bösen, bösen bewaffneten Bürger sich einander meucheln, oder ob sich in irgendwelchen Problemvierteln abgehängte Minderheiten ohne legalen Zugang zu Waffen sich dennoch über den Haufen schiessen. Ebenso scheint es nicht von sonderlich hohem Interesse zu sein, dass Japan von allen Industrienationen die weitaus höchtse Suizidrate bei gleichzeitigem Fehlen von privatem Waffenbesitz aufweist. (https://en.wikipedia.org/wiki/Suicide_in_Japan). Aber das würde ja nicht in den tendenziösen Narrativ des Autors passen.
Bevor Sie Ihren Mitmenschen tendenziöse Naarative vorwerfen sollten Sie die Logik Ihrer Argumentation prüfen.
1) Selbstmorde werden in der Statistik nicht betrachtet. Aus gutem Grund, wer sich umbringen will findet Mittel und Wege.
2) Illegale und legal Waffen in der Betrachtung zu trennen ist wenig sinnvoll. Illegale Waffen zu verbieten ist so sinnvoll wie Sex ausserhalb der Ehe verbieten zu wollen. Die Grenze ist sowieso unscharf, Ein Mitmensch kann eine Waffe legal erworben haben aber später die Kriterien nicht mehr erfüllen. Waffen werden gestohlen und im Graumarkt von legalen Käufern verkauft, vererbt verschenkt.

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