Forum: Panorama
Schiffbruch im Indonesien-Urlaub: Der Untergang
Bertrand Homassel/i & u TV Produ

Fast 50 Stunden nach einem Bootsunglück trieben die Schiffbrüchigen im indonesischen Meer; einige schwammen kilometerweit bis zu einer Insel. Mit dabei: vier Urlauberinnen aus Deutschland. SPIEGEL ONLINE haben sie ihre Geschichte erzählt.

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denkmal! 29.10.2014, 21:26
10. .

Indonesien ist das riskanteste Seegebiet der Erde, es passieren dort mehr Bootsunglücke als irgendwo sonst. Ich bin selber durch Indonesien gesegelt, mich wundert eigentlich nur, dass nicht mehr Unfälle passieren. Stürme gibts in diesem Breitengrad nicht, bloss mässig bewegte See. Das Problem ist, dass mit derselben Mentalität, mit der Bus gefahren wird, auch die Schiffe gesteuert werden. Gnadenlos, wer Pech hat. Ganz klar ist aber den meisten Touristen selbst der entfernteste Schimmer einer Ahnung, welche Schiffe eher untauglich sind, weitgehend abhanden gekommen.

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Bernd.Brincken 29.10.2014, 21:28
11. Kleiner Tip

An alle Backpacker: Anstatt jetzt neumodische Gadgets wie GPS oder Funkgeräte - lieber Schwimmflossen einpacken! Die Steigerung des Wirkungsgrades ist enorm, man liegt entspannt auf dem Rücken und überwindet mühelos große Strecken!
Vorher mal kurz im Baggerloch ausprobieren, ob die Größe auch im Wasser noch stimmt.

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riegsee 29.10.2014, 22:14
12. Die grosse weite Welt

ist halt anderst als zu Haus vorm Fernseher. Hab auch schon die halbe Welt bereist - No risk no fun. aber es ist idiotisch anzunehmen dass die Behörden alles regeln und kontrollieren wie bei uns. Man ist schon für sein Handeln selbst verantwortlich. In vielen Ländern zählt ein Menschenleben wenig und das von Fremden noch weniger. Wer Angst hat besser zu Hause bleiben. Man kann die weite Welt gefahrlos am Fernseher erleben. Z.B. Weltspiegel.

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kathrephtis 29.10.2014, 22:42
13. Kriminelle

vor Jahren passierte uns auf dem Weg zur Thailand-Insel Kho PhiPhi eine fast so endende Seefahrt. Finger weg von Billigtouren! Die Bootsführer sind meist Haloten, die jedes Risiko eingehen, um die Passage zu kassieren.
Auch bei uns: kein Funk, keine Ortungsmöglichkeit, Lifejackets aus dem Mittelalter, kein Beiboot - aber 80 Touristen.

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t76 29.10.2014, 22:47
14.

Ich kann die Mädels gut verstehen. Als ich jünger war, habe ich mir auch immer das Billigste gesucht und war damit zufrieden. Leider geschehen in Indonesien relativ viele Schiffsunglücke und das hat nicht immer mit der Qualität der Boote zu tun. Die Strömungen können dort auch sehr stark sein, so dass selbst Seekajaker schon auf relativ kleinen Strecken aus Erschöpfung verunglückt sind.

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Heiko Meyer 29.10.2014, 22:54
15. Wir haben diese Höllentour auch mitgemacht

Die Kommentare hier sind zum Teil sehr hämisch. Natürlich ist es etwas naiv, diese Bootstour mitzumachen. Und sicher kann man bei 90 Euro für vier Tage nicht viel erwarten. Dennoch sollte ein Mindestmaß an Sicherheit und Hygiene gewährleistet sein. Sonst dürfen solche Touren eben nicht angeboten und sogar promotet werden. Meine Freundin und ich habe diese Tour ebenfalls mitgemacht. Obwohl wir zum Glück keine schrecklichen Erlebnisse hatten wie die Protagonisten dieses Artikels, war es wirklich ein Höllentrip: http://www.wo-der-pfeffer-waechst.de/hoellentrip-mit-dem-boot-von-lombok-nach-flores/ Möge dieser Bericht Abschreckung und Warnung für alle sein!

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multi_io 29.10.2014, 22:55
16. Dritte Welt halt.

Nur weil auch dort Leute mit iPhones raumlaufen und die staatliche Fluggesellschaft schieke angemalte Flugzeuge hat, heißt das nicht, dass dort in jeder Beziehung alles so sicher ist wie im Westen.

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kleinerlacher 30.10.2014, 23:23
17. Keine Haie?

Interessante Geschichte. Ich hab mich nur gefragt, warum es da keine Begegnung mit einem Hai gab ... ? Schließlich ist die Meeresecke doch bekannt dafür oder kann mich hier jm. eines besseres belehren? Gruß

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Pless1 30.10.2014, 00:12
18. Nichts für die Deutsche Vollkasko-Mentalität

Kaum zu glauben, jedenfalls für manchen Deutsche: Es gibt Länder ohne TÜV und ADAC, ohne DIN-Normen und Berufsgenossenschaft. Hier bei uns gibt es für alles Standards und ein dutzend Behörden, die die Einhaltung überwachen, und was wir Deutschen nicht reguliert haben, das hat spätestens Brüssel erledigt. Das hat viele gute Seiten, aber wenn man in die große weite Welt fährt muss man eben wissen, dass das nicht überall so ist. Dort kann ich mich NICHT darauf verlassen, dass Boote sicher sind und Personal geschult. Da muss ICH mir selbst ein Bild machen und bin für meine Entscheidungen selbst verantwortlich. Wenn man nach Indonesien fährt sollte man das eigentlich wissen.

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paulstn 30.10.2014, 01:23
19. bitte nicht nachmachen

bin selbst bei so einer Tour mit gefahren. Identische Route, identisches Boot. Dachte mir beim Einsteigen auch, uuuh ob das gut geht? Ging es glücklicherweise, auch wenn die Nächte grauenhaft waren. An Schlaf wegen zu hohen Wellen nicht zu denken. Ich dachte auch mehrmals, ok das wars jetzt da wir wegen den hohen Wellen auf dem Schlafdeck übereinander herpurzelten.
Aber an alle die hier meinen 'selbst schuld' (btw: sehr zynisch!) man zalt das Geld in einer "Agentur", fährt dann rüber zum Dock und sieht dort das erste mal das Boot. Was willst du da machen? Kohle futsch wenn du umdrehst, du kannst dich nicht verständigen, alle steigen ein.Ind wenn du nicht einsteigst stehst du recht verloren da. Insebsondere wenn man dann auch schon den Rückflug gebucht und gezahlt hat. Wird schon gut gehen denkt man sich.
Ich wäre auch nie im Leben auf die Idee gekommen, das die nicht mal ein Funkgerät haben!!! Hinterher ist man immer schlauer und meisten Backpacker sind eben jung/naiv, abenteuerlustig und klamm in der Kasse. Es gibt ausserdem recht wenig Alternativen nach Komodo (ausser fliegen, ggf. mit anschließender drei tägiger Autofahrt) wenn man sich das Ticket nach Labuanbajo nicht leisten kann/will. Des weiteren bezweifle ich stark das teurere Agenturen/Boote besser sind. Ich habe nicht das günstigste Angebot gewählt und mich vorher etwas ungehört (schwierig da die Agents dich eh nur abzocken und man die Touris, welche so eine Tour gemacht haben wegen anderem Rückweg gar nicht trifft). Das Boot und Safety waren dennoch fürchterlich. Über den englischen Hostelbetreiber (Gili Backpackers) auf Gili Trawangan muss ich mich schon ärgern, denn er hat mir diese eine spez. Company empfohlen. Über die Crew eher weniger, dass die sich dieser Gefahr selbst jeden verdammten Tag aussetzen ist schon erstaunlich. Aber man kämpft dort eben ums (finanzielle) Überlebenden und nimmt das Risiko in Kauf. Die Company sind Schweine weil sie garantiert, trotz des günstigsten Preises, abkassieren. In Bali und Umgebung bist du als Tourist eh nur ein ATM. Ich kann es wirklich niemanden empfehlen. Flores dagegen war toll und angenehm.

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