Forum: Panorama Rettung der "Costa Allegra": Geld im Schlepptau
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AFP / Le Talenduic, Reunion Island Prefecture Das Abschleppen der "Costa Allegra" dauerte mehrere Tage und könnte Millionen kosten. Hätte die Reederei ihre Passagiere auch schneller retten können? Beobachter kritisieren, dass der Auftrag nur an einen Fischtrawler ging, der rein zufällig in der Nähe war. zum Artikel Antworten
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#1 01.03.2012, 16:03 von earl grey

Schon klar

Zitat von sysop
Die Regierung billige das Verhalten der Franzosen nicht, denen es offenbar eher um den Profit als um die Sicherheit der Passagiere gehe.
Schon klar - die Schlepper die von den Franzosen abgelehnt wurden, kamen ja auch von den Seychellen...
Abgesehen davon: wo war die Sicherheit der Passagiere jemals gefährdet? Nur weil die Klimaanlage ausgefallen war? Das ist in den Tropen keine Gefährdung sondern normal; das es da schon mal etwas heiss ist, muss ich als Tourist einplanen...

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#2 01.03.2012, 16:08 von Beobachter008

Ahnungslose Kritiker

Zitat von sysop
Das Abschleppen der "Costa Allegra" dauerte mehrere Tage und könnte Millionen kosten. Hätte die Reederei ihre Passagiere auch schneller retten können? Beobachter kritisieren, dass der Auftrag nur an einen Fischtrawler ging, der rein zufällig in der Nähe war.
Ein Ausfall des Antriebs und der Generatoren ("Black Out") ist ein schwerer Seenotfall, der nicht nur eine PAN PAN PAN-Nachricht, sondern ein MAYDAY (früher SOS) rechtfertigt, vor allem wenn ein Schiff so viele Menschen an Bord hat. Das Schiff ist dann nicht mehr steuerfähig, die Kommunikations- und Navigationsmittel funktionieren nicht oder nur sehr eingeschränkt. Das Wetter kann sich schnell ändern, das Schiff in schwere See geraten. Ohne Antrieb wird es dann quer schlagen und sinken oder an Land getrieben.
Deshalb lernt jeder angehende Nautiker, dass in so einem Fall die erste angebotene Hilfe anzunehmen ist. Die Schiffsleitung hat also vollkommen richtig entschieden.

Noch eine kleine Anmerkung:Das französische Schiff ist kein Trawler sondern ein Thunfischfänger - vollkommen anderes System... Ein kurzer Blick in Wikipedia...

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#3 01.03.2012, 16:10 von hdudeck

Diese Kritik

Zitat von sysop
Der Verkehrsminister der Seychellen, Joel Morgan, sagte, die Passagiere seien zehn bis zwölf Stunden länger als nötig an Bord der "Costa Allegra" gewesen, weil der Kapitän der "Trevignon" sich geweigert habe, Abschleppern von den Seychellen den Rettungsauftrag zu überlassen.
ist ja wohl vor dem Hintergrund handfester wirtschaftlicher Intressen der Seychellen gemacht worden. Fuer die Psyche der Passagiere war ea aber wohl wichtiger, schnell Hilfe fuer das Schiff zu bekommen als auf ein schnelles Abschleppen zu warten. Zudem ist ein Schiff ohne funktionierende Maschine Spielball der Elemente, was schnell zu Seekrankheit und Verletzungen fuehren kann, ganz zu schweigen von den Gefahren. Die Entscheidung, die naechst verfuegbare Hilfe anzunehmen war richtig.

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#4 01.03.2012, 16:23 von pepito_sbazzeguti

Beobachter

Zitat von sysop
Das Abschleppen der "Costa Allegra" dauerte mehrere Tage und könnte Millionen kosten. Hätte die Reederei ihre Passagiere auch schneller retten können? Beobachter kritisieren, dass der Auftrag nur an einen Fischtrawler ging, der rein zufällig in der Nähe war.
Wie gut die Beobachter hinterher wissen, was hätte gemacht werden müssen.

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#5 01.03.2012, 16:39 von seppfrieder

Peinlich,

Zitat von sysop
Das Abschleppen der "Costa Allegra" dauerte mehrere Tage und könnte Millionen kosten. Hätte die Reederei ihre Passagiere auch schneller retten können? Beobachter kritisieren, dass der Auftrag nur an einen Fischtrawler ging, der rein zufällig in der Nähe war.
Peinlich das jetzt nachdem alles gut ausging Theoretiker und dazu noch Prolitiker ein großes Geschrei ansetzen und meinen sie könnten das alles besser.

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#6 01.03.2012, 17:07 von manuelbaghorn

wie furchtbar!

Zitat von sysop
Das Abschleppen der "Costa Allegra" dauerte mehrere Tage und könnte Millionen kosten. Hätte die Reederei ihre Passagiere auch schneller retten können? Beobachter kritisieren, dass der Auftrag nur an einen Fischtrawler ging, der rein zufällig in der Nähe war.
Auf diesem Luxusdampfer ohne klimatisierte Latte-Macchiato-Atmosphäre gewesen zu sein und dass auch noch ein paar Stunden länger als unbedingt nötig war bestimmt grausam! Ich würde vorschlagen die "Geretteten" klagen vor dem UN-Gerichtshof für Menschenrechte!

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#7 01.03.2012, 17:19 von pepito_sbazzeguti

Klageschrift

Zitat von manuelbaghorn
Auf diesem Luxusdampfer ohne klimatisierte Latte-Macchiato-Atmosphäre gewesen zu sein und dass auch noch ein paar Stunden länger als unbedingt nötig war bestimmt grausam! Ich würde vorschlagen die "Geretteten" klagen vor dem UN-Gerichtshof für Menschenrechte!
Vergessen Sie bitte nicht, dass es auch keinen Strom gab. Das müsste noch in die Klageschrift aufgenommen werden.

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#8 01.03.2012, 17:40 von mica-thana

Zitat von manuelbaghorn
Ich würde vorschlagen die "Geretteten" klagen vor dem UN-Gerichtshof für Menschenrechte!
... und zwar gegen die Seychellen weil deren Fischkutter noch länger gebraucht hätten.

Die Menschen hätten dann wenige (relativer Begriff) Stunden länger warten müssen und wären wahrscheinlich genauso schnell an Land gekommen, wie mit dem Thunfischfänger der direkt vor Ort war.

Hier Kritisiert ein Minister das vorgehen aufgrund eigener Finanzieller Interessen. Ein solcher Rettungsvertag zwischen den Seychellen hätte bestimmt einiges an gutem Geld in die Staatskasse gespült.
Ich möchte nichts unterstellen, aber ich wette, die Schiffe die der Minister dort erwähnt sind von einer Staatlich gesponserten Reederei.

Ein Schelm wer böses dabei denkt ;)

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#9 01.03.2012, 17:48 von Ursprung

Abenteuerurlaube

Zitat von sysop
Das Abschleppen der "Costa Allegra" dauerte mehrere Tage und könnte Millionen kosten. Hätte die Reederei ihre Passagiere auch schneller retten können? Beobachter kritisieren, dass der Auftrag nur an einen Fischtrawler ging, der rein zufällig in der Nähe war.
Der Bergelohn wird schon ausgehandelt worden sein, bevor die Schlepptrosse rueberging.
Sowas wird seeueblich vorher gemacht.
Weitere Schiffe in der Naehe sind uebliche Sicherheitsvorkehrungen, werden vom Kapitaen als stand by System angefordert und dazu ist er bei Gefahr auch verpflichtet.
Und die Schiffe aus der Umgebung waeren dazu auch verpflichtet, ohne Ausfallsbezahlungen, gleich, ob Bergungsschlepper oder gar nur Yachten.
Die erste Trosse koennte brechen, uebles Wetter kommen, an Bord mehr passieren als bisher unter diesen besonderen Umstaenden.
Vielleicht hatten andere auf den Bergelohn gehofft?
Verstaendlich, aber wer zuerst kommt mahlt zuerst, hat ja auch als erster Pflichten.
Aus der Entfernung und nach Nachrichtenlage kann ich kein Fehlverhalten des Kapitaens oder der Reederei erkennen.
Eine andere Frage ist, warum ueberhaupt ein Feuer ausbrach, wie der Kahn gebaut war, sodass keine Notstromversorgung mehr ging, Expertencheck also.
Aus dem Schneider ist die Reederei deshalb noch lange nicht.
Und: will jetzt ueberhaupt noch jemand es wagen, auf einem Costa XX-Schiff dieser Reederei irgendwas zu buchen?
Unter Abenteuerurlauben verstehen die meisten irgendwie was anderes, als das womit diese Reederei es in juengster Zeit zu oft in die Medien schafft.
Schiffe und Reedereinahmen umtaufen ist hier wohl allmaehlich angesagt.

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