Forum: Panorama
Münchner Amoklauf: Bundeswehr alarmierte Feldjäger auf Bitten der Polizei
DPA

Am Abend des Amoklaufs von München wurden Feldjäger in Alarmbereitschaft versetzt. Nach Informationen des SPIEGEL reagierte die Bundeswehr damit auf eine entsprechende Frage der Polizei.

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w50 05.08.2016, 19:25
30. hier wird wohl im Nachhinein versucht ein Problem

abzuwiegeln, nachdem Frau von der Leyen in die Presse gegangen ist. Das v.d.L. mit dem Weißbuch versucht die Kompetenzen und Ressourcen für die Bundeswehr aufzustocken ist offensichtlich. Um nun unangenehme Fragen und Nachprüfungen auszuschließen, wird das jetzt geradegerückt.

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pauschaltourist 05.08.2016, 19:26
31.

Zitat von jb283
1. Wenn 2.300 Polizisten mit 1 (oder 3 oder 5) Schützen nicht nicht fertig werden würden, dann läuft hier generell etwas falsch.
Sie verkennen die realistischen Szenarien der post-Paris-Ära. Man MUSS damit rechnen (und diverse verwirrte Zeugenanrufe in München deuteten darauf hin), dass mehrere, mit Sturmgewehren bewaffnete, Islamisten wahllos auf alles schießen, das sich bewegt.

Die reguläre, ja ich wage sogar die Behauptung ebenso die SEKs, Polizei ist dieser Bewaffnung und Munitionierung (militärische Hartkernmunition) jedoch nicht im Ansatz gewachsen.

Es bleiben nur drei Möglichkeiten:
1. Typisch Deutsche Behörden- und Politikerdenke: Hände in den Schoß legen, nichts ändern und das beste hoffen.
2. Die Bundes- sowie die Länderpolizeien adäquat ausrüsten (und dazu gehört mehr als ein paar altersschwache "Sonderwagen 4", mit denen beim Castor-Transport ein paar Barrikaden beiseite geschoben werden, denn deren Panzerung hält dieser Munition gar nicht stand)
3. Die Anforderung der notwendigen Bundeswehrtechnik inkl. Bedienpersonal im Bedarfsfall

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pauschaltourist 05.08.2016, 19:31
32.

Zitat von schorri
Das Problem liegt darin, dass Sie offensichtlich keine Ahnung haben, was der Auftrag der Bundeswehr ist: Nämlich die Landesverteidung im Kriegsfall. Und keine Polizeiarbeit.
Nach dem unseligen Wirken der islamistischen Terroristen im Inneren wird es vielleicht kein Land mehr geben, das es vor Gefahren von außen zu schützen gilt.

Man stelle sich das Szenario "Paris" neben einer Bundeswehrkaserne vor. Dort stünden gepanzerte Fahrzeuge bereit, welche auch aus Sturmgewehren verschossene Hartkernmunition aufhält, die Soldaten werden zum cafétrinken in die Stuben geschickt und außerhalb der Kasernenmauern trauen sich, da waffentechnisch hoffungslos unterlegen, die Polizisten entweder nicht aus dem Revier oder werden reihenweise Opfer der religiösen Amokläufer...

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Havel Pavel 05.08.2016, 19:32
33.

Zitat von partey
Als ob son Bundeswehrheini irgendwas zu sagen hätte, wenn da ein Soldat den Verkehr regelt, ignoriere ich den einfach. Seit wann hat die Bundeswehr Polizeibefugnisse, hier wird durch die Hintertür versucht, dass Militär auch im Innern einzusetzen. Billig und Illegal!
Sie sind aber ein ignoranter Vogel, jedes Kind weiss schliesslich, dass es sich bei Feldjägern um Militärpolizei handelt, die Amerkaner kennen diese Einheit unter dem Begriff MP (Miitary police-für ganz begriffsstutzige. Ein normaler Mensch der noch im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist, würde wohl niemals auf die Idee kommen Anweisungen von Feldjägern zu ignorieren, es sei denn sie legen Wert darauf vielleicht von einem Panzer der gerade um die Ecke kommt und vor dem ein einweisender Feldjägerposten warnen will, überrollt zu werden. Anders rum wird allerdings ein Schuh draus, ein ziviler Streifenpolizist darf im Regelfall kein Militärfahrzeug anhalten, um beispielsweise den Fahrer zu kontrollieren, dies ist ausschliesslich Sache der Feldjäger, jedoch muss selbstverständlich jeder Militärkraftfahrer Anweisungen zivilier Polizeistreifen Folge leisten, wie etwa bei Verkehrsreglungen an Kreuzungen oder an Unfallstellen, usw., was sich eigentlich von selbst erklären dürfte und nur für besonders begriffstutzige weiterer Erklärungen bedarf. Auch benötigt jeder Militärkraftfahrer einen Bundeswehrführerschein, der private Führerschein gilt hier nicht. Wird einem Kraftfahrer der private Führerschein, etwa wegen einer Trunkenheitsfahrt oder einm sonstigen Verkehrsvergehen entzogen, so bleibt er weiter im Besitz seiner militärischen Fahrerlaubnis. Diese kann nur durch militärische Dienststellen entzogen werden.

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neuroserve 05.08.2016, 19:47
34. Die BW ist für diese Lagen ...

... nicht vorbereitet. Dass da an einem Freitag um kurz von 18:00 Uhr noch 100 Feldjäger zusammengekommen sein sollen ist schon aussergewöhnlich. Und ob die die erforderliche Ausrüstung zusammen hatten (SK4-Schutzwesten, gepanzerte Fahrzeuge, etc.) ist auch fraglich. Weitere Hundertschaften von der Polizei wären wahrscheinlich aus anderen Bundesländern oder von der Bundespolizei schneller verfügbar gewesen.

Wenn man für solche Lagen mehr Polizei benötigt, dann soll man eben mehr Polizisten einstellen und entsprechend ausrüsten.

Verantwortlich ist übrigens Thomas de Maizière. Der hat aber zuerst die BW kaputtreformiert und hat sich offensichtlich jetzt die Polizei vorgenommen.

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PolitBarometer 05.08.2016, 19:47
35.

Schwelle hoch oder niedrig, Schnickschnack. Natürlich ist jede Form der Unterstützung richtig und auch wichtig. Und da darf dann auch mal Personal der Bundeswehr und deren Polizei (Feldjäger) aktiv werden.
Gegen den Terror wird man nur gemeinsam etwas erreichen werden. Entsprechende Konzepte sollten unter Einbeziehung aller verfügbaren Kräfte erarbeitet und umgesetzt werden. Ich sehe da überhaupt kein Problem.
Und an der Uniform (olivgrün oder schwarz/blau) kann es ja wohl nicht liegen. Schwerbewaffnet bis an die Zähne können beide.

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Thomas Paine 05.08.2016, 20:09
36. Suum cuique

Also die Idee Bundeswehreinheiten bei solchen Lagen wie zuletzt in München einzusetzen halte ich generell für Problematisch.
Als unterstützende und Logistische Hilfe (z.B. von Sanitätseinheiten) ginge das noch so gerade eben durch, aber alleine der Einsatz von Feldjägern zur Kontrolle des zivilen(!) Straßenverkehrs ist sowohl von Gesetzen als auch von Dienstvorschriften der BW eben NICHT gedeckt.

Zugegeben, Gesetze und Dienstvorschriften lassen sich ändern, aber macht dies Sinn?

Wäre es nicht zielorientierter, wenn man die originär dafür zuständigen Polizeieinheiten des Bundes und der Länder ausbaut, und so die Gewaltenteilung einbehält?

Die BW ist zudem überhaupt nicht für den Einsatz im inneren ausgebildet.

Ich ziehe es vor, keinen hypernervösen, unerfahrenen und überforderten Soldaten mit vollgeladenen und entsicherten G36 Gewehren zu begegnen, wenn ich aus der Bahn aussteige oder mit dem Auto in die Stadt will...

Und da ich selbst auch mal Y-Tours gebucht habe, bilde ich mir ein, darüber zumindest ein kleines bißchen ein Urteil fällen zu können, insbesondere bezüglich der Feldjägertruppe.

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Thomas Paine 05.08.2016, 20:16
37. Suum cuique

Also die Idee Bundeswehreinheiten bei solchen Lagen wie zuletzt in München einzusetzen halte ich generell für Problematisch.
Als unterstützende und Logistische Hilfe (z.B. von Sanitätseinheiten) ginge das noch so gerade eben durch, aber alleine der Einsatz von Feldjägern zur Kontrolle des zivilen(!) Straßenverkehrs ist sowohl von Gesetzen als auch von Dienstvorschriften der BW eben NICHT gedeckt.

Zugegeben, Gesetze und Dienstvorschriften lassen sich ändern, aber macht dies Sinn?

Wäre es nicht zielorientierter, wenn man die originär dafür zuständigen Polizeieinheiten des Bundes und der Länder ausbaut, und so die Gewaltenteilung einbehält?

Die BW ist zudem überhaupt nicht für den Einsatz im inneren ausgebildet.

Ich ziehe es vor, keinen hypernervösen, unerfahrenen und überforderten Soldaten mit vollgeladenen und entsicherten G36 Gewehren zu begegnen, wenn ich aus der Bahn aussteige oder mit dem Auto in die Stadt will...

Und da ich selbst auch mal Y-Tours gebucht habe, bilde ich mir ein, darüber zumindest ein kleines bißchen ein Urteil fällen zu können, insbesondere bezüglich der Feldjägertruppe.

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Thomas Paine 05.08.2016, 20:23
38. Seidt (!) der Abschaffung der Wehrpflicht

Zitat von amishunderground
... um unsere Sicherheit und dann darf auch schon mal ein Leopard Panzer in meinem Vorgarten stehen. Immer dieses gestörte Verhältnis zum Militär... Sind ja auch nur Bürger in Uniform...
ist die BW eben nicht mehr eine "Staatsbürger in Uniform" Armee.

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SpiegleinOhneWand 05.08.2016, 20:25
39. Bundeswehr im Inland!? NIEMALS

NIEMALS darf die Bundeswehr im Inland eingesetzt werden!!! Das ist mein grundfeste Überzeugung!

Allein schon aus historischer Sicht! Und dann dazu noch, was überall in der Welt passiert: Putsch der Armee. Schlimm genug, wenn es schon nur ein Versuch ist!!!

Mag sein, dass unsere Demokratie "gefesstigt" ist derzeit, aber das kann sich schnell ändern! Dann auch, wenn sie einmal das ein oder andere hier "machen" darf, die Bundeswehr, kommen schnell noch neue Aufgaben hinzu.
Die Polizei ist nicht gut genug ausgerüstet? Nun, dann rüstet bei der Bundeswehr ab und bei der Polizei auf! So bleibt es kostenneutral. Ansonsten wird die Bundeswehr sicher auch mehr Geld haben wollen, wenn sie zusätzliche Aufgaben übernehmen sollte.

Ich sage ganz klar NEIN zu JEGLICHEM Einsatz der Bundeswehr im Inland!!!!

Niemals!

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